Kunstpädagogik studieren-Lehrer auf Umwegen?

5 Antworten

Derzeit ist Kunst zwar in vielen Bundesländern Mangelfach. In NRW werden zum Beispiel Absolventen der Kunsthochschulen in der Grundschule und Sek 1 angestellt- auch mit einem Bachelor.Nebenher müssen sie berufsbegleitend eine pädagogische Qualifizierung absolvieren. Quereinsteiger werden aber nachrangig eingestellt.

UND: Es ist unklar wie die Lage später ist, wömöglich ist der Weg zum Lehrerberuf versperrt.

Ich rate dir, wenn, dann zu einem anderen lehramtsbezogenem Studium zu wechseln und den regulären Weg zu gehen. Du könnest dir Leistungen anerkennen lassen und auf ein anderes Lehramt mit einem zweiten Fach zu wechseln. Auskünfte gibt es dazu von der Studienberatung an Eurer Fakultät.

Dann hättest du ganz klar zwei Fächer und nicht bei GS- Lehramt mehrere.

Ansonsten ist es normal, dass im Studium Inhalte vorkommen, die du später nicht anwendest.

Den anderen geht es vermutlich nicht anders mit Physik, ihr könnt Lerngruppen bilden. LAss es doch eher auf Dich zukommen.

Bachelor und Quereinstieg Lehramt ist NICHT möglich, auch nicht mit Kunst. Auch nicht S1 oder GS

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Aktuell gibt's ja diverse Quereinstiegsmöglichkeiten. Allerdings setzen die alle ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus, meist gepaart mit ein paar Jahren Berufserfahrung. Sprich, bis du dafür die nötigen Qualifikationen erreicht hast, vergehen noch etliche Jahre. Und ob bis dahin dann überhaupt noch Quereinstiegsmöglichkeiten bestehen oder dann bereits genug neue Lehrer ausgebildet wurden, kann man jetzt auch echt nicht sagen.

Und ja, in dem Studium kommen etliche Inhalte dran, die jetzt nicht ganz direkt mit dem späteren Berufsalltag zu tun haben. Aber da steckt schon auch Sinn dahinter! Als Grundschullehrer legt man bei Kindern die Grundlagen, auf denen sie später aufbauen, bis hin zum Schulabschluss und auch noch darüber hinaus in Ausbildung/Studium. Damit man diese Grundlagen fachlich korrekt, sauber und sinnvoll legen kann, MUSS man fachlich einfach weit über die Grundschule hinaus fit sein.

Zudem geht es bei jedem Studium viel weniger darum, wie in der Schule brav einzelne Themenbereiche irgendwie bis zur nächsten Arbeit zu lernen. Viel mehr steht dort das komplexe Denken, das eigenständige Herangehen, Erarbeiten und Erfassen von komplexen Themen, im Fokus. Und das halt auch nicht nur mit dem Ziel, das gesammelte Wissen irgendwie mehr oder weniger wirtschaftlich nutzbar machen zu können... Also egal, welchen vermeintlichen Umweg du anpeilst, dieses "Wofür brauch ich das?" solltest du dir ganz schnell abgewöhnen, denn daran verzweifelst du sonst in nahezu jedem Studium.

Und was den Physikkurs betrifft: fang den doch erst mal an und schau, wie es läuft! Nicht selten verstehen Studenten an der Uni sowas plötzlich dann doch, obwohl sie in der Schule damit gar nicht klargekommen sind. Weil's anders erklärt wird, weil sie selbst schon älter und reifer sind oder warum auch immer.

Solltest du dich hingegen doch für den Abbruch dieses Studiums aus den von dir genannten Gründen entscheiden, dann denk lieber über Ausbildungsberufe nach als über ein anderes Studium. Denn, wie gesagt, das, was dir jetzt missfällt, wird dir auch in einem anderen Studium sehr wahrscheinlich wieder begegnen...

Man kann tatsächlich auch Kunstpädagogik an Privatschulen studieren. Du musst mal schauen, was man damit machen kann. Das kann ich dir leider nicht genau sagen.

Aber alle Studiengänge haben eines gemeinsam: Du lernst viele - auch häufig unnütze - Dinge. Das lässt sich leider nicht vermeiden und wird dir in allen Ausbildungsbereichen begegnen. Auch bei einer Ausbildung zu XY hast du in der Berufsschule Fächer, die dir nicht unbedingt im Alltag wieder begegnen.

Da heißt es: Zähne zusammenbeißen und durch.

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