Kündiung bei Älteren Arbeitnehmern

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2 Antworten

Wenn Deine Mutter seit 3 Jahren im Betrieb arbeitet, wenn tarif- oder arbeitsvertraglich keine längere Frist einzuhalten ist, dann gilt für die Kündigung durch den Arbeitgeber eine Frist von 1 Monat zum Monatsende nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 622 Abs. 2 Nr. 1 (die diesbezügliche Antwort von Quasimo ist falsch).

Nach dem Kündigungsschutzgesetz KSchG muss eine Kündigung "sozial gerechtfertigt" sein - z.B. dadurch, dass sie betriebsbedingt ist, wofür dann wiederum bestimmte Voraussetzungen einzuhalten sind, wozu u.a. auch die Berücksichtigung des Alters gehört.

Allerdings gilt das KSchG nicht für Betrieben mit in der Regel 5 oder weniger dauerhaft beschäftigten Mitarbeitern (wobei Teilzeitkräfte nur anteilig und Auszubildende nicht gerechnet werden); bei Betrieben mit 10 oder weniger Mitarbeitern gilt der Kündigungsschutz nicht für diejenigen, die nach dem 31.12.2003 im Betrieb angefangen haben.

Für Deine Mutter gilt also das Kündigungsschutzgesetz leider nicht - es sei denn, die Kündigung wäre rein willkürlich und verstieße gegen die Prinzipien von Treu und Glauben.

Einen besonderen Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer gibt es nach dem Gesetz nicht - der wäre allenfalls über einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung zu regeln.

Nun, vorab stellt sich die Frage wie viele Mitarbeiter in dem Betrieb beschäftigt sind, Deine Frage bezieht sich auf das Kündigungschutzgesetz, welches aber nur ab einer bestimmten Zahl fester Mitarbeiter greift.

Zu den Kündigungszeiten: In der Regel sind diese in der Probezeit 14 tägig und danach 4 Wochen. Bin ich nun sehr lange in einem Betrieb, ist es abhängig vom Tarifvertrag möglich, dass die Fristen erhöht werden. Mit dem Alter an und für sich hat das aber nichts zu tun.

Danke dir für die schnelle Antwort. Es sind weniger wie 10 Angestellte. Dachte hätte mal mal was gehört mit Altersbedingten Kündigungsschutz aber das war dann nur wenn man nach den Sozialen Aspekten geht.

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@JonnyWolf

Was der Link an Informationen enthält, das hilft bloß alles nichts, wenn es keinen entsprechenden Tarifvertrag gibt oder das Kündigungsschutzgesetz nicht anzuwenden ist!!

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danach 4 Wochen. Bin ich nun sehr lange in einem Betrieb, ist es abhängig vom Tarifvertrag möglich, dass die Fristen erhöht werden.

Was für eine "merkwürdige" Feststellung ist das denn???

Nach dem BGB beträgt in diesem Fall die Frist für eine Kündigung durch den Arbeitgeber 1 Monat zum Monatsende; danach werden die Fristen gestaffelt je nach Betriebszugehörigkeit länger; die Frist für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer beträgt immer 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

Davon kann im Arbeitsvertrag verlängernd abgewichen werden, im Tarifvertrag vrlängernd oder verkürzend!

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@Familiengerd

nun, für mich sind die 4 Wochen immer noch ein Monat.. mag wo anders, anders sein.

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@Quasimo

für mich sind die 4 Wochen immer noch ein Monat

Da bist Du aber total im Irrtum, wie Du mit einfachem Rechnen feststellen kannst!

Wie viele Tage haben 4 Wochen! Richtig: 28 Tage! Das ist schon einmal gut gerechnet!

Und wie viele Tage hat ein Monat? Auch richtig: meist (bis auf den Februar - außer im Schaltjahr) mehr! Der Mai z.B. hat 31 Tage - das sind schon einmal 3 Tage mehr als 4 Wochen; der Juni hat 30, sind auch 2 Tage mehr.

Also: "für mich sind die 4 Wochen immer noch ein Monat" ist was? Richtig erkannt: absoluter Unsinn!!!

Außerdem:

Warum macht denn wohl der Gesetzgeber bei den Kündigungsfristen des BGB einen Unterschied zwischen "4 Wochen" und "1 Monat"??? Aus Jux und Dollerei oder weil er zu "blöde" ist???

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