Kulturwirtschaft oder Internationale Beziehungen?

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1 Antwort

Hallo!

Super, dass du dich so intensiv mit deiner Studiengangswahl auseinandersetzt! Ich fürchte aber, diese Fragen sind so speziell und so weitreichend, dass du hier kaum eine dich zufriedenstellende Antwort erhalten wirst. Denn in der Regel hat ja jeder nur ein Studium begonnen und kann daher diese vergleichenden Fragen, die du stellst, auch nicht beantworten. Und selbst wenn hier eine Antwort in irgendeine Richtung kommt, dann kannst du auch noch nicht wissen, ob diese wirklich objektiv ist oder nicht doch nur einen einzelnen Ausnahmefall widerspiegelt.

Also, meine Empfehlung: Du hast ja schon sehr konkrete Studiengänge und Studienorte genannt. Informier dich auf den Homepages der Uni, oft gibt es dort einen Bereich zu Berufschancen. Lies die Studienordnungen, damit du die tatsächlichen Studieninhalte vergleichen kannst. Setze dich in Kontakt mit den Fachschaftsräten, um über etwas über Studienwirklichkeit zu erfahren. Schau nach, ob die Studiengänge irgendwo etwas über Alumni (ehemalige Studierende) berichten und über deren weiteren Berufsweg.

Du musst dir aber ebenso im Klaren sein, dass es nicht DEN Studiengang für DIE Karriere gibt. Im Endeffekt kommt es darauf an, was dir mehr Spaß macht - also in deinem Beispiel die wirtschaftliche oder kulturelle Ausrichtung -, und wie du dich dementsprechend für ein Studium motivieren kannst. Denn nicht der konkrete Studiengang wird nachher entscheidend sein, sondern deine Abschlussnote und - in diesem Bereich ganz wichtig - deine im Studium gesammelten praktischen Erfahrungen. Dies etwa durch die Arbeit in studentischen Gremien, Praktika (möglichst auch im Ausland) usw.

Es ist übrigens auch kein Beinbruch, nach zwei oder drei Semestern den Studiengang nochmal zu wechseln, wenn man merkt, dass das nun überhaupt nicht das richtige für einen ist.

Aber nochmal kurz zu den Zwei-Fach-B.A.s: Prinzipiell hast du mit diesen Studiengängen die gleichen Chancen, wie jeder andere auch und später natürlich die Möglichkeit auf einen fachverwandten Master. Ein bisschen problematisch ist bei diesen Studiengängen aber, dass du die Fächerverbindung im Prinzip selbst herstellen musst. Du studierst praktisch zwei Fächer parallel und musst selbst entscheiden, wo du da die Schnittpunkte und die zukünftige berufliche Verwendung siehst.

Und zum Schluss noch ein kurzes Wort zu den Masterstudiengängen: In der Regel verlangt die Masterzulassung "nur" einen fachverwandten Bachelorabschluss. Und in der Regel werden in diesem auch nicht die vollen 180 Punkte aus dem B.A. verlangt, sondern nur eun Teil. Es ist also normalerweise kein Problem, in einem Master unterzukommen, auch wenn man das Fach im B.A. nicht absolut 100%ig getroffen hat. Aber auch hierzu kannst du dir die Zugangsvoraussetzungen der Master schon einmal anschauen und mit dem B.A. vergleichen.

Vom Master würde ich jetzt aber noch nicht allzu viel abhängig machen. Gerade kleinere Masterstudiengänge werden auch gern mal geschlossen oder umgebaut, so dass nicht sicher ist, dass der Masterstudiengang, den du machen wolltest, in vier/fünf Jahren überhaupt noch existiert.

So, das war jetzt alles sehr unkonkret, aber sollte nur eins bewirken: Es gibt nie den perfekten Studiengang, es kommt nur darauf an, was man selbst damit und daraus macht. Und Möglichkeiten, etwas daraus zu machen, wirst du im Laufe des Studiums zur Genüge erhalten.

Viel Erfolg!


Kommentar von SirRonimo
04.08.2016, 18:03

Danke für die ausführliche Antwort, ich finde es wirklich toll, wenn sich Menschen noch Zeit für so ausführliche und hilfreiche Antworten nehmen! :)

Ihr habe mich im Übrigen inzwischen für Passau entschieden.

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