Kurze Erläuterung der Dolchstoßlegende?

2 Antworten

An der Westfront war der Krieg zu einem Grabenkrieg erstarrt. Keine Seite machte Geländegewinne. Auch haben wenige Schlachten stattgefunden.

Gleichzeitig verschlechterte sich die Situation in Deutschland. Als die Marineführung beschlossen hatte, die Flotte zu einer militärisch völlig sinnlosen entscheidenden Seeschlacht gegen die Royal Navy auslaufen zu lassen, meuterten in Kiel die Matrosen, woraus sich die Revolution ergab, die zur Abschaffung der Monarchie und zur Kapitulation führte.

Da die deutschen Streitkräfte keine entscheidende Schlacht verloren hatten, konnten deren Leiter, Hindenburg und Ludendorf, behaupten, der Krieg wäre nur verloren worden, da dem unbesiegten deutschen Soldaten aus der Heimat der Dolch in den Rücken gestoßen worden sei.

In Wirklichkeit war der Krieg auch ohne Entscheidungsschlacht verloren, insbesondere, da die deutschen Armeen waffentechnisch ins Hintertreffen geraten waren (Panzer).
Daher handelt es sich um eine Legende.

Die Oberste Heeresleitung nach dem 1. Weltkrieg die These verbreitet, dass das deutsche Reich nur verloren hat, weil böse Kommunisten und Sozialdemokraten (Vaterlandslose) ihnen von hinten nen Dolch in den Rücken gerammt haben, weil sie ja "im Felde unbesiegt waren". Wurde wahrscheinlich erfunden, um sich nicht den Tatsachen stellen zu müssen, nämlich, dass das Reich am Ende war. Wurde deswegen auch gerade von den rechten Freikorps mit Begeisterung aufgenommen, so hatten sie ja nen Sündenbock. Später waren dann auch die Juden schuld...

Btw, das ist absoluter Bullshit. Die herrschenden Eliten wollten die Suppe nicht auslöffeln und waren froh, dass der Versailler Vertrag von Bürgerlichen geschlossen bzw. akzeptiert werden musst.

vergessen: die Dolchstoßer kamen aus dem eigenen Land, also dem dt. Reich, und haben die Fronttruppen nicht unterstützt, im Gegenteil

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