Kunst als gesellschaftlicher Indikator in den 60er Jahren?

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3 Antworten

Die sexuelle Revolution spiegelt sich im Fluxus, es gibt eine Abkehr vom Abstrakten (Tachismus) hin zu einer "dinglichen" Kunst (Pop Art, Nouveau Realisme), was sich in der Gesellschaft, wie rotmarder richtig anmerkt in Konsumverhalten und Werbung spiegelt. In der Minimal Art findet man Elemente der industriellen Revolution und der Massenfertigung.

Was waren die zentralen Themen der 60er Jahre: man hatte sich vom zweiten Weltkrieg erholt, es entstand sogar Wohlstand, die Gesellschaft wurde mehr und mehr zur Konsumgesellschaft.

Es gab zum einen die Begeisterung darüber und zum anderen die Kritik daran.

Für die Kritik waren zugleich politische Geschehnisse wichtig wie Vietnamkrieg, kalter Krieg zwischen West und Ost, John F. Kennedy und seine Ermordung, Rassenunruhen, Martin L. King und seine Ermordung, in Deutschland die Studentenproteste usw..

Das und noch weit mehr (Hippies ... die Erfindung der Pille ...) waren die wichtigen gesellschaftlichen Themen. Verkrustete Strukturen brachen auf. Kunst spiegelt immer diese Vorgänge wieder. Besonders schön zu sehen in der Musik, aber natürlich auch bei den anderen Künsten wie Schriftstellerei, Malerei usw..

Je besser du dir klarmachst, was in den Jahren los war, desto besser und unmittelbarer kannst du es auch in der Kunst erkennen.

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