KV-Beitrag: Wieso zahlt ein Selbständiger bei gleichem Einkommen mehr als den doppelten KV-Beitrag im Vergleich mit einem nicht Erwerbstätigen?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Selbständige zahlen ihren Beitrag aus ihrem Einkommen bzw. aus dem im Steuerbescheid hervorgehenden Angaben. die Beitragsbemessungsgrundlagen unterscheiden sich zu den anderen sonstigen freiwillig Versicherten in der GKV. auch der Mindestbeitrag der Selbständigen ist per Gesetz höher angesetzt. Selbständige können unter eng gefassten Umständen einen Antrag auf Beitragsminderung stellen. dies ist aber an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

sonstige Freiwillige, die du als nicht erwerbstätig bezeichnest, sagen das ja schon in der Benennung, NICHT erwerbstätig aus, dass sie nicht selbständig sind und auch keine bis sehr wenige Einnahmen haben. diese Personen haben entweder überhaupt kein Einkommen oder so wenig Einkommen, dass sie sogar noch unterhalb der vom Gesetzgeber festgelegten Grenze für Einnahmen liegen. hier fallen auch Minijobber drunter, die keinen Anspruch auf Familienversicherung haben.

warum sollte ein selbständiger so geringe Beiträge zahlen, wenn er doch Einkommen hat?

nehmen wir mal einen nicht selbständigen - normal angestellten Arbeitnehmer.

er verdient pro Monat 2500 Euro brutto und zahlt daraus ca. 200 Euro KV und 35 Euro PV - also zusammen ca. 235 Euro pro Monat.

jetzt meine Frage: warum sollte ein Selbständiger weniger pro Monat zahlen sollen, als jemanden der angestellt ist oder jemandem gleichgestellt sein, der überhaupt oder so gut wie keine Einnahmen hat?

wenn du keine Beiträge nach deinem Einkommen zahlen willst, dann steht es dir ja auch frei in die PKV zu wechseln. dort ist Einkommen egal. Hauptsache du bist gesund und jung. in die GKV zwingen tut dich ja keiner.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
05.02.2016, 15:49

Es geht nicht darum, dass ein Selbständiger weniger zahlt, sondern, dass er erheblich mehr zahlt als ein Arbeiter oder Angestellter.

Laut KV-Rechner zahlt ein Selbständiger bei einem Bruttoeinkommen von 2500,- Euro 377,50 € pro Monat.

Bei einem Bruttoeinkommen von 1000,- Euro zahlt er 328,99 Euro.

Nachzurechnen hier: https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/beitragsrechner/

Stimmt der von mir angegebene Rechner nicht? Kannst Du mir vielleicht einen korrekten Online-Rechner nennen? Da wäre ich Dir sehr dankbar.

0

Weil du AG und AN in eins bist , sonst zählt AG und AN seine Beiträge 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
04.02.2016, 18:12

Aha. Fragt sich bloß, wovon man dann noch leben soll?

Als monatliches Bruttoeinkommen hatte ich 1000 Euro angegeben.

0

ein selbständiger hat kein monatliches einkommen !

ein nichterwerbstätiger bekommt ALG 1  oder ALG 2 , davon werden pauschalbeiträge zur gkv abgeführt .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
04.02.2016, 18:18

Ein nicht Erwerbstätiger ist doch nicht automatisch arbeitslos und war auch nicht automatisch vorher berufstätig! Was ist mit Einkünften aus Kapitalvermögen, z.B. Miete?

Und warum soll ein Selbständiger kein Einkommen haben?

Ein Arbeitsloser würde laut KV Rechner übrigens nur 11 Euro zahlen bei 1000 Euro Einkommen

0

Weil es da keinen Arbeitgeberzuschuss gibt. Der lag mal sauber bei 50% der Sozialversicherungsbeiträge. Zwischenzeitlich muss der Versicherungsnehmer bei der Krankenversicherung noch ein paar "Kröten" zu 100% alleine übernehmen. Variert aber je nach KV:

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
04.02.2016, 18:17

Bei einem selbständigen Einkommen von 1000 Euro bleiben dann noch 671,01 Euro übrig. Für Miete, Heizung, Strom. Essen und Kleidung fällt ja schon nicht mehr ins Gewicht.

0

Was möchtest Du wissen?