Kurz vor Abschluss einer BU-Versicherung starke Rückenschmerzen - was tun?

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6 Antworten

Ich empfehle dringend, von Beginn an mit offenen Karten zu spielen. Gehe ganz normal zum Arzt und lasse die Schmerzen abklären. Ich würde legiglich aufpassen, dass der Arzt keine Verdachtsdiagnosen aufbauscht, um höher abrechnen zu können oder um Massagen verschreiben zu können. Das sollte man vorab vielleicht mit ihm besprechen.

Wahrscheinlich ist es gar keine chronische Erkrankung und auch kein Dauerschaden, sondern lediglich eine Verspannung o.ä.

Für den Antrag auf BU kannst Du dann die Untersuchung und das Ergebnis offen kommunizieren und per Risikovorabanfrage klären, welchen Einfluss das auf den Schutz hat. Sollten Zuschläge oder Leistungsausschlüsse vereinbart werden müssen, kannst Du diese im Laufe der Jahre auch wieder herausnehmen lassen, wenn Du positive Atteste vorlegen kannst.

Das Wichtigste aus meiner Sicht ist es, die Behandlung nicht herauszuzögern und den BU-Schutz ohne Tricks und doppelten Boden zu beantragen.

Hallo Zitrone26,

deine Bedenken sind berechtigt. Solltest du zum Arzt gehen müssen, bist du verpflichtet diesen Besuch der Versicherung anzuzeigen. (Bei Antragsstellung… Gesundheitsfragen) Solltest du dies verschweigen wollen und die Versicherung bekommt es bei der Leistungsprüfung heraus, hast du einen von den Fällen, die wohl vor Gericht enden. Leider hält sich das Gerücht sehr hartnäckig, dass Versicherungen im Leistungsfall die Zahlung verweigern. Die kann ich nicht bestätigen. Vertraut man den Zahlen des GDV, landen gerade einmal 2-3% der Leistungsfälle vor Gericht. Interessant wird es erst, wenn man sich anschaut wir oft Versicherungen vor Gericht verlieren… nämlich in den wenigsten Fällen.

Richtig ist, dass es einige Gesellschaften am Markt gibt die, die Regulierung hinauszögern. ( Leider ) …. Doch auch diese Gesellschaften sollten mittlerweile den meisten bekannt sein.

Zu deiner Frage: Nachdem du den Arzttermin wahrgenommen hast, kannst du mit einem Ausschluss der Rückenpartie rechen. Das große Problem mit BU- Versicherungen ist nicht die Leistungsbereitschaft, dass Problem liegt vielmehr darin, eine BU ohne Ausschluss zu bekommen.

Fazit:

Sei ehrlich bei Antragsaufnahme… alles andere bringt dir nichts.

hallo,

ja, leider zu spät. ein gutes beispiel für alle leser hier. wir warnen immer davor, erst dann die versicherung abzuschliessen, wenn die ausbildung beendet ist. aber das hilft dir jetzt nicht, bitte lasse dir die genaue diagnose mitteilen, suche einen makler auf der in der lage ist, eine anonyme risikoanfrage an viele versicherer zu stellen und prüft die ergebnisse. ich verfahre in solchen fällen immer so, weil sobald du bei einem versicherer den antrag stellst und der ablehnt oder risikoasschlüsse oder risikobeiträge einfordert, bist du auch im HIS rechner der versicherungswirtschaft (sonderwagnisdatei) und musst es immer angeben.

viel erfolg

dickie59

Also es gibt schon Möglichkeiten, sofern du vorher noch nie wegen solcher Geschichten beim Arzt warst. Du könntest mit deinem Arzt reden und ihn fragen, ob für diesen Fall eine Privatrechnung ohne Meldung an die Krankenkasse möglich wäre. Ebeno muss er dann allerdings auch die Behandlung aus deiner Akte raus lassen. Ansonsten bleibt dir nur die Möglichkeit zum Arzt zu gehen und bevor du einen Antrag stellst eine Risikovoranfrage bei den Versicherungen zu machen. Tip von mir. Es gibt in meinen Augen nur gänzlich 3-5 Anbieter am Markt, welche wirklich beste Bedingungen haben. Auszeichnungen haben viele, aber hier trennt sich die Spreu im Kleingedruckten des Bedingungswerkes. Sollten weitere Fragen bestehen, dann einfach melden.

Candlejack 07.03.2014, 09:05
ob für diesen Fall eine Privatrechnung ohne Meldung an die Krankenkasse möglich wäre.

Wenn in den Gesundheitsfragen steht, ob es Untersuchungen und Behandlungen wegen was gab, dann interessiert die BU nicht, ob die über die KK liefen. Wenn er dann nein sagt und er hatte welche (ob nun privat oder nicht), steht er mit einem Bein bereits in der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

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Berater1966 07.03.2014, 09:39
@Candlejack

das mag sein, aber eine rein private Behandlung ohne jede Registrierung in der Akte erscheint nirgends und kann auch nicht mehr nachkontrolliert werden. Mein Kumpel ist Arzt und über dieses Thema habe ich ausführlich mit ihm gesprochen. Wenn jedoch bereits ein Vermerk in der Krankenakte existiert, dann kann man das getrost vergessen. Hier ist die Anzeigepflicht definitiv angeraten. Wie gesagt, ich würde hier über die Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern gehen.

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Candlejack 07.03.2014, 20:20
@Berater1966

Die Gesundheitsfragen fragen aber nicht danach, ob eine aktenkundige Behandlung stattgefunden hat, sondern grundsätzlich eine. Und es gibt viele Möglichkeiten für die Versicherung, sowas festzustellen, das haben schon andere versucht. Selbst eine rein private Behandlung wird irgendwo notiert oder der Arzt arbeitet schwarz und den Arzt möchte ich erleben, der das riskiert.

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Das ist das Dilemma, weswegen man so früh wie möglich und noch im Studium eine BU abschließen sollte. Man weiß nie, wann es einen erwischt und man Probleme mit einem Antrag bekommt.

Wenn Du umgehend eine BU machst und ja in den Gesundheitsfragen auch wahrheitsgemäß angeben kannst, dass es keine Behandlungen, Untersuchungen etc. gab, aber Du dann 3 Wochen nach Abschluß zu einem Arzt rennst, hast Du in einem Leistungsfall IMMER eine irre Prüfung vor Dir, weil die Versicherung dann natürlich Lunte riecht. Das sind dann wieder die üblichen Fälle "die wollen nicht zahlen und drücken sich, wo sie können". Anders wird es aber nicht gehen.

Du kannst maximal einen Arzt aufsuchen, das Ding diagnostizieren, behandeln und ausheilen lassen und mit ganz sauberen Unterlagen einen Berater aufsuchen, der das mit Dir ganz sauber im Antrag durchzieht. Ich hab nämlich auch schon solche Fälle durchbekommen. Macht aber Arbeit und muss korrekt gemacht werden.

Zu einer BU gibt es leider keine wirkliche Alternative. Darum so früh wie möglich, dann sind die Preise tief und die Gesundheit noch gut.

BU versischerungen klagen sehr gerne viele haben die versischerung und die zahlen garnicht oder erst nach jahren

Berater1966 06.03.2014, 11:02

Was ist das denn schon wieder für eine Aussage? Das stimmt doch garnicht. Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass die Versicherungen nicht zahlen? Das ist etwas, was gerne von den Medien so verbreitet wird. Ihr solltet euch lieber mal fragen, welcher Nutzen dahinter steckt, wenn die Medien so etwas berichten? Es gibt vereinzelte Fälle, die vor Gericht verhandelt werden oder eben mit den Billigversicherern zu tun hat. Bei den guten Versicherungen jedoch hat es in aller Regel immer mit einer Anzeigepflichtsverletzung seitens des Versicherten zu tun. Ich kann diesen Müll bald nicht mehr lesen.

Wer meint, dass er sich hier lieber das Geld sparen kann, der muss leider dann auch mit den Konsequenzen leben. Bleibt einfach mal objektiv und redet nicht einfach irgendeinen Mist daher.

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Candlejack 07.03.2014, 09:06
@Feuerweher

Das ist eine überhaupt nicht belegbare Aussage. Aber Hauptsache drauf auf die bösen Versicherungen. Es gibt Gerichtsquoten und es gibt Anerkennungsquoten, weitab von jeder Polemik.

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