Kurzes Gedicht über Deutsche Geschichte :)

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An die Gegenwartvergötterer

  • Ach, wir sind zu sehr befangen
  • in der eigenen Schlechtigkeit,
  • dss wir immer noch verlangen
  • immer nach der besseren Zeit.

    • Doch wir wollen uns bestreben,
    • wollen tun, wie ihr es tut,
    • und so ganz dem Guten leben
    • ohne allen Zweifelsmut.
  • Und wir wollen nicht mehr streiten,

  • wollen sehen, wie ihr es seht;
  • O wie gut sind unsere Zeiten,
  • und wie gut doch alles geht !

    • Gut ist alles, was bestehet,
    • und wie gut, dass ihr noch bleibt,
    • und für uns noch hört und sehet,
    • und für uns noch denkt und schreibt !

Hoffmann von Fallersleben ( 1841, Unpolitische Lieder II)

Auch hübsch: Ludwig Uhlands "Schwäbische Kunde"

Als Kaiser Rotbart lobesam

Zum heil'gen Land gezogen kam,

Da musst' er mit dem frommen Heer

Durch ein Gebirge, wüst und leer.

Daselbst erhub sich große Not,

Viel Steine gab's und wenig Brot,

Und mancher deutsche Reitersmann

Hat dort den Trunk sich abgetan.

Den Pferden war's so schwach im Magen,

Fast musste der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,

Von hohem Wuchs und starker Hand,

Des Rösslein war so krank und schwach,

Er zog es nur am Zaume nach,

Er hätt es nimmer aufgegeben

Und kostet's ihn das eigne Leben.

So blieb er bald ein gutes Stück

Hinter dem Heereszug zurück;

Da sprengten plötzlich in die Quer

Fünfzig türkische Reiter daher,

Die huben an, auf ihn zu schießen,

Nach ihm zu werfen mit den Spießen.

Der wackre Schwabe forcht sich nit,

Ging seines Weges Schritt vor Schritt,

Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken

Und tät nur spöttlich um sich blicken,

Bis einer, dem die Zeit zu lang,

Auf ihn den krummen Säbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,

Er trifft des Türken Pferd so gut,

Er haut ihm ab mit einem Streich

Die beiden Vorderfüß zugleich.

Als er das Tier zu Fall gebracht,

Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,

Er schwingt es auf des Reiters Kopf,

Haut durch bis auf den Sattelknopf,

Haut auch den Sattel noch zu Stücken

Und tief noch in des Pferdes Rücken;

Zur Rechten sieht man wie zur Linken

Einen halben Türken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus,

Sie fliehen in alle Welt hinaus,

Und jedem ist's, als würd ihm mitten

Durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.

Drauf kam des Wegs 'ne Christenschar,

Die auch zurückgeblieben war,

Die sahen nun mit gutem Bedacht,

Was Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat's der Kaiser vernommen,

Der ließ den Schwaben vor sich kommen,

Er sprach: »Sag an, mein Ritter wert!

Wer hat dich solche Streich gelehrt?«

Der Held bedacht sich nicht zu lang:

»Die Streiche sind bei uns im Schwang,

Sie sind bekannt im ganzen Reiche,

Man nennt sie halt nur Schwabenstreiche.«

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Dieses Gedicht gibt es nicht, wenn ja, dann würde es mich schwer interessieren. Wir brauchen nicht die feierliche Form eines Gedichtes, somdern eine nüchterne Darstellung, eine Dokumentation mit wesentlichen Fakten.----- Ein Volk mit dieser dichten Vergangenheit, mit dieser Turbulenz, mit diesen Irrungen und Wirrungen, mit dieser "Seele" hat seine Eckdaten, nicht aber Ruhm und grenzenlose Ehre. -----Maach et loos ! Maach et halblang! Sef bescheijden! Loss aver och de Kopp net hängen!

das ist eine wunderbare Version der deutschen Geschichte - und so erfreulich "feierlich" - super°

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"Als die Römer frech geworden" von Victor von Scheffel ist ein bekanntes Gedicht über die deutsche Geschichte - kurz ist es allerdings nicht.

Boah, Du machst mir Spaß.

Ein Gedicht über die deutsche Geschichte.

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, Deutscher Bund, Revolution, 2. Kaiserreich, Weltkrieg, Revolution, Weimarer Republik, 3. Reich, Weltkrieg, Deutsche Teilung, Deutsche Einheit - in acht gereimten Zeilen oder wie?

Hilft das irgendwas? http://www.deutschelyrik.de/

Das Gedicht muss sich auch nicht reimen, ich muss es sowieso noch ins Englische übersetzen.. :)

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Ironischerweise hat uns unsere Englischlehrerin (Frau Malze) das gleiche aufgegeben :-)

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