KV-Beitrag: Wieso zahlt ein Selbständiger bei gleichem Einkommen mehr als den doppelten KV-Beitrag im Vergleich mit einem nicht Erwerbstätigen?

4 Antworten

Selbständige zahlen ihren Beitrag aus ihrem Einkommen bzw. aus dem im Steuerbescheid hervorgehenden Angaben. die Beitragsbemessungsgrundlagen unterscheiden sich zu den anderen sonstigen freiwillig Versicherten in der GKV. auch der Mindestbeitrag der Selbständigen ist per Gesetz höher angesetzt. Selbständige können unter eng gefassten Umständen einen Antrag auf Beitragsminderung stellen. dies ist aber an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

sonstige Freiwillige, die du als nicht erwerbstätig bezeichnest, sagen das ja schon in der Benennung, NICHT erwerbstätig aus, dass sie nicht selbständig sind und auch keine bis sehr wenige Einnahmen haben. diese Personen haben entweder überhaupt kein Einkommen oder so wenig Einkommen, dass sie sogar noch unterhalb der vom Gesetzgeber festgelegten Grenze für Einnahmen liegen. hier fallen auch Minijobber drunter, die keinen Anspruch auf Familienversicherung haben.

warum sollte ein selbständiger so geringe Beiträge zahlen, wenn er doch Einkommen hat?

nehmen wir mal einen nicht selbständigen - normal angestellten Arbeitnehmer.

er verdient pro Monat 2500 Euro brutto und zahlt daraus ca. 200 Euro KV und 35 Euro PV - also zusammen ca. 235 Euro pro Monat.

jetzt meine Frage: warum sollte ein Selbständiger weniger pro Monat zahlen sollen, als jemanden der angestellt ist oder jemandem gleichgestellt sein, der überhaupt oder so gut wie keine Einnahmen hat?

wenn du keine Beiträge nach deinem Einkommen zahlen willst, dann steht es dir ja auch frei in die PKV zu wechseln. dort ist Einkommen egal. Hauptsache du bist gesund und jung. in die GKV zwingen tut dich ja keiner.


Es geht nicht darum, dass ein Selbständiger weniger zahlt, sondern, dass er erheblich mehr zahlt als ein Arbeiter oder Angestellter.

Laut KV-Rechner zahlt ein Selbständiger bei einem Bruttoeinkommen von 2500,- Euro 377,50 € pro Monat.

Bei einem Bruttoeinkommen von 1000,- Euro zahlt er 328,99 Euro.

Nachzurechnen hier: https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/beitragsrechner/

Stimmt der von mir angegebene Rechner nicht? Kannst Du mir vielleicht einen korrekten Online-Rechner nennen? Da wäre ich Dir sehr dankbar.

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@DonkeyDerby

anders als bei Selbständigen, zahlt bei Arbeitnehmern noch der Arbeitgeber einen Beitrag oben drauf. dies ist bei Selbständigen nicht der Fall. Selbständige müssen für den kompletten Beitrag alleine aufkommen.

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ein selbständiger hat kein monatliches einkommen !

ein nichterwerbstätiger bekommt ALG 1  oder ALG 2 , davon werden pauschalbeiträge zur gkv abgeführt .

Ein nicht Erwerbstätiger ist doch nicht automatisch arbeitslos und war auch nicht automatisch vorher berufstätig! Was ist mit Einkünften aus Kapitalvermögen, z.B. Miete?

Und warum soll ein Selbständiger kein Einkommen haben?

Ein Arbeitsloser würde laut KV Rechner übrigens nur 11 Euro zahlen bei 1000 Euro Einkommen

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Weil es da keinen Arbeitgeberzuschuss gibt. Der lag mal sauber bei 50% der Sozialversicherungsbeiträge. Zwischenzeitlich muss der Versicherungsnehmer bei der Krankenversicherung noch ein paar "Kröten" zu 100% alleine übernehmen. Variert aber je nach KV:

Bei einem selbständigen Einkommen von 1000 Euro bleiben dann noch 671,01 Euro übrig. Für Miete, Heizung, Strom. Essen und Kleidung fällt ja schon nicht mehr ins Gewicht.

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@DonkeyDerby

Deswegen rechnet man ja vorher, ob man überhaupt überleben kann ;)

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Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel wirklich?

Hallo liebe Community,

bei uns stellt sich die Frage, ob ein Krankenkassenwechsel wirklich lohnt.

Es geht darum von der Barmer GEK, bei der wir seit Jahren krankenversichert sind, zur TK zu wechseln.

Hat man als langjähriges Mitglied einer Krankenkasse gewisse Vorteile, die man als Neuling vielleicht nicht hat. Ich bezweifle, ob die Nachteile einem von den entsprechenden Kassen deutlich hervorgehoben werden.

Und nur allein ein halber Prozentpunkt Beitrag kann es auch nicht sein, wenn man dafür weniger Leistung erhält.

Hat jemand selber Erfahrungen oder gute Tipps?

Danke für die Posts!

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Rückwirkende Mitgliedschaft bei gesetzlicher Krankenkasse als Student

Hallo, ich würde mich über eine zuverlässige Antwort zu folgendem Sachverhalt freuen:

Seit 1.4.2012 studiere ich in Vollzeit. Mein Studium endet zum 31.3.2016. Nebenbei verdiene ich als Werkstudent ein kleines Zubrot gem. den gesetzlichen Regeln max. 20h pro Woche. In 2012 habe ich damit ca. 8.000 Euro, in 2013 ca. 11.000 Euro und in 2014 ca. 4.000 Euro verdient.

Während dieser Zeit hat mein Arbeitgeber keine Krankenkassenbeiträge abgeführt, da ich mich über meine Mutter der Familienversicherung angeschlossen habe. Die betreffende Krankenkasse hat mich jedes Jahr einen Fragebogen ausfüllen lassen betreffend meiner Einkommenssituation. Darin habe ich stets angegeben, zwischen 700 und 1.000 Euro monatlich zu verdienen.

Vor 2 Wochen erhielt ich einen Anruf der Krankenkasse meiner Mutter. Eine Prüfung hätte ergeben, dass ich keinerlei Recht auf die Familienversicherung seit 2012 hätte haben dürfen, da ich zu viel verdient habe. Ich müsste nun der Krankenkasse beitreten und die Beiträge rückwirkend seit 1.4.2012 nachzahlen. Dies summiert sich auf ca. 1.500 Euro. Freundlicherweise wurde mir eine Ratenzahlung angeboten. Ansonsten möge ich doch bitte innerhalb der nächsten 14 Tage überweisen.

Meine eigenen Recherchen haben ergeben, dass die Familienversicherung nur bis zu einem bestimmten jährlichen Einkommen genehmigt wird. Dieses Einkommen hätte ich zumindest in 2012 und 2013 überschritten.

  1. Ist dieses Verhalten der Krankenkasse rechtmäßig und darf diese von mir verlangen, rückwirkend eine Mitgliedschaft einzugehen und dann auch die Beträge zu zahlen?

  2. Gibt es eine Möglichkeit die Zahlung / Mitgliedschaft zu umgehen oder eine Art "Deal" mit der KK abzuschließen? Ich war im besagten Zeitraum nicht einmal bei einem Arzt (außer Zahnarzt) und hab auch sonst keine versicherungspflichtigen Ausgaben verursacht. Der Betrag, den ich nun zahlen müsste, wäre also wirklich zum Fenster rausgeschmissen...

  3. Seit 2015 bin ich neben dem Studium selbständig. Es ist absehbar, dass ich die Selbständigkeit auch nach meinem Studium weiter ausführe. Dann müsste ich mich doch sowieso privat versichern, richtig? Ergibt sich daraus eine Möglichkeit, rückwirkend einer privaten Versicherung beizutreten? Dann sollte der Betrag doch nicht so hoch ausfallen?

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Besten Dank schon einmal vorab!

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