Kurierdienst - sich selbstständig machen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Problem ist wie Heidrun1962a schon gesagt hatte Dein Arbeitgeber. Dieser muss es wissen wenn Du eine andernweitige Tätigkeit ausübst. Aus mehreren Gründen:

  • Du musst lt. Arbeitszeitgesetz zwischen den Schichten 11 Stunden Pause haben
  • Du darfst am Tag nicht mehr als 10 Stunden arbeiten, und auch nur wenn im Dreimonatsschnitt nur 8 Stunden täglich anfallen.

Also muss im Zweifelsfalle Dein jetziger Arbeitgeber oder Dein zukünftiger Arbeitgeber auf einen Teil Deiner Arbeitskraft verzichten, da sonst die Arbeitgeber gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen. Und wer will schon jemanden 100% bezahlen und nur 80% Arbeitskraft dafür erhalten....

Auch geht es um den Versicherungsschutz, Dein Arbeitgeber zahlt für Dich Versicherungsbeiträge und Du arbeitest dann nebenbei selbständig, obwohl Du Dich bei einer selbständigen Arbeit selbst versichern müsstest und sparst Dir die Beiträge und Dein jetziger Arbeitgeber zahlt für Dich und wenn mal was passiert, dass Du bei Deiner selbständigen oder anderen Arbeit krank wirst, muss Dein Arbeitgeber auf Dich verzichten...

Das alles ist gar nicht so einfach wie es sich mancher vorstellt...

Der jetzige Arbeitgeber muss auf jeden Fall Bescheid wissen und seine Zustimmung geben, sonst geht gar nichts.

Weiteres Problem: Bist Du bei Deinem zukünftigen Zweitarbeitgeber angemeldet oder auf selbständiger Basis. Wenn auf Selbständiger Basis ist auf jeden Fall zu beachten nicht in die Scheinselbständigkeit abzurutschen....

Um nicht Scheinselbständig zu sein braucht ein Kraftfahrer auf jeden Fall ein eigenes Fahrzeug, das Du ja haben willst und evtl. mehrere Arbeitgeber, nicht nur der eine. Du darfst nicht von einem Arbeitgeber abhängig sein, d.h. Du musst selbst entscheiden was Du wo und wann fährst, Du musst selbst "Rechnungen" schreiben und nicht von diesem einen Arbeitgeber "lohn kassieren", sonst sieht Dich mancher Sachbearbeiter beim Finanzamt schnell als scheinselbständig. Google mal nach Scheinselbständigkeit, das ist ein heikles Thema...

Vielen vielen lieben Dank für die umfangreiche Antwort. Steuer- und versicherungsrechtliche und den Körper bzw. die Seele belastende Aspekte hatte ich zwar berücksichtigt, jedoch war ich über die Arbeitszeitgesetze nicht im Klaren. Mal schauen was sich so im Laufe der Zeit ergibt.

Frohe Ostern!

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Was sagt dein jetziger Arbeitgeber zu dieser Tätigkeit? Darfst du laut Ausbildungsvertrag überhaupt so eine Arbeit übernehmen?

Solange ich nichts in der gleichen Branche mit meinem Ausbildungsbetrieb was anfange, gibts es keine Probleme. Da der Betrieb aufgrund der Verbandsvereinbarung regional ein Monopolist ist, ist es ausgeschlossen und die Probleme, die sich mit sich bringen würden auch.

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@BigPoppa38

Du brauchst vom Arbeitgeber die Zustimmung, dass du eine weitere (bezahlte) Tätigkeit machen darfst. Denn deine frei Zeit ist zur Erholung gedacht. Bei uns in der Firma ist eine Nebentätigkeit nicht erlaubt und führt zu sofortiger fristloser Kündigung.

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Eine gute Vorbereitung zu Hartz4

Die Sinnlosigkeit deiner Antwort war glaube ich auch der Sinn der Sache..

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@BigPoppa38

Nein - solche Versuche der Selbstständigkeit landen meist in Insolvenz - danach Hartz 4

Sinnlos ist leider dein Ansatz der Selbstständigkeit

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@gejaf

Genau so sieht es aus. Ohne zu überlegen, solche Gedanken in die Tat umzusetzen, geht nach hinten los. Ganz zu schweigen über das negative Ausbildungszeugnis bei einer Kündigung des Ausbildungsbetriebes, wo kein neuer Job folgen wird, denn der nächste Betrieb wird sich bei der alten Firma erkundigen, warum die Ausbildung von seiten der Firma abgebrochen wurde.

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@gejaf

Naja..ich habe noch nicht einmal mich fest entschlossen und da kommst Du mir mit Insolvenz und bla bla bla. Mit einem kleinen Transporter hätte ich sowieso nicht viel zu verlieren denke ich. Und was Hartz 4 anbelangt, wenn die Idee scheitern sollte, würde ich weiterhin meine Ausbildungsvergütung einkassieren, was dem Hartz 4 widerspricht. Und die Idee, sich mit einem Speditionsunternehmen selbstständig zu machen, schießt einem zuerst durchs Gehirn, da man nicht allzu viel Kapital einbringen muss, was ich mir auch anders nicht leisten kann.

Auf Antworten wie deine kann ich echt verzichten. Nicht einmal verstehen was Sache ist, aber in kurzen und knackigen Sätzen mir ''behilflich'' sein bzw. mich indirekt runtermachen. Ein sinnvoller Ansatz der Selbstständigkeit wäre für dich glaube ich eine Milliardeninvestition...

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Kurierdienst gründen / Kosten

Hi Leute!

Ich habe paar Pläne für die Zukunft bezüglich der Gründung eines eigenen Kurierdienstes:

Bitte keine Antworten wie: "Schlag dir das aus dem Kopf, das wird nichts" und haste nicht gehört"

Ich habe an ein Unternehmen gedacht, welches auch Sonntags und Feiertags liefert, einfach um einen gewissen Service und Standart festzulegen.

Jetzt die Frage was dies an Kosten gibt? Eigene Transporter sind natürlich selbstverständlich, aber wieviele zum Anfang?

Ich dachte auch daran dazu ein Versandhaus zu eröffnen und z.B. gleich bei Bestellung das Paket mit dem eigenen Kurierdienst zu versenden.

Was kostet so ein Versandhaus? Wieviel sollte ich an Startkapital haben?

Bitte sonst noch weitere Antworten was euch dazu einfällt!

MfG TheFive

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Selbstständig als Lieferant?

Ich weiss die Frage gibts im Netz recht oft, aber bei mir ist es etwas anders:

Ich fahre derzeit für eine relativ große Stahl-Handels-Firma 1x/Woche rund 8-9h mit einem Pritschenwagen, liefere diverse Eisen-Rohmaterialien aus, und erledige auch so kleinere Wege für die Firma, wo sie keinen von den großen LKWs hinschicken wollen.

An jedem Wochentag fährt ein anderer Fahrer mit der Pritsche, da jeder nur geringfügig, also rund 10h/Woche, angemeldet ist.

Nebenbei besuche ich noch eine Htl.

Ich weiß dass die Firma pro Lieferung(Steiermark) pauschal €69,- kassiert.

Ich hab am Tag zwischen 2 und 10 Kundschaften, meistens sind es 4-5.

Da ich den Job wirklich sehr gerne mache, gern neue Gegenden entdecke und ich die HTL an den Nagel hängen will, hab ich mir gedacht ich besorg mir selber ne Pritsche, und fahre dann mit meinem Fahrzeug für die selbe Firma. Alles natürlich nach Absprache mit dem Chef.

Meine Rechnung wäre wie folgt:

Im Schnitt 4 Kunden pro Tag, je €69,- ergeben €275,- pro Tag! Das ganze x22 Arbeitstage, ergibt ein Monatseinkommen von brutto €6050,-

Von diesen €6.050,- müssen dann

€1.358,73 Sozialversicherung, €946,37 Einkommenssteuer, sowie die Leasingrate+Vers. für den Pritschenwagen abgezogen werden.

Ergebnis: €3.694,90

Hört sich erst mal viel an, allerdings müsste ich davon wiederrum meine eigenen Ausfälle wie zb Krankenstand oder Urlaub bezahlen. Hinzu kommt noch die Wartung bzw event. Reparaturen des Fahrzeugs.

Büro bzw Lagerflächen wären nicht zu mieten.

Was meinen die Experten?! Sollte ich mich mit dieser Idee an meinen Chef wagen?! Ist sowas für einen Chef überhaupt attraktiv oder ist das eher lächerlich?!

Bitte die Sinnhaftigkeit dabei ausblenden, ich bin wirklich gern im Auto unterwegs, komme rum, sehe mein schönes Österreich aus allen Ecken, könnte mir meine Zeit recht frei einteilen und würde obendrein ein wenig mehr am Ende des Tages verdienen.

Lg Gustl ✌✌

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