Kurbeln die Flüchtlinge unsere Wirtschaft an?

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14 Antworten

Sie kurbeln antürlich nicht die Wirtschaft an, das anzunehmen ist weltfremd. Wäre dies möglich auf diese Weise, dann bräuchte man ja nur das Arbeitslosengeld und die Renten erhöhen und schon setzt ein Boom ein. Diese Annahme entspricht in etwa Münchhausen, der sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf zieht.

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Kommentar von TUrabbIT
21.11.2016, 09:35

Nun das ist zumindest eine Maßnahme die bei Wirtschaftsexperten umstritten ist, aber sicherlich einen teilweise positiven Effekt hätte.

Wobei der Faktor "Arbeit muss sich lohnen" nicht zu vergessen ist dabei.

Wenn man das Einkommen der Menschen erhöht, werden diese auch mehr Geld ausgeben und damit die Wirtschaft verbessern.

Ist doch auch logisch, wenn ich mir weniger Sorgen machen muss um meine finanzielle Versorgung, kann ich großzügiger Geld ausgeben. Zum Beispiel für bessere Lebensmittel, Reperaturen die ich aufgeschoben habe, Unterhaltungsmedien die ich mir wünsche etc.

Warum sonst pumpt die EZB das ganze Jahr unglaublich viel Geld in die Märkte und schenkt den Banken schon fast das Geld?

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Ja, zumindest indirekt.

Für die Bewältigung der Flüchtlingskrise wurden in Behörden und in der Verwaltung viele Arbeitsstellen geschaffen, auch im Sozialen Bereich: Schulen, Kindergärten etc. suchen nach Lehrern und Erziehern etc.

Nicht zu vergessen sind auch private Sicherheitsfirmen.

Auch musste viele Gebäude und Container gemietet werden um die Flüchtlinge unterzubringen, das spült natürlich auch Geld in die Wirtschaft.

Dazu kommt, das nun von der Regierungen Investitionen in den Sozialen Wohnungsbau bzw. allgemein in den Wohnungsbau getätigt werden, die schon lange überfällig waren und das fördert natürlich stark die ganze Baubranche. Das ist dringend nötig, denn zumindest in Dortmund und bestimmt in vielen Universitätsstädten ist der Wohnungsmarkt überlastet.

Ein weiterer nicht zu vergessener Effekt ist der des Konsums, die Flüchtlinge erhalten größtenteils finanzielle Unterstützung, diese fließt zumindest teilweise weiter in die Wirtschaft durch Kauf von Kleidung, Essen, Smartphones, Telefon bzw. Internet Tarife etc.

Wie stark der direkte Effekt durch Flüchtlinge in Arbeit sein wird, wird sich zeigen. Das ist abhängig davon wie schnell diese Unterkünfte finden, Aus- bzw. Weiterbildungen abschließen oder ihre bisherigen Ausbildungen anerkannt bekommen.

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Kommentar von TUrabbIT
21.11.2016, 09:41

Pro: Es kommt massiv Geld in den Umlauf und Arbeitsstellen werden geschaffen.

Kontra:

Viele Flüchtline senden das erhaltene Geld an ihre Familie/Verwandschaft in ihren Heimatländern.

Ein Teil der Flüchtlinge ist sehr schlecht bzw. gar nicht gebildet und muss erst aufwendig gebildet werden um der Wirtschaft zu nutzen.

Einige werden Arbeitslos bleiben und dadurch nur durch Konsum der Wirtschaf nützen, aber ansonsten eher dem Staat schaden.

Ein Teil der Flüchtlinge wird die Ausbildung und Förderung in Deutschland nutzen, aber dann damit in die Heimat oder in ein anderes Land gehen um dies in Arbeit umzusetzen.

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Das Geld, das die Flüchtlinge als Unterstützung bekommen, tragen sie umgehend in die nächsten Geschäfte und steigern damit den Umsatz. Das bringt wiederum Steuereinnahmen und sichert Arbeitsplätze.

Nicht zu vergessen die wirtschaftliche Situation im Umfeld, beispielsweise beim Wohnungsbau.

Wenn halb Deutschland jammert wegen der Kosten für Flüchtlinge, aber zum Beispiel das Land Hessen den besten haushaltsabschluss seit Jahren hat, kann es ja wohl nicht gar so schlimm sein.

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Pro: https://www.welt.de/wirtschaft/article155337752/So-kurbeln-Fluechtlinge-die-deutsche-Wirtschaft-an.html

Flüchtlinge und Nullzins-Politik, zwei Dinge, die in der öffentlichen Wahrnehmung eher kritisch gesehen werden, treiben die Wirtschaft. Die Unterbringung, Bekleidung, Ernährung und Integration kostet nicht nur Geld, sie regt auch die Konjunktur an. Es müssen Unterkünfte gebaut werden, für die Erstunterbringung. Die finanzielle Unterstützung für Flüchtlingen werden wieder in den Umlauf gebracht (Einkäufe etc.). Der Staat verdient mit (Mehrwertsteuer).

Später brauchen die Menschen richtige
Wohnungen. Zur Integration sind Sprachkurse nötig. Alles kostet Geld, viel Geld sogar, wie die Planung des Bundesfinanzministers zeigt. Nur sorgt es eben auch für die Nachfrage, zum Beispiel beim Bau. Der profitierte außerdem vom milden Winter.


Kontra:

Sie dürfen nicht arbeiten. Das sollte die Bundesregierung ändern.





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800.000 Menschen mehr bedeuten ca. 1 % mehr Nachfrage. Ist also vorhanden, aber ohne Bedeutung.

Dann einige Stellen, die in der Verwaltung geschaffen wurden. Die Containersiedlungen mit Sicherheitsdiensten.

Aber die Auswirkungen auf unser BIP sind marginal.

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Ihretwegen wurde der Behörden- und Verwaltungsapparat extrem aufgebläht. Man schaue nur auf die Beschäftigungszahlen bei Amt für Migration vorher und nach der Flüchtlingsinvasion. Die Beamten dazu wurden von anderen Dienststellen abgezogen (dienstverpflichtet).

Wie soll das die Wirtschaft beflügeln?

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Es werden mehr Steuergelder ausgegeben. Es erfolgt dabei aber keine Wertschöpfung bzw. Steigerung des BIP. Das wäre erst der Fall, wenn die Einwanderer signifikant am Wertschöpfungsprozeß teilnähmen.

Wenn selbst die DAX-Konzerne bislang erst 54 dieser Migranten eingestellt haben, stellt sich die Frage, warum das so ist, und ob und wann sich das ändern wird.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/welcher-konzern-stellte-fluechtlinge-ein-14322168.html

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Kommentar von Hegemon
21.11.2016, 12:54

Zur Verdeutlichung: Laut Manager Magazin online hatten die DAX-Konzerne 2013 in Deutschland 3,549 Millionen Mitarbeiter. 54 sind davon 0,000015 Prozent.

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Nein, da sie kein eigenes Einkommen erzielen, wird das Geld nur umverteilt. Das Geld, dass sie aus öffentlichen Mitteln erhalten, wird an anderer Stelle nicht ausgegeben. Insofern ist es ein Nullsummenspiel.

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Nur kurzfristig: Der Staat gibt Steuergeld für Heime, Wachdienste, Wohnungen, Vollverpflegung, Kurse und tuttti quanti aus. Eine ganze Branche lebt davon. Allerdings könnte er dasselbe Geld auch für Straßen, Brücken, Schulen, Universitäten, Obdachlose etc. ausgeben. 

Längerfristig verursachen die Eingereisten (nur eine kleine Minderheit sind Flüchtlinge) hohe Kosten und schwächen die Wirtschaft. Da sie weitgehend unqualifiziert sind, werden die Arbeitslosenzahlen ansteigen. Qualifizierung ist für einen Teil möglich, kostet aber zusätzlich eine Menge Geld. Dazu kommen hohe Kindergeldzahlungen, weil die Eingereisten mehr Kinder haben als Einheimische.  Das alles wird durch höhere Steuern und Sozialabgaben aus der Wirtschaft und aus dem Einkommen der Bürger geholt werden. Die Professoren Sinn und Raffelhüschen haben berechnet, dass jeder Eingereiste im Lauf seines Lebens den Staat und damit die Wirtschaft 450000  € kostet. 

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Nicht umbedingt schwächen möglicherweise ehr das Sozialsystem!

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Ja! Die junge Generation wirkt dem demografischen Wandel entgegen, da gibt es keine anderen Lösungsansätze! Außerdem bringen Sie neue Sichtweisen mit. Bei erfolgreicher Integration kann das unsere Wirtschaft nur bereichern. 

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Ja und nein zugleich.

Durch den Flüchtlingsstrom wurden neue Arbeitsplätze geschaffen, um den ganzen Verwaltungsapparat zu bewältigen, sie zu leiten (unterstützen, etc.), zu integrieren.

Hinzu kommt, das viele von diesen Leuten gebildet sind und somit auch schnell in den Arbeitsmarkt einsteigen können.

Auf der anderen Seite: Die, die noch nicht arbeiten können oder dürfen, senken defacto die Wirtschaftsleistung. Aber das ist nur ein geringer Teil.

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Im Moment ja, da zur Integration Lehrer, Polizeibeamte, Betreuer ca. 500.000 Beamte usw. gebraucht werden, die Kosten dafür werden D. schwer belasten.

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Kommentar von HansH41
21.11.2016, 13:11

Und- woher kommen diese Beamten? Werden die gebacken?

Nein, die werden von anderen Dienststellen abgezogen und dienstverpflichtet.

Dass sie dann an ihren früheren Dienstposten fehlen, das spielt anscheinend keine Rolle.

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