kurzgeschichte interpretieren hauptteil

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hallo,

ich bin kein Deutschlehrer aber war immer gut in Deutsch, also hier meine Antwort nach Gefühl:

zunächst bedeutet das Wort interpretieren = etwas als etwas auffassen, deuten,...

A Die Inhaltsangabe gibt neutral wieder, was in dem Text vorkommt.

in der B Deutungshypothese stellst du eine Behauptung auf, was du denkst, das der Autor damit sagen möchte, und in der

C sprachlichen Analyse und Interpretation suchst du Belege im Text für deine Deutungshypothese.

Also wenn die Kurzgeschichte extrem kurz lautet:

** "Geht ein Pferd in den Blumenladen und fragt: "Ham se Ma'geritten?"**

*So lautet die Inhaltsangabe in etwa

Ein Pferd betritt ein Blumengeschäft und erhebt zur allgemeinen Verwunderung die Stimme. Anstatt zu wiehern, erkundigt es sich in lupenreiner Aussprache, ob Margeriten vörrätig seien.

Die Deutungshypothese:

Der Autor will sein Publikum zum Lachen bringen.

Die Textanalyse/Interpretation:

DIe Geschichte erzählt eine skurille Begebenheit: Ein Pferd nimmt eine menschliche Rolle ein, es bewegt sich in womöglich urbanem Umfeld völlig frei und legt Verhaltensweisen an den Tag, die für sich schon komisch sind.

Der Autor weiß um die Wirkung dieses Bildes, das er in einem Satz dem Leser darbietet und wählt ganz bewusst eine knappe Sprache. "Geht ein Pferd in den Blumenladen," könnte alltäglicher und beiläufiger nicht klingen. "fragt" -Oha! Wie bitte? Der Leser möchte zurückgehen, den Anfang nochmals lesen, um sicherzugehen, dass er den Text richtig verstanden hat. Er realisiert, ja, tatsächlich, es handelt sich um einen Vierbeiner, der eine Blumenhandlung betritt und der sprechen kann. Ein erstes Schmunzeln beim einen oder anderen Leser macht sich bemerkbar, die Skeptiker unter der Leserschaft runzeln noch die Stirn ob soviel Dadaismus. Nun bedient sich der Autor der wörtlichen Rede. Das direkteste Mittel, um zwischenmenschliche Kommunikation zu Papier zu bringen. In diesem Fall bei einem Pferd. Und nicht genug, es folgt ein Wortspiel, das alle, die dem Humor des Autors folgen mögen, auf den Boden vor Lachen zwingt. Betont umgangssprachlich, ja genuschelt, man kann sich die Aussprache auf "Ruhrpott-Deutsch" vorstellen, fragt das Pferd : "Ham se Ma'geritten?" Und spätestens hier wird klar, die Geschichte gehört zu dem Genre Witz, und sollte idealerweise mündlich erzählt werden, anstatt gelesen werden. Denn dann kann die Frage des Pferdes unterschiedlich verstanden werden: "Haben Sie Margeritten?" Oder es frag, korrekt formuliertt: "Sind Sie schin einmal geritten?" Jetzt ist die Verwirrung groß! Was will das Tier? Blumen? Oder bietet es sich an für einen Ausritt?

Durch das abrupte Abbrechen der Geschichte wird der Leser im Unklaren über ihren Ausgang gelassen. Rufen die Blumenhändler, ja wen, die Feuerwehr? Das Tierheim? Den nächstgelegenen Reiterhof? Hat das Blumengeschäft Margeritten im Angebot? Wie wird das Pferd sie bezahlen? Handelt es sich um einen Überfall, besteht der Verdacht auf Mundraub? Der Autor regt durch das offene Ende die Phantasie der Leser bzw. Zuhörer an und lässt sie, im besten Falle lachend, zurück.*

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Viel Erfolg morgen!

Beginne mit dem "tatt-satz". Titel,Thema,Autor,Textsorte. dann eine inhaltsangabe. schreib, woraf will der autor hinauß? was will er mit der gschichte, dem text sagen? außerdem welche wortwahl ist gegeben. und du wirst texstellen belegen müssen. also z.b. ( Z: 5-6 "...." )

In der Inhaltsangabe schreibst du nur, was in dem Text vorgekommen ist,fasst es eben zusammen. In einer Interpretation gehst du darauf ein welche Aussage der Text aus deiner Sicht hat und wie du ihn interpretieren würdest.

,, In einer Interpretation gehst du darauf ein welche Aussage der Text aus deiner Sicht hat und wie du ihn interpretieren würdest. " Das muss man doch bei der Deutungshypothese schreiben?

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