Kunststofff-Blockflöte klemmt am oberen Zapfen

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2 Antworten

Ist das ganz plötzlich passiert? Vielleicht ist etwas süßes in Deinem Speichel gewesen, daß sich nun zwischen Kopf- und Mittelstück ausgehärtet hat? Da Du, wie Du schreibst, eine Kunstoff-Tenorflöte hast (Yamaha?), kannst Du mal versuchen mit warmen Wasser eventuelle kleine Verkrustungen zu lösen, aber das hat wohl wenig erfolg. Meine Yamaha sitzt auch immer sehr fest, ich denke, die hat sich wirklich nur etwas verkeilt. Wenn Du gerade gespielt hast, lasse die Flöte abkühlen und versuche vorsichtig, die Teile mit der oben genannten Drehgewalt zu lösen. Setze dabei die Hände sehr dicht an den Übergang, damit nicht zuviel Drehgewalt auf der restlichen Flöte lastet. Fange leicht an und erhöhe dann langsam die Drehkraft. Die Plastik-Flöten sind da sehr robust, so schnell gehen die nicht kaputt. ;-)

Wenn der Kopf sich dann - wahrscheinlich mit einem Ruck - löst, kannst Du dann beide Teile voneinander lösen, die Du dann unbedingt gründlich säubern solltest. Danach nimmst Du etwas Flötenfett (sollte eigentlich bei Deiner Flöte dabei sein) und fettest die Zapfen dünn ein. Mit dem Flötenfett solltest Du dann in Zukunft keinerlei Verkeilungsmomente mehr haben. ;-)

thatsux 24.10.2012, 14:00

Hallo Lederfisz,

danke Dir für die Antwort. Ich hatte die Flöte gestern erst bekommen, die Zapfen eingefettet und etwas drauf gespielt (und dabei den Raum [in puncto Temperatur] gewechselt).

Ich werde heute Nachmittag mal Wasser einsetzen und danach feste und vorsichtig drehen.

Thatsux

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Lederfusz 24.10.2012, 14:36
@thatsux

Wir hart war denn der Temperaturwechsel? Der müßte ja schon beträchtlich gewesen sein, daß das Material oder auch das Fett darauf reagiert. Vielleicht tut sich ja wirklich was, wenn Du die Flöte einfach noch mal anwärmst. Dazu sollte es aber auch schon reichen, wenn Du die Flöte bei den Zapfen mit beiden Händen umfaßt und eine Weile hälst. Wenn etwas durch Kühle festsitzt, sollte es sich dabei eigentlich bald lösen lassen. :-)

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thatsux 24.10.2012, 15:43
@Lederfusz

Hatte bei mir im Zimmer die Heizung an - in dem Musiksaal war es etwas kühler ... aber nicht großartig :D

Mal sehen, wie deine Ratschläge Wirkung zeigen... warum kann die Vorlesung nicht schon rum sein...

Jedenfalls Dankeschön für die prompte Antwort :) 'Gefällt mir'-Button such

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Lederfusz 24.10.2012, 16:28
@thatsux

Ja, dann wünsche ich Dir viel Glück! Ich bin auch schon ganz gespannt! :-D Vielleicht hat sie sich ja auch einfach nur mit Unterdruck "festgesaugt" und das Fett wirkt wie eine Dichtung. So etwas ist mir eigentlich noch nie passiert, daher frage ich gleich mal in einem Flöten-Forum nach, vielleicht ist da jemand, der was dazu sagen kann, dann ist man für die Zukunft gewappnet. :-)

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thatsux 24.10.2012, 19:45
@Lederfusz

Hm... Wasser brachte nichts - mir haben die Hände vom Drehen wehgetan.

Bin dann zu einem Stockwerksgenossen - er dreht das Mittelstück, ich den Kopf entgegengesetzt ... kaum Kraft angewandt und das Ding rotiert raus ...

entweder ich kann nicht gescheit alleine drehen oder die Physik spukt ... in jedem Falle ein Happy Ending :)

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Lederfusz 25.10.2012, 14:08
@thatsux

Jippieh! Also nur die alltägliche Mystik des Unerklärlichen! ^^ Genau wie bei den Flaschen und Marmeladengläsern: Man dreht und windet, nichts passiert. Dann kommt jemand her und "Plopp" mit zwei Fingern öffnet er den Verschluß! Wahrscheinlich irgend so ein "Sesam-Öffne-Dich"- Technologie... :-D

Egal, Hauptsache es läuft! Dann weiter viel Spaß beim Spielen! :-)

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Du musst den Kork gut fetten und immer wieder fetten. Und du solltest die Stücke nicht aufeinander stecken, sondern immer nur aufeinander drehen und auch mit einer Drehbewegung voneinander trennen. Neue Flöten sind manchmal etwas widerspenstig, aber durch häufiges Fetten am Anfang klappt das dann ganz gut.

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