Kurzfassung der Zwangsislamisierung des Irans?

2 Antworten

In aller Kürze:

Es herrschte Schah Mohammad Reza-Pahlavi bis 1979. Wegen seiner prowestlichen Werthaltung und Politik bei der islamistischen ebenso wiebei der marxistisch ausgerichteten Opposition verhasst, wegen seiner harten, Menschenrechte verletzenden Maßnahmen gegen die Oppositionsgruppen sowie wegen der Verweigerung demokratischer Reformen wurde er im Laufe einer islamistischen Revolution aus dem Lande getrieben und abgesetzt.

Ajatollah Chomeini, ein hoher islamistischer Geistlicher und ideologischer Führer der islamistischen Opposition, konnte die letzte vom Schah eingesetzte Regierung stürzen, weil sich das Militär neutral erklärte. Chomeini und seine Anhänger errichteten im Iran einen islamistischen Gottesstaat, der fast alle westlich orientierten gesellschaftlichen Fortschritte der Schahzeit beseitigte.

Statt der Diktatur eines weltlichen Schahs herrscht im Iran seitdem eine religiöse Diktatur der hohen Geistlichkeit,

MfG

Arnold

DH. 

In gewohnter Präzision auf den Punkt gebracht.

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Kurze Kurzfassung: Vor der "Islamisierung" herrschten (u.a.) im heutigen Iran seit rund 400 Jahren die Sassaniden. Mehrheitliche Religion der Zeit war der Zoroastrismus. Mitte des 7. Jahrhunderts zerbrach das Sassanidenreich und wurde bis zum Ende des Jahrhunderts von den islamischen Umayyaden erobert. Da diese nicht fähig waren, ein so großes Reich zu regieren, übernahmen sie mehrheitlich die Verwaltungsstrukturen der Sassaniden, was dazu führten, dass die persische Kultur und auch die Religion über lange Zeit noch erhalten bleib.

Die Übernahme des Islam war ein langer Prozess, da andere Religionen (wennauch unter Restriktionen und Benachteiligungen) weiter ausgeübt werden durften. Der Einsatz des Imams Ali zugunsten der Benachteiligten hatte übrigens großen Einfluss auf die Entstehung des Shiitentums.

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