Kurzsichtigkeit Brille- Linsenform

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3 Antworten

Natürlich muss das Brillenglas eine negative Brennweite haben, so muss es sein für Kurzsichtige. Um aber im gesamten Gesichtsfeld scharfes Sehen zu gewährleisten, kommt bei der Optimierung immer eine äußere konvexe Fläche raus, was vom Ansehen her auch viel gefälliger ist als eine äußere konkave Fläche. Schau mal nach, wo du was zu den Typen und Rechnungen der Brillengläser findest. Ein Stichwort dazu wäre Zeiss Punktal. Dazu gibt es auch ein Buch:

http://www.amazon.de/Die-ZEISS-Punktal-Story-Schumacher/dp/384485262X

Die meisten Brillengläser sind meniskenförmige Brillengläser, die Vorderfläche ist konvex und die Rückfläche ist konkav. Die Wirkung des brillenglases ist abhängig von der Größe der Radien. Ein BG mit Minuswirkung hat für die Rückfläche einen kleineren Radius als für die Vorderfläche. Beim BG mit Pluswirkung ist das genau umgekehrt. Die Wirkung des BG ergibt sich aus der Kombination der Flächenbrechwerte, der Medienkombination und der Mittendicke. Die Stichwörter sind also Flächenbrechwert, Brechwert, Medienkombination, Gullstrandformel. Bei Iinteresse findest du nähere Informationen in der Formelsammlung für Augenoptiker. Siehe Downloads (kostenlos für alle) unter www.optiker-skripten.de

deine überlegung ist korrekt - bikonkav wäre die einfachste lösung ..

ich versuchs mal möglichst einfach/verständlich zu erklären:

das auge bewegt sich hinter dem brillenglas - daher wäre es beim blick nach aussen viel zu weit von der vorderen glasfläche entfernt > es würden nicht unerhebliche sehfehler auftreten

nach langwierigen berechnungen kam man auf ein (fast ideales) verhältnis von 1:6 vorder/hinterfläche >>> sog. punktuelle abbildung

die gesamtstärke eines brillenglases ist

vordere fläche (in dpt) + hintere fläche (in dpt) + eine dickenabhängige Korrektur

beispiel; vorne +3,00 + hinten -7,00 = -4,00

die technischen erklärungen incl, fachausdrücke haben die kollegen ja schon geliefert

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