Kündigungsfristen bei Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren, € 450,- Job, wirklich 1/2 Jahr?

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6 Antworten

Wenn im Vertrag steht oder die gesetzliche Regelung dann sind es 6 Monate nach 15 Jahren wenn du weg willst nimm die 4 Wochen.

Wenn keine anderen Vereinbarungen getroffen wurden,dann gilt für die Kündigung durch den Arbeitnehmer nach § 622 Abs.1 BGB eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

Eine nach Jahren der Betriebszugehörigkeit gestaffelte längere Kündigungsfrist nach Abs.2 des oben aufgeführten § 622 gilt bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber.

Ja, für Arbeitgeber trifft das zu. die 4-Wochenfrist gilt nur für Arbeitnehmer, für AG verlängert sich die Kündigungsfrist je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit.

4 Wochen zum Monatsende

wie kommst du auf ein halbes Jahr?? Steht doch unmißverständlich geschrieben!!

Wenn du z. B. heute kündigst..wäre es zum 31.07.

Kündigst du z. B. am 15.07...dann wäre der 31.08. dein letzter Arbeitstag.

Otilie1 30.06.2014, 10:50

Ich bin Arbeitgeber. und ich glaube ich muss meinen Angestellten diese lange Zeit lassen nach so langer Betriebszugehörigkeit ! Wenn sie selber kündigen, dann geht das natürlich so wie im vertrag mit diesen 4 Wochen

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amdros 30.06.2014, 11:01
@Otilie1

Dann habe ich es in die verkehrte Kehle bekommen ...sorry

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Wenn im Arbeitsvertrag "4 Wochen zum Monatsende" steht, dann sind es 4 Wochen zum Monatsende!

Ballerbirne 30.06.2014, 10:47

Die Fristen für den ArbeitGEBER sind abweichend davon länger:

§ 622 BGB

Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen 1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats, 2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats, 3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats, 4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats, 5. zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats, 6. 15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats, 7. 20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.

(3) Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

(4) Von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen können durch Tarifvertrag vereinbart werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrags gelten die abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen zwischen nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.

(5) Einzelvertraglich kann eine kürzere als die in Absatz 1 genannte Kündigungsfrist nur vereinbart werden, 1. wenn ein Arbeitnehmer zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt ist; dies gilt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis über die Zeit von drei Monaten hinaus fortgesetzt wird; 2. wenn der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt und die Kündigungsfrist vier Wochen nicht unterschreitet.

Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen. Die einzelvertragliche Vereinbarung längerer als der in den Absätzen 1 bis 3 genannten Kündigungsfristen bleibt hiervon unberührt.

(6) Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer darf keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

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Levellord 30.06.2014, 10:49
@Ballerbirne

Sorry, dass es um den Arbeitgeber geht, kam erst, als ich die Antwort bereits geschrieben hatte und nicht mehr ändern konnte!

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