Kunde begleicht Rechnung nicht - Umsatzsteuer?

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4 Antworten

Bist Du Ist- oder Soll-Versteuerer?

Bei Ist-Versteuerung hast Du kein Problem. Bei Soll-Versteuerung musst Du halt in Vorleistung gehen. Wenn der Kunde in Konkurs geht, kannst Du die Umsatzsteuer korrigieren.

Wahrscheinlich bist du Ist-Versteuerer. Allerdings kannst du den entsprechenden Antrag auch jederzeit (selbst in einer laufenden Betriebsprüfung) noch formlos beim Finanzamt stellen. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, muss dem stattgegeben werden. 

Das kommt auf Deine Besteuerungsart an.

Wenn Du einer einfachen IST-Besteuerung unterliegst, wird die Steuer erst bei Zahlungseingang fällig, wenn Du einer SOLL-Besteuerung unterliegst mit Rechnungsstellung.

https://www.hk24.de/produktmarken/beratung-service/recht_und_steuern/steuerrecht/umsatzsteuer_mehrwertsteuer/umsatzsteuer_mehrwertsteuer_national/soll_ist_besteuerung/1167724

Was die Konsequenzen für Dich oder den Kunden sind, interessiert das FA nicht wirklich...

danke für die Antwort. kann man die Besteuerungsart irgendwo einsehen die eingetragen wurde?

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@Crypton

Du würdest mitbekommen, wenn Du bilanzieren müsstest. Vermutlich machst Du eine Einnahmenüberschussrechnung?

Wenn Du es nicht weiß ist es wahrscheinlich eine IST-Besteuerung, dann musst Du die Umsatzsteuer erst abführen, wenn Du das Geld auf dem Konto hast.

Ansprechpartner ist eigentlich Dein Steuerberater. Hast Du keinen ist das ein weiteres Indiz für die IST-Besteuerung...

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@antwortender

danke für die Hinweise. Ich unterliege tatsächlich der Ist-Versteuerung, allerdings hatte ich in der Vergangenheit immer das Rechnungsdatum als relevant angesetzt, das wäre also somit falsch. Ich muss das nochmal umstellen lassen, bzw. mich beraten lassen...

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@antwortender

Ist-Besteuerung muss beantragt werden. Das sollte man eigentlich schon wissen, ob man diesen Antrag gestellt bzw das entspr. Kreuzchen in der steuerlichen Erfassung gesetzt hat.

Ob man BIlanziert oder nicht, hat damit nichts zu tun.

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@MenschMitPlan

Als Indiz schon. Wenn man u.a. bilanzierungspflichtig ist, kann man keine IST-Versteuerung beantragen und freiwillig machen das Wenige, weil teurer...

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@antwortender

Auch Bilanzierer können Ist-Besteuerung beantragen, da das nur vom Umsatz abhängig ist. Es gibt auch Bilanzierer mit geringen Umsätzen.

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@MenschMitPlan

Deshalb sprach ich von Bilanzierungspflicht...

Soll- oder Ist-Versteuerung: die wichtigsten Fakten + Beispiele

Wer kann die Ist-Versteuerung beantragen?

Das Anrecht auf eine Anwendung der Ist-Versteuerung in der Buchhaltung haben:

    Nicht bilanzierungspflichtige Unternehmen: Einzelunternehmer und GbRs, die einen Umsatz oder Gewinn unterhalb der Buchführungspflichtgrenze von 600.000 Euro (Umsatz) bzw. 60.000 Euro (Gewinn) im Jahr erzielen...

    Quelle: https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/buchhaltung/soll-ist-versteuerung/
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@antwortender

Ich schau da doch lieber ins Gesetz: § 20 UStG.
Danach kann auch eine GmbH (immer bilanzierungspflichtig) mit Gesamtumsatz < 500.000 die Ist-Besteuerung beantragen. Ich denke, meine Quelle ist vertrauenswürdiger ;-).

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@MenschMitPlan

Bitte genau lesen:

Es geht in meinem Auszug um:

Einzelunternehmer und GbRs

nicht um GmbHs.

Wenn der Fragesteller eine GmbH hätte, hätte er es vermutlich schon bemerkt ;)

Aber gut, dass wir darüber geredet haben.

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@antwortender

Deine Aussage war, dass bilanzierungspflichtige Unternehmen keinen Antrag auf Ist-Besteuerung stellen können. Und das stimmt nicht. Die GmbH war exemplarisch gewählt, ersetze es einfach durch bilanzierungspflichtiges Einzelunternehmen.

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@Helefant

(Das ist mein Kommentar auf den Beitrag 

Ist-Besteuerung muss beantragt werden

von MenschMitPlan.

Leider kann man das hier nicht erkennen :D )



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@antwortender


Wenn man u.a. bilanzierungspflichtig ist, kann man keine
IST-Versteuerung beantragen und freiwillig machen das Wenige, weil
teurer...

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@wurzlsepp668

deine Aussage, antwortender

und diese Auissage ist QUATSCH!

ich habe bereits jede Menge Bilanzen erstellt, in denen die Ist-Versteuerung angewendet worden ist.

sowohl Einzelfirmen, GbR's und auch GmbH's.

du solltest für deine Quellen Gesetzestexte nehmen und nicht irgendwelche Einträge auf Gründerseiten

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USt nach vereinbarten Entgelten oder nach vereinnahmten Entgelten?

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