Kunde zahlt Ware (20€) nicht. Niemand hilft. Pech gehabt?

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13 Antworten

Der strafrechtliche Aspekt wäre schon Thema der Polizei, wenn es sich hier um einen Betrug handelt, bringt dir aber dein Geld nicht wieder.

Für letzteres findet man nur Streitwerte über 500€ und wer die Kosten übernimmt ist völlig unklar.

Die Musik zahlt wer sie bestellt!

Ein Schuldner muss nur in den seltensten Fällen Inkassokosten ersetzen.

Dir bliebe als Möglichkeit die Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens. Kostet aber auch wieder 32,- € Verfahrensgebühr. Alternativ oder im Falle eines Widerspruchs, bleibt die Zivilklage.

Dann müsst ihr nachweisen, dass die Forderung berechtigt ist und sich der Schuldner in Verzug befindet. Kostenpunkt hier mind. 80,- €.

Deine Denkweise ist als Unternehmer keine sehr vorteilhafte. Es obliegt dir das zu tun, was für dein Unternehmen wirtschaftlich am sinnvollsten ist, nicht was der Gerechtigkeit genüge tut.

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Kommentar von mepeisen
15.03.2016, 16:41

Ich würde:

1. Strafanzeige erstatten wegen Betruges.

2. abwarten, ob dieser Druck hilft (jemand, der mit Anzeige konfrontiert ist, zahlt dann eventuell, um seine Strafe abzumildern.)

3. Falls das nicht hilft, Mahnbescheid beantragen. Sollte er widersprechen, eine Klage vor Gericht anstrengen.

Solange der Kunde keine Quittung hat, dass er bezahlt hat und diesen Schuldschein unterschrieben hat, ist das vor Gericht eigentlich ein Selbstläufer.

Die einzige Gefahr besteht darin, dass der Kunde dauerhaft unterhalb der Pfändungsfreigrenze lebt und man bei ihm nie etwas wird pfänden können. Auch in 30 Jahren nicht.

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du kannst auf einem polizeirevier eine anzeige wegen betrugs aufnehmen lassen (bei der das verfahren vermutlich irgendwann eingestellt wird) aber zumindest befriedigt es dein ego und die pappnase bekommt einen gehörigen schrecken, falls sich die polizei wegen der anzeige meldet.

lerne draus, sei in zukunft unerbittlich, wenn es ums bezahlen geht und verbuche das unter "lehrgeld"

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Kommentar von ChiwiChicki
15.03.2016, 10:35

Ja, dann suche ich mal die Polizei auf. Danke! 

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Selbstverständlich gibt es Inkassobüros, die Forderungen unter € 500 eintreiben.

Alternativ kannst du einen Mahnbescheid beim zuständigen Amtsgericht beantragen. Der Kunde muß beweisen, dass er die € 20 bezahlt hat. Wenn er keine Quittung hat, dann ist es sein Pech. Er könnte alternativ noch eine Person benennen, der er angeblich das Geld übergeben hat. Die würde dann als Zeugin geladen und vernommen werden.

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Kommentar von ChiwiChicki
15.03.2016, 10:31

Klingt doch gar nicht so schlecht. Ich kenne mich da nicht aus, aber für einen Mahnbescheid muss man doch bestimmte Voraussetzungen erfüllen oder? (Dass man mind. 3 Mahnungen rausgeschickt hat oder irre ich mich? Danke!

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Die Rechtslage ist doch unkompliziert.

Er hat schriftlich bestätigt, dass er die Ware erhalten hat. Wenn er jetzt Erfüllung einwendet, kann er diese nicht beweisen, weil er eben noch nicht erfüllt (gezahlt) hat.

Man kann auch klagen, ohne dass eine Rechtsschutzversicherung das bezahlt. Die Kosten werden ein Vielfaches des geforderten Betrages sein, aber letztlich muss er die Kosten ja tragen. Das einzige Risiko, welches ich sehe, ist, dass er vielleicht so pleite ist, dass man das Geld nicht beitreiben kann.

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Kommentar von ChiwiChicki
15.03.2016, 10:19

Also der Anwalt meinte, dass wir die Kosten tragen müssten, nicht der Kunde

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setz den kunden auf die liste der unerwünschten kunden die nicht mehr beliefert werden und gut ist. 

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Ich würde Ihn zur rede Stellen und ihm vor der Wohnungstür ne richtig peinliche Szene machen. Wenn er dann nicht freiwillig mit dem Geld rausrückt kannst du wohl leider echt nich viel machen :/

Ich weiß mir würde es wie dir gehen, da geht es ums Prinzip. Aber immerhin kannst du ihn aus der Kundenliste streichen dann soll er sich einen anderen Pizzaservice suchen bei euch kann er bestellen und auf sein essen warten bis er die 20 € vorbeigebracht hat.

Eine Anzeige wegen Betruges bei der Polizei kostet ja nichts und wenn du dir die Mühe machen willst würde ich das tun. Dieser P****r will das einfach aussitzen.

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Kommentar von ChiwiChicki
15.03.2016, 10:26

Ja, theoretisch.. praktisch bin ich nicht so für Konfrontationen geeignet. So wie ich ihn einschätze, wird er den Spieß umdrehen und mir ne Szene machen ^^
Ja, selbst wenn er die 20€ bezahlt hätte, dürfte er nicht mehr bestellen. Aber stört ihn nicht.. hier in der Gegend gibt es dutzende Alternativen für ihn.
Das mit der Polizei werde ich versuchen. Mehr kann man wohl nicht machen. Danke! 

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Kommentar von kevin1905
15.03.2016, 11:09

Ich würde Ihn zur rede Stellen und ihm vor der Wohnungstür ne richtig peinliche Szene machen.

Und dann fordert mich der Mensch auf zu gehen und wenn ich dem nicht folge Leiste bekomme ich Probleme mit der Staatsmacht. Brauch ich nicht.

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Kommentar von mepeisen
15.03.2016, 16:43

Dieses öffentliche zur Schau stellen bzw. Öffentliche Anprangern ist leider für sich ebenso eine Straftat (Nötigung). Sollte man nicht machen.

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Leider bleibt nur, den Kunden in die Speerliste zu schreiben und ihn nicht mehr zu beliefern. 

20 € sind die Aufregung nicht wert, leider. 

Aber wenn er das bei allen macht, wird er bald gar nicht mehr beliefert.

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Kommentar von hagebeg
15.03.2016, 10:14

Man kann seine Daten auch an die restlichen Lieferservice in der Gegend weitergeben. Dann hat es sich ganz schnell zum letzten mal bestellt.

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Für solche Geschichten wurde das gerichtliche Mahnverfahren erfunden.

Du hast seine Adresse?

Dann einmal schriftlich -per Einschreiben- mahnen und eine angemessene Frist setzen.

Nach Ablauf der Frist kannst du einen Mahnbescheid beantragen, dieser kostet 32,-. Dann muss er sich zumindest äußern und kann nicht mehr auf stur schalten. Die 32,- können als Nebenforderung geltend gemacht werden

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Rechtlich gesehen geht es hier um Betrug.

Sowohl für den Anwalt, als auch für ein Inkassounternehmen, als auch für ein gerichtliches Mahnverfahren ist der Streitwert allerdings zu gering - obwohl Du eindeutig im Recht bist. Der Kunde müsste natürlich erstmal beweisen, daß er die Ware bezahlt hat.

Allerdings steht das, wie Du selbst schon festgestellt hast, nicht in Relation zum Aufwand.

Meine Empfehlung:

- den Vorgang unter "gemachte Erfahrungen" verbuchen und künftig solche Deals nicht mehr eingehen. Wer nicht zahlt, bekommt auch nix.

- den Kunden für künftige Lieferungen sperren.

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Kommentar von mepeisen
15.03.2016, 16:11

als auch für ein gerichtliches Mahnverfahren ist der Streitwert allerdings zu gering

Wie kommst du denn darauf? Es gibt keine Streitwertbegrenzung im gerichtlichen Mahnverfahren.

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Nun, ich hätte von ihm ein Foto gemacht und groß bei Euch aufgehängt mit dem Zusatz  "Klaus Müller darf hier nicht mehr einkaufen, weil er die Rechnungen nicht bezahlt"... 

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Kommentar von ChiwiChicki
15.03.2016, 10:32

Lustig wäre es, aber sowas darf man doch nicht :)

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Verbuche es unter Lebenserfahrung und lerne daraus... Alles Andere ist (noch mehr) verlorene Zeit und Geld, das wäre die Sache, das Geld - und der Betrupser - nicht wert


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Tief durchatmen - und abhaken.

Der entgangene Verlust steht in keiner Relation zu dem Stress, den du dir machst.
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Kommentar von kevin1905
15.03.2016, 19:15

entgangene Verlust

^^

Also ich finde entgangene Verluste eigentlich ziemlich toll. Entgangene Gewinne bzw. Umsätze weniger ;-)

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Schick ihm doch erstmal ne schriftliche Mahnung mit Nachfrist anstatt da jetzt so Hühnerkram mit Anrufen zu machen. 

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