Kündigungsfristen einhalten?

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2 Antworten

Vertrag ist Vertrag.

In der Regel ist die Kündigungsfrist ein Schutz für den Arbeitnehmer gegen kurzfristige Entlassung, aber diesmal wirkt es halt gegen Dich.

Rechtlich hast Du da wahjrscheinlich keine Chance. Aber Du kannst ja mit Deinem bisherigen Arbeitgeber reden, vielleicht lässt er Dich ja früher gehen. Im gegenseitigen Abkommen sind auch Vertragsänderungen möglich.

MarioSoelter 20.05.2015, 19:30

Danke, das habe ich mir schon gedacht, früher gehen wird sehr schwierig, da unsere Personalsituation sehr angespannt ist, das heisst zu wenig. Der Arbeitgeber kann jetzt mal ganz Entspannt versuchen neues Personal zu beschaffen. 

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BurkeUndCo 20.05.2015, 19:31
@MarioSoelter

Stell Dir vor es wäre anders herum und Du würdest entlassen. Dann wärest Du auch froh, wennn Du ausreichend Zeit hättest Dir einen neuen Job zu suchen.

Geht halt in beide Seiten in gleicher Weise.

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MarioSoelter 20.05.2015, 19:42
@BurkeUndCo

Ja hast wahrscheinlich recht. Danke dafür. Ich war nur irritiert, weil mein Kollege ( ein versiertes Verdi Mitglied ) gesagt hat, das mir durch die Kündigung keine Nachteile entstehen dürfen.... Wenn ich z.B. daran gehindert werde, eben durch die Kündigungsfrist, eine Verbesserung zu erzielen, z.B. mehr Geld, und der neue Arbeitgeber nicht bereit währe so lange zu warten, dann ist der neue Job halt futsch ! Das währe meiner Ansicht nach ein gravierender Nachteil. Aber seis drum, ich werde halt nochmal das Gespräch suchen. Danke für Hilfe !

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Familiengerd 20.05.2015, 20:15
@MarioSoelter

dass mir durch die Kündigung keine Nachteile entstehen dürfen

Damit ist gesagt, dass Dir vonseiten des Arbeitgebers keine Nachteile wegen Deiner Kündigung erwachsen dürfen.

Hast Du tatsächlich eine vertragliche Vereinbarung, dass Deine Kündigungsfristen sich entsprechend der Beschäftigungsdauer anpassen an die verlängerten Kündigungsfristen des Arbeitgebers???

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BurkeUndCo 20.05.2015, 20:26
@MarioSoelter

Mit der Aussage:

das mir durch die Kündigung keine Nachteile entstehen dürfen.

Ist gemeint, dassDich Dein Arbeitgeber in deiner Restzeit nicht Schikanieren, oder sonstwie schlechter behandeln darf. Du bekommst nicht mehr Überstunden aufgebrummt. Du musst keine zusätzlichen Leistungen erbringen. Du darfst nicht zu einer schlechteren Tätigkeit abngeordnet werden. Der Arbeitgeber darf dir für diesen Zeitbereich das Gehalt nicht kürzen. Du darfst auch in dieser Zeit Urlaub nehmen.

Kurez: Du musst in dieser Zeit genau so behandelt werden, wie dein Kollege der nicht gekündigt hat auch.

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Sorry, für meine ursprüngliche Antwort, die ich jetzt korrigieren will und muss.

Die Diskussion mit einem unserer Betriebsräte ergab, dass die Verträge im Arbeitsrecht meist unsymmetrisch sind. D.h. die Verlängerung der Kündigungsfristen gilt in der Regel nur für den Arbeitgeber. Für den Arbeitnehmer gelten gem. Arbeitsgesetz eventuell kürzere Kündigungsfristen.

Dazu solltest Du auf jeden Fall nochmals mit eurem Betriebsrat sprechen, denn der sollte diese Situation am Besten kenn.

Oder, wenn es finanziell ein deutlicher Unterschied für Dich ist - ob 3 Monate oder 6 Monate Kündigung gelten -, dann wäre eine Beratung mit einem Anwalt der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist sinnvoll.

Nochmals sorry. Meine erste Antwort war sicher logisch und subjektiv "gerecht", aber im deutschen Recht ist eben vieles möglich.

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