Kursbeste nach Ausbildung nicht übernommen wegen Kind, rechtens?

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7 Antworten

Ja, eine Klage haette in diesem Fall eine gute Aussicht.

Leider ist die Realitaet immer noch Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Auch wenn besagte Dame nicht schwanger gewesen waere, sondern nur im geburtsfaehigen Alter, haette es Arbeitsgeber geben koennen, die den Mann vorgezogen haetten.

nein, der Arbeitgeber muss nicht den Prüfungsbesten übernehmen. Kein Arbeitgeber wird gezwungen einen bestimmten Azubi oder Bewerber zu nehmen. Das ist die Entscheidung des Arbeitgebers. Er muss sie ja auch bezahlen. 

Dazu kommt noch, dass der Arbeitgeber die vorhandenen Stellen doch zuerst einmal an die besten vergeben muss oder?

Nein! Der AG muss sogar niemanden übernehmen, wenn er das nicht will. Er kann auch einen Übernehmen der durch die Prüfung gefallen ist mit der Auflage, diese nachzuholen und zu bestehen (meist daher erst mal befristet).

Wenn der AG einem die Chance bietet, z.B. in Form der Bewerbung/Vorstellung, so darf er nicht gegen den Bewerber entscheiden, weil sie eine Frau ist, ggf. Schwanger oder Mutter... (AGG - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz).

Wenn er ihr diese Möglichkeit aber erst gar nicht bietet, dann ist es völlig ok.

Der beschriebene Ablauf wird von einem Arbeitsgericht als Indiz für einen Verstoß gegen das AGG gewertet werden, wenn der ArbG nicht sehr gut und glaubhaft erklären kann, dass der männliche "Bewerber" trotz der schlechteren Noten der bessere bzw. geeignetere Mitarbeiter ist.

Der ArbG muss nicht die Stelle an den vergeben, den ein Dritter für den vermeintlich Besten hält. Er muss aber darlegen, warum der Ausgewählte der Beste oder Geeignetere ist.

Ob eine Klage Erfolg hat, weiß man immer erst hinterher. Wenn hier keine kriegsentscheidenden Details unterschlagen wurden, würde ich es versuchen.

Danke für die HILFREICHE Antwort ;)

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Tsja so läuft das meist. Ging mir auch so. Bin sieben Monate vor Ausbildungsende schwanger geworden, hab die Ausbildung trotzdem gut abgeschlossen, wurde aber wegen Kind nicht übernommen obwohl ich vor der Schwangerschaft schon gesagt bekommen hatte ich würde übernommen.

Das sagt man natürlich nur hinten rum und nicht vor Zeugen. Machen kann man da nicht viel.

Der Chef kann sich ja andere Gründe ausdenken warum man nicht übernommen wird.

Laut Gesetz ist es nicht erlaubt, jemanden aufgrund einer Schwangerschaft oder vorhandener Kinder nicht zu übernehmen

Das steht mit Sicherheit nicht in der Kündigung^^

Dazu kommt noch, dass der Arbeitgeber die vorhandenen Stellen doch zuerst einmal an die besten vergeben muss oder?

NÖ !

Der Arbeitgeber muß gar nixx...

Er muß nur an sein Unternehmen denken !

Und welcher Mitarbeiter der bessere ist...entscheidet nur der Ag

Eine junge Mutter mit Kind/en ist ein zu hohes Risiko :-((

Das "tolle" Gesetz...das Mütter sich krank schreiben lassen können...obwohl es ihnen ja gut geht...nur weil das Kind krank ist...ist Gift für jedes gewinnorientierte Unternehmen !!!

Wie also konnte der AG diese Kündigung rechtfertigen?

Muß er das denn ?

Wie kommst du denn darauf ?

vom Betrieb nicht übernommen wurde,

...ist doch ganz was anderes^^

Und ist eine Klage in diesem fall ratsam?

Um die Fage beantworten zu können, müsste man mehr über die genauen Umstände wissen...

Ok, ich kenne die genauen Umstände ja nicht, aber ich dachte immer, da eine Kündigung in der probezeit ohne Angabe von Gründen erfolgen kann, muss eine Kündigung im anderen Fall auch begründet werden.. klar, dass das muttersein eben nicht als solche gegeben werden kann. Laut unserem Tarifvertrag muss man auch (solang Stellen vorhanden sind) nach erfolgreich bestandener Ausbildung ein jahr lang übernommen werden.. und ich bin sicher gelesen zu haben bei Verdi, dass dies bei wenigen stellen nach bestenliste geschieht

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@norma1991

Das "tolle" Gesetz...das Mütter sich krank schreiben lassen können...obwohl es ihnen ja gut geht...nur weil das Kind krank ist...ist Gift für jedes gewinnorientierte Unternehmen !!!

moin Fritz ♥

kleine Korrektur:Diese Ausfälle müssen NICHT vom Unternehmen bezahlt werden, dies bezahlt die Krankenkasse (mit finanziellem Abschlag allerdings), bei der die Kinder versichert sind. Die Mütter sind nicht krankgeschrieben; aber sie haben so 10 Tage pro Kind (alleinerziehend 20 Tage) die Möglichkeit., sich um ein erkranktes Kind bis einschließlich dem 11. Lebensjahr - zu kümmern.

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Der AG muss nicht den Besten uebernehmen. Das ist seine Entscheidung.

Aber laut Verdi müssen doch die zu vergebenden Stellen zuallererst über die bestenliste ausgewählt werden dachte ich

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@norma1991

Ich glaube nicht, dass das den AG interessiert. Wuerdest du als AG eine Frau uebernehmen, diie schon waehrend der Ausbildung schwanger ist? Ich nicht.

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Da bist du aber offensichtlich unzureichend informiert. Mittlerweile kann man als ArbG nicht mehr einfach einstellen, wen man will. Wenn ein abgelehnter Bewerber mit gleichen oder besseren Voraussetzungen klagt, muss der ArbG beweisen, dass er NICHT gg. das AGG verstoßen hat, nicht umgekehrt. Das kann in einem Fall wie hier vorgestellt schnell 3 Monatsgehälter Schadenersatz kosten.

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@ralosaviv

Das kann in einem Fall wie hier vorgestellt schnell 3 Monatsgehälter Schadenersatz kosten.

Lol...ja und ?

Das juckt mich als Arbeitgeber deutlich weniger, als eine Mitarbeiterin zu haben, die alle Nase lang ausfällt...

Weiter geht es mit dem Theater, das die immer in den Ferien oder vor Feiertagen frei haben wollen...sorry, sowas kann sich nicht jede Firma leisten

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@ralosaviv

Das kommt drauf an, wie das Verfahren lief. Wurde direkt aus dem "Pool" der Azubis eingestellt, kann so eine Klage erfolgt haben. Kann... muss aber nicht. "Passt nicht ins Team", "Ist unfreundlich" usw. sind Gründe für eine abgelehnte Übernahme, die von Gerichten auch anerkannt wird (wenn es sich belegen lässt bzw. das Gegenteil nicht).

War eine direkte Übernahme ausgeschlossen und die Azubis mussten sich auf die Stelle noch mal neu Bewerben (und sei es nur intern), so gilt was für jede Bewerbung gilt. Da können schon ganz andere Faktoren zählen.

Beliebtester Grund ist sowieso "Passt nicht ins Team" und/oder "Passt nicht in die zu besetzende Stelle"

Nur weil man die Beste ist, ist man für die Stelle noch lange nicht geeignet. Es erfordert ja mehr als nur fachliche Kenntnisse.

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Haha, was wuerdet du als AG machen? Investierst in die Ausbildung einer Mitarbeiterin und die schafft es noch nicht einmal waehrend der Ausbildung zu verhueten. So jemanden muss man schnell los werden, sonst droht kleinen Unternehmen langfristig der Ruin.

Bei solchen Leuten und Gesetzen werden Frauen erst recht diskriminiert und bekommen keine Jobs. Diede Erfahrung habe ich damals gemacht.

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