Kupferspirale - yay oder nay?

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3 Antworten

Guten Morgen River89,

Ich rate dir eher zur Kupferkette. Sie eignet sich eher für Frauen aller Art (jung, alt, mit/ohne vaginale Geburten etc...) denn sie ist quasi eine Weiterentwicklung der Spirale.

(sie ist zudem sicherer als die Kupferspirale)

Die Kupferkette GyneFix® ist ein Intrauterinpessar der neueren Generation, welches zur Schwangerschaftsverhütung in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. Dort gibt die Kupferkette kontinuierlich Kupferionen ab, welche die verhütunde Wirkung bis zu ihrer Entfernung aufrecht erhalten (die maximale Tragedauer ist 5 Jahre).

Die Kupferkette ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Kupferspirale. In der Wirkungsweise ähneln sich die Kupferkette und die Kupferspirale sehr, ansonsten gibt es jedoch wenige Gemeinsamkeiten. So treten bei der Kupferkette GyneFix die von der Kupferspirale bekannten und beobachteten Nebenwirkungen gar nicht oder nur in geringerem Maße auf.

http://www.kupferkette.info/was-ist-die-kupferkette

Wenn du noch Fragen zur Kupferkette hast scheue dich nicht sie mir zu stellen! Ich selbst bin GyneFix-Trägerin also kann ich dir zumindest aus eigenen Erfahrungen berichten.

Lg

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Ja, zur hormonfreien Langzeitverhütung!

Ich selbst würde Dir auch eher zur Kupferkette raten, besonders wenn Du noch kein Kind geboren hast.

Die Sicherheit ist der Kupferkette ist höher, weil sie aufgrund der Fixierung in oben in der Gebärmutter nicht unbemerkt verrutschen kann (Verrutschen der Spirale ist meistens die Ursache, wenn es zu einer ungewollten Schwangerschaft mit Kupferspirale kommt, weil dann keine Kupferionen mehr im oberen Bereich der Gebärmutter ankommen und genau dort ist es für die empfängnisverhütende Wirkung wichtig.)

Mit der Kupferspirale könntest Du aufgrund der Größe der Spirale und der "Kleinheit" Deiner Gebärmutter als junge Frau unerwünschte Nebenwirkungen bekommen, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit für Deine kleine Gebärmutter schlichtweg zu groß ist.

Zwischen 2010-2013 hat man die Breite im oberen Bereich der Gebärmutter von 653 Frauen unterschiedlichen Alters gemessen. Ergebnis: die Breite betrug im Durchschnitt (!) 25 mm. Das heißt, einige Gebärmütter waren breiter, andere aber wiederum deutlich schmäler als 25 mm. Selbst die kleinste klassische Spirale ist mit einer Breite der Arme von 28 mm noch zu breit für viele Gebärmütter, ganz zu schweigen von den normalen (Kupfer-)Spiralen mit einer Spannweite der Arme von 32 Millimeter. 

Für Frauen mit kleinerer oder verformter Gebärmutter ist die normale, sogar die kleine Spirale schlichtweg zu groß, wodurch es unnötiger Weise zu Schmerzen, Krämpfen und Blutungen kommen kann. In solchen Fällen ist tatsächlich die Kupferkette die bessere Alternative.

Für die Frauen mit einer größeren Gebärmutter (meistens sind es die, welche schon geboren haben und älter sind) passen die normalen Modelle der Spirale und sie haben keine Beschwerden. 

In Deutschland werden die unterschiedlichen Gebärmutter-Größen bisher leider nur wenig bis gar nicht bei der Auswahl des IUPs beachtet. Es ist allerdings für einen normalen Frauenarzt auch schwierig, weil die tatsächliche Fundusbreite mit einem 2D-Ultraschall nur schwer bis gar nicht korrekt ermittelt werden kann. Dafür bräuchte man vorzugsweise einen 3D-Ultraschall.

Eine kleine Spirale wiederum trägt dazu bei, dass die Gebärmutter weniger bestrebt ist das IUP abzustoßen, weil es sie weniger stört. Das erhöht letztendlich wiederum die Sicherheit.




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Sprich mal mit deiner Frauenärztin. Im allgemeinen eignet sich die Kupferspirale nicht besonders gut für Frauen, die noch nie schwanger waren. Das Einlegen ist oft nicht einfach, und die Rate an Ausstoßungen ist höher. Aber vielleicht hat deine Frauenärztin ja auch gute Erfahrungen bei anderen Patientinnen zu berichten, frag sie.

Von der Kupferkette würde ich abraten, wenn man späteren Kinderwunsch hat. Ich bin nicht überzeugt, dass es eine gute Idee ist, den Knoten genau an der Stelle in den Muskel der Gebärmutterwand hineinzuschrauben, wo später mal die Placenta sitzen soll - und zu riskieren, dass beim Entfernen eine Narbe entsteht. Und die entsteht zwangsläufig, denn der Knoten ist ja eingeheilt und muss dann herausgerissen werden.

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