kurzzeitige Hochstufung von 6 auf 8 Stunden

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3 Antworten

Der Antwort von lenzing42 ist zuzustimmen:

Hier dürfen niemandem Minusstunden durch den Urlaub entstehen!!! Das Vorgehen des Arbeitgebers ist gegen die gesetzlichen Bestimmungen!

Die Berechnung des Urlaubs hat nichts mit den täglichen Arbeitszeiten zu tun, sondern richtet sich alleine nach der Anzahl der Arbeitstage pro Woche! Das ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG, das in § 3 "Dauer des Urlaubs" Abs. 1 sagt:

Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.

Hier ist nur von "Tagen" die Rede, nicht davon, wie lange an den Tagen jeweils gearbeitet wird!

Wenn ein Arbeitnehmer an 5 Tagen je 8 Stunden arbeitet, der andere jeweils nur 6, so haben beide doch Anspruch auf die gleiche Zahl von Urlaubstagen: der eine muss dann jeweils eben 8 Stunden nicht arbeiten, der andere 6 - so einfach ist das!

Ich halte mich nicht unbediungt für blöd: Aber die Rechnung von *drasaa verstehe ich nun überhaupt nicht!*

heconny 02.07.2013, 13:27

Ich habe jetzt herausbekommen, das es darum geht: wir arbeiten 30 h/woche und bekommen dafür unsern Lohn. Jwtzt bekommen wir einen Monat Lohn für 40 h/Woche. Unser Urlaub würde dann praktisch mit 8 Stunden bezahlt und nicht wie sonst mit sechs Stunden.

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Familiengerd 02.07.2013, 14:06
@heconny

Okay!

Dadurch ändert sich aber der Urlaubsanspruch nicht - und durch den Urlaub dürfen auch keine Minusstunden entstehen !!!

Wenn es sich nur um eine vorübergehende Erhöhung der Stundenzahl (und der entsprechenden Entlohnung) handelt, dann muss der Arbeitgeber für die Entlohnung während des Urlaubes (Urlaubsentgelt) einen Durchschnitt bilden aus den letzten 13 Wochen (bei monatlicher Abrechnung den Durchschnitt aus den letzten 3 Monaten) vor Beginn des Urlaubes.

Ansonsten gilt: Während eines Urlaubes muss der Arbeitgeber genau so bezahlt werden, als hätte er gearbeitet (das gilt ja auch für Feiertage, die auf Werktage fallen, an denen sonst gearbeitet worden wäre).

http://www.dingeldein.de/arb/urlaubsrecht.htm :

Der Arbeitnehmer erhält grundsätzlich das Gehalt, das er auch erhalten würde, wenn er arbeiten würde. Nach dem Bundesurlaubsgesetz bemisst sich der durchschnittliche Arbeitsverdienst nach dem Entgelt des Arbeitnehmers der letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubs. Bei einer monatlichen Abrechnung ist der Durchschnitt der letzten drei Monate zu berücksichtigen. Besonderheiten gelten bei Über- und Mehrarbeitsstundenvergütung. Sollte der Arbeitnehmer während des Berechnungszeitraums Mehrarbeit geleistet haben, so wird diese Mehrarbeit bei der Berechnung des Urlaubsentgelts berücksichtigt. Dies gilt sogar dann, wenn während es Urlaubzeitraums Mehrarbeit nicht anfällt. Andererseits wird während des Urlaubs anfallende Mehrarbeit nicht berücksichtigt, wenn der Arbeitnehmer während des Bemessungszeitraums keine Überstunden geleistet hat( Schaub § 102 VI § S. 885 oben). Nicht beachtet werden vorrübergehende Verdiensterhöhungen oder Kürzungen.

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Urlaub wird nicht nach Stunden berechnet,sondern nach Tagen,deshalb kann es m.E. auch keine Minusstunden geben.

Familiengerd 02.07.2013, 12:59

Genau so ist es !!!!

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Wenn schon, dann müssen die das richtig berechnen.

Die mittlere Arbeitszeit übers Jahr beträgt 6+2/12 stunden. Wer jetzt an einem 8 Stunden-Tag Urlaub nimmt müsste demnach -22/12 stunden angerechnet bekommen. Wer an einem 6 Stunden-Tag Urlaub nimmt müsste dann aber auch +2/12 angerechnet bekommen.

Alles unter der Voraussetzung, dass eine solche Verrechnung überhaupt legal ist. Aber wenn man es ausrechnet, kommen keine 2 Stunden dabei raus.

heconny 02.07.2013, 12:33

Wie oder wo bekomme ich heraus, ob das so legal ist?

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Familiengerd 02.07.2013, 13:04

Interessante Berechnung!

Nur: Bin ich zu blöde, um sie zu verstehen ?!? :-(

Ich würde mich ja einmal über eine Erläuterung freuen, wie sie zustande kommt.

Im übrigen ist es gerade die "Voraussetzung": Diese "Verrechnung" ist eben nicht gesetzeskonform/legal !!

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ralosaviv 02.07.2013, 16:58

@drasaa, mal einen Blick in § 11 BUrlG geworfen? Deine Rechnerei ist Unsinn.

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