Kunden zahlen nicht, wie am besten vorgehen nach Mahnungen?

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16 Antworten

Es hängt vom Wert der Sache ab. Wenn es nur ein kleines Produkt ist im Wert von wenigen Euro, würde ich es einfach dabei belassen, den Käufer schlecht zu bewerten und eine Meldung an den Seitenbetreiber zu schicken. Bzw. man kann ja meinstens auch einen Grund angeben, warum man storniert. Dann schreib da halt hin, daß du kein Geld erhalten hast, auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht.

Rein rechtlich hast du natürlich das Recht, auf Einhaltung des Vertrages zu bestehen, sofern er noch erfüllbar ist. Also wenn du das Produkt, das du verkauft hast, noch liefern kannst, dann gilt der Vertrag (es spielt übrigens keine Rolle, ob sich der Käufer das Produkt leisten kann. Selbst wenn er kein Geld hat, gilt der Vertrag trotzdem. Da gilt der Rechtsgrundsatz "Geld hat man zu haben"). Also da eine angemessene Frist setzen, bis wann das Geld bei dir eingegangen sein soll. Und wenn es bis dahin nicht eingegangen ist, kannst du dir überlegen, ob du rechtlich dagegen vorgehst. Machen würde ich das auf jeden Fall, wenn es um viel Geld geht. Aber auch, wenn du glaubst, daß es eine Masche von jemanden ist (so nach dem Motto, sicherheitshalber mal mitbieten bevor es jemand wegschnappt und hinterher einfach nicht zahlen, wenn es einem doch nicht gefällt). Oder einfach mal ein austesten ist, wie hoch der Preis geht usw. Auch dann auf Einhaltung des Vertrages klagen bzw. sogar wegen Betrugs anzeigen, falls sie auf deine Schreiben nicht reagieren.

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PWolff 29.08.2016, 11:10

Gut (bis auf das mit dem Betrug - weder dem Kunden noch einem Dritten entsteht ein Vermögensvorteil)

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DerTroll 29.08.2016, 11:13
@PWolff

Wenn du meine Antwort für falsch hälst, einfach beim Support beschweren!

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das einfachste; wenn Vorkasse gefordert wird sollte in der Proformarechnung der Hinweis stehen, 

sollte innerhalb von 14 Tagen kein Geldeingang stattgefunden haben, so werden wir den Auftrag als storniert ansehen 

mit der Lieferung kommt dann das Orginal

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Wenn die Kunden etwas bestellen, dann kommt ein Kaufvertrag zustande.

Wenn die trotz Vereinbarung der Vorkasse nicht zahlen, und du die Waren nicht verschickst, hättest du die Möglichkeit, den Kunden auf Zahlung zu verklagen. Das funktioniert nur, sofern die Käufer den Vertrag nicht widerrufen (Widerrufsrecht für Verbraucher).

Du könntest dem Kunden auch eine letzte Zahlungsfrist mit anschließendem Rücktritt ankündigen und dann zurücktreten. Dann kannst du deinen entgangenen Gewinn und die Mahnkosten als Schadenersatz einfordern.

Den Anwalt und die Gerichtskosten musst du vorstrecken.

Sofern sich herausstellt, dass der Käufer überschuldet ist, kannst du deinen  Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises / Schadenersatz nicht durchsetzen und bleibst auf den Anwalts- und Gerichtskosten sitzen. Auch wenn du vor Gericht oder im Mahnverfahren gewinnst.

Wirtschaftlich sinnvoll ist nur, denke ich, den Kunden eben noch ein oder zwei mal anzumahnen und dann die Sache auf sich beruhen zu lassen. Das spart dir Ärger und Kosten.

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mepeisen 29.08.2016, 16:43

Widerrufsrecht für Verbraucher

Genau das ist halt das Problem. Die Kunden können mit dem Widerrufsrecht alles, was man einleitet, aushebeln. Sofern sie rechtzeitig widerrufen.

Und man bleibt dann sogar meistens auf dem Schaden (Anwaltskosten Und Co) sitzen.

Wirtschaftlich sinnvoll ist nur, denke ich, den Kunden eben noch ein oder zwei mal anzumahnen und dann die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Würde noch abschließend dem Kunden gegenüber erklären: "Hiermit treten wir vom Vertrag wegen Verweigerung der Zahlung zurück."

Damit dann auch geklärt ist, dass der Kunde ebenso nichts mehr verlangen kann. Sonst überweist er ein halbes Jahr später doch noch und man hat ggf. gar nicht mehr diesen Artikel im Bestand.

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Lohnt sich dafür wirklich ein Rechtsanwalt?!

Nein, denn der berechnet dafür jedes mal ein Honorar und du hast damit immer noch keine Garantie, dass man dir deine Ware abnimmt.

Wirtschaftlich sinnvoll ist tatsächlich nur die Stornierung.

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Das bringt nix. Der Kunde könnte immer anfechten.

Außerdem ist dir ja nicht wirklich ein Schaden entstanden. Und nein, der entgangene Gewinn ist in dem Fall kein Schaden, da aufgrund einer Anfechtung ja nicht mal ein Vertrag zustande gekommen wäre.


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PWolff 29.08.2016, 11:08

Nur, wenn der Kunde mit der Anfechtung auch durchkommt.

Vermutlich meinst du das gesetzliche (!) Rücktrittsrecht beim Fernabsatz.

Solange kein Gesetz ausdrücklich etwas anderes bestimmt, braucht ein Vertrag keiner bestimmten Form, um wirksam zu sein. Wenn der Kunde auf "kaufen" klickt, ist das regelmäßig eine Willenserklärung, die die Hälfte des Kaufvertrages ausmacht. Wenn der Händler darauf (unverzüglich) positiv reagiert - ob mit einer E-Mail mit "Vielen Dank für Ihre Bestellung" oder direkt mit dem Versand - ist der Vertrag wirksam zustandegekommen.

Solange der Kunde sein Widerrufsrecht nicht in Anspruch nimmt, ist der Vertrag in vollem Umfang gültig.

Entgangener Gewinn, mit dem man den Umständen nach rechnen konnte, ist ein Schaden. Bei dem nicht gesetzlich ausgeschlossen ist, dass er notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden kann. Ebenso übrigens auch erhöhte Lagerkosten aufgrund der Nichtabnahme der Ware (was auch nach Zahlung der Ware erfolgen kann).

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qugart 29.08.2016, 11:21
@PWolff

Mit der Anfechtung kommt da jeder durch. Eben aus diesem Grund gibt's ja erst die Fernabsatzgeschichte.

Der angebliche Vertrauensschaden bei so einer Geschichte ist zwar denkbar, aber extrem unwahrscheinlich beim Fall des Fragestellers. Ich bezweifle nämlich, dass da keine Fixpreise verhandelt werden.

Sonstige Vermögensschäden müssen erst mal bewiesen werden.

Interessant wird das erst, wenn die Waren auf Wunsch angefertigt werden. Aber spätestens wenn das der Fall ist, macht man das vertraglich sicher.

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Nach einmaliger Mahnung mit Fristsetzung den Rücktritt erklären und nicht weiter drüber nachdenken.

Den Kunden steht ja immerhin ein Widerrufsrecht zu. Wenn sie das dann nutzen, ist dir auch nicht geholfen.

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Lohnt sich dafür wirklich ein Rechtsanwalt?!

Auch wenn Du vermutlich gewinnen würdest, welcher materieller Schaden ist entstanden ?

Ich würde das tatsächlich einfach stornieren und den Käufer auf die persönliche 'Blacklist' setzen.

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Lumbago666 29.08.2016, 10:38

Entgangene Gewinne? Die könnten Ihm per Schadensersatz zustehen.

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AnReRa 29.08.2016, 10:41
@Lumbago666

Nö. Der Käufer hätte ja immer noch ein 14-tägiges Rückgaberecht.
D.h. der Verkäufer hat hier sogar gespart.

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franneck1989 29.08.2016, 10:46
@Lumbago666

Entgangener Gewinn ist kein Schaden, den man als Shop-Betreiber geltend machen kann.

Die Ware kann ja problemlos an andere Kunden verkauft werden

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PWolff 29.08.2016, 11:00
@franneck1989

Problemlos. Erklär das mal den Leuten, die verderbliche Waren verkaufen. Oder schnell veraltende, wie High-End-Elektronik. Oder überhaupt Sachen, die nicht gerade Fußball-WM-Eintrittskarten sind.

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PWolff 29.08.2016, 11:12

Ich würde in die AGBs noch aufnehmen, dass ein Vertrag erst als zustandegekommen gilt, wenn die Zahlung eingegangen ist. Und eine angemessene Frist für die Zahlung setzen, nach der die Ware nicht mehr reserviert wird, damit der Kunde sich dann nicht mehr (sinnvoll) beschweren kann, wenn die Ware ausverkauft ist.

Ist soweit ich weiß üblich bei Erstkunden.

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Die können doch gar nicht die Ware erhalten haben, denn normalerweise wird die doch erst nach Zahlungseingang verschickt, so wäre zumindest der vernünftige Weg, um keine Ware einzubüssen.
Dann gibt's ja noch den Nachweis von der Zustellung, Unterschrift, also Nachverfolgung beantragen.
Wenn das gehäuft vorkommt, Vorkasse raus nehmen und nur sofort Zahlung oder Nachnahme, also bei Übergabe durch Postbote bezahlen lassen.
Aber ohne Geld keine Ware.
Da bleibt nur nach mehrerer Mahnungen und Frist setzen der Rechtsweg.

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peterobm 29.08.2016, 10:39

Sofortzahlung ist Vorkasse

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HeikeElchlep1 29.08.2016, 18:16

Nicht unbedingt, Vorkasse kann auch überweisen bedeuten, daß heißt der Kunde überweist selbst das Geld auf das angegebene Konto.

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Ich würde keinen Anwalt einschalten um alle Forderungen durchzusetzen, mich aber mal anwaltlich beraten lassen, wie ich in solchen Fällen ganz grundsätzlich verhalten sollte.

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass in dem Moment, in dem ein Auftrag erstellt wird, auch ein Vertrag zu Stande kommt, an den beide Seiten gebunden sind. Unabhängig davon besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit des Kunden von dem Vertrag wieder zurück zu treten, aber ich würde vermuten, dass er diesen Willen auch zum Ausdruck bringen muss. Ich bezweifle, dass die bloße Nichtreaktion / Nichtzahlung als Willenserklärung ausreicht. Meldet er sich also nicht, wäre davon auszugehen, dass er auch zahlen muss.

Insoweit entsteht dir zumindest ein Schaden dadurch, dass Du an dem Kunden keinen Gewinn machst. Die Ware selbst steht Dir ja noch grunsätzlich zur Verfügung, sodass der Schaden sich nicht auf den Einkaufspreis belaufen kann. Die Frage ist also, ob man den entgangenen Gewinnanteil ggf. durchsetzen kann. Grade wenn es um hochpreisige Waren geht, die hier hohe Summen erzielen können.

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Unabhängig davon, dass auch besagte Kunden einen Vertrag eingehen - wie viel Zeit und Geld willst Du in so zweifelhafte Kundschaft investieren? Von denen hast Du trotz investierter Zeit / Geld nicht viel zu erwarten. Dann konzentriere Dich lieber auf zahlungskräftige Kundschaft, die auch Waren in ausreichender Menge (Umsatz) bestellt. Mit denen machst Du schließlich Dein Geschäft (Hauptumsatz), nicht mit solch zweifelhaften Kunden.

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Bis doch froh, dass du die Ware noch hast! Wenn diese Leute aus welchen gründen auch immer die Ware nicht mehr wollen, dann zahlen sie auch nicht ein! 

Hätten sie aber die Ware, so würde es natürlich anders ausschauen. 

Storniere dies doch einfach.... 

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Ich würde stornieren und mich nicht weiter darüber ärgern. Ein Anwalt kostet viel Geld - und im ungünstigsten Fall Deins...

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Da es sich um Vorkasse handelt, ist der Kauf auch nicht abgeschlossen.

Genau dafür bietest du doch Vorkasse an, oder? Ich verstehe dein Problem ehrlich gesagt nicht.

Was sollte es denn bringen, den Kunden jetzt irgendwie zum Kauf zu zwingen? Sobald er gezahlt hätte, hätte der Kunde ohnehin 14 Tage Widerrufsrecht.

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Lord186 29.08.2016, 10:43

Das stimmt nicht. Er ist ein Vertrag eingegangen und das Produkt wurde für Ihre reserviert. Der Kauf ist abgeschlossen mit dem Klicken auf "kostenpflichtig Bestellen"

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PWolff 29.08.2016, 11:01
@MagicalMonday

das Widerrufsrecht des Kunden

Das aber erst dann zum Tragen kommt, wenn es auch tatsächlich in Anspruch genommen wird.

(Immerhin kann das den geltend zu machenden Schaden stark begrenzen.)

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peterobm 29.08.2016, 10:45

Da es sich um Vorkasse handelt, ist der Kauf auch nicht abgeschlossen.

bitte was? es existiert ein gültiger Kaufvertrag mit allen Rechten und Pflichten

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peterobm 29.08.2016, 10:52
@MagicalMonday

das Kaufangebot hat der Händler mit der Rechnung auf Vorkasse angenommen

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peterobm 29.08.2016, 10:58
@MagicalMonday

du hast eine recht kuriose Rechtsauffassung ^^

mit welcher Begründung --- da bin ich aber gespannt andere bestimmt auch

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MagicalMonday 29.08.2016, 11:00
@peterobm

Ich habe etwas weiter oben bereits einen Link eingefügt, an dem du deine Spannung abreagieren kannst.

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PWolff 29.08.2016, 11:02
@MagicalMonday

Rechtlich gilt das Angebot seitens des Händlers spätestens mit dem Versand als angenommen.

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Schreib in Deine "Spielregeln", welche Bestandteil des Kaufvertrages sein sollten, rein, daß der Vertrag nichtig ist, sofern nicht bis zum Tag X die Zahlung eingegangen ist.

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Einfach stornieren, alles andere ist den Stress nicht Wert. Machen die meisten Shops so.

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Ist für dich doch immernoch billiger als wenn sie bezahlen, die Ware erhalten und dann wieder zurückschicken^^

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