Kulturunterschiede beim Flirtverhalten?

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Natürlich gibt es Unterschiede kultureller Art im Flirtverhalten. Das findet man ja schon, wenn man nach Italien geht, hier hat es eine Frau aus Deutschland viel schwerer, sich flirtender Italiener zu erwehren, wenn sie ihre Ablehnung mit einem freundlichen Gesicht zum Ausdruck bringt. Denn dies wird dort als "ja" verstanden, egal welche Worte gebraucht werden. Ein "Nein" muss also auf jeden Fall mit einem "hochnäsigen" Gesichtsausdruck vermittelt werden. Um so größer sind die Unterschiede bei z.B. Afrikanern, sowohl was ihre Mentalität anbelangt, als auch was ihren kulturellen Hintergrund betrifft. In diesem Zusammenhang ist es übrigens interessant, dass Eibl-Eibesfeld auch Gemeinsamkeiten im Flirtverhalten in fast allen Völkern entdeckt hat (hier sei der vielzitierte "Augengruß" erwähnt. Google doch mal danach!)

Zusätzlich zu schon erwähnten Argumenten, füge ich noch hinzu: je mehr der Mensch im Verstand ist, desto präsenter sind auch Blockaden und Hemmungen und desto größer wird die Verschlossenheit, die eine Art Selbstschutz darstellt. Je naturverbundener und ursprünglicher ein Mensch ist, desto offener verhält er sich meist. Gerade hier in Deutschland fällt - meiner Meinung nach - der "Abstand" zwischen Menschen besonders auf und so zeigt sich auch das "Flirtverhalten". Ich bin ein Mensch, der anderen in die Augen schaut und da fällt mir auch immer wieder auf, dass die wenigsten standhalten können.

Das Flirtverhalten der Menschen von ihrem Verstand und evtl. möglichen Blockaden und Hemmungen abhängig erscheinen zu lassen, zeugt von geringen Menschenkenntnissen und noch weniger Erfahrung.

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@MarcSu

Na, dann freu dich doch, dass du die nötige Menschenkenntnis und Erfahrung hast... :-)

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Es gibt sie tatsächlich ... die kulturellen Unterschiede im Flirtverhalten. Paul Watzlawick hat einmal darüber geschrieben, das ist auch schon "wissenschaftlich" untersucht.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg, während der Besatzung durch die Amerikaner, kam es bei den GI's zu der einhelligen Auffassung, die deutschen Mädchen seien leicht zu haben. Grund: bei den Amis kommt der Kuss ziemlich am Anfang der Flirtkette, dann wird erst einmal noch eine Weile Händchengehalten, gemeinsam ins Fastfood-Restaurant gefahren, Sterne geguckt, Autokinogeknutscht und dergleichen mehr.
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Bei den deutschen Mädels jedoch steht der Kuss unmittelbar vor dem S.ex.
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Ergo ...???

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