Kündigungsfrist während der Probezeit?

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9 Antworten

Einfache Antwort. Mit diesem Vertrag schnellstmöglich zum Arbeitsamt gehen und beim Sachbearbeiter des Arbeitsamtes erklären, dass er nicht gewilt ist, so einen Vertrag zu unterschreiben. Ein Arbeitsvertrag schliesst immer die Tätigkeitsbeschreibung und fixiert das Gehalt. Ein Vertragsstrafe ist, wenn es sich nicht um eine Geschäftsführertätigkeit handelt, m.E. sittenwidrig. Diesen Vertrag würde ich so nicht unterschreiben.

Er soll als Haustechniker da arbeiten .

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@nitsrek

Dann ist es für mich umso unverständlicher, mein Rat bleibt bestehen, mit dem Vertrag zum Arbeitsamt (ach nee Arbeitsagentur). Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Tätigkeit bei den Voraussetzungen angetreten werden muss...

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Rechtlich gesehen ist dies kein Arbeitsvertrag, da gehört ein Arbeitsentgelt hinein (stündlich/monatlich). 6 Monate Probezeit -ok-, währenddessen 2 Wochen Kündigungszeit -ok-, Vertragstrafe -sittenwidrig-, Arbeitsagentur? Ein Nicht-Arbeitsvertrag darf nicht einem ordentlichen Arbeitshältnis gleichgesetzt werden, somit darf die Nicht-Unterzeichnung eines solchen zu keinen Nachteilen führen.

Die Vertragsstrafe ist sittenwidrig? Was bedeutet das für meinen Mann bei Nichtunterzeichnung?? Wir werden Montag bei der Arge mal nachfragen. Vielen Dank!

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Also, über die Probezeit und die Kündigungsfrist von 2 Wochen kann ich dir sagen, dass dies Rechtens ist. Ob er ein Bruttogehalt Vertagsstrafe zahlen muss wenn er die Kündigungsfrist nicht einhält - so was kenne ich nicht. Kann aber ja nicht viel bedeuten, wenn ihr nicht vorhabt, den Chef draufzusetzen. Im Übrigen könnt ihr den Arbeitgeber auf den Vertrag ansprechen und um Erklärung bzw. Nachbesserung bitten.

Eine zweiwöchige Kündigungsfrist während der Probezeit ist völlig normal.

Wegen dem nicht im Vertrag fixierten Gehalt würde ich den Chef/Personaler ansprechen und dies vor Unterschrift nachtragen lassen. Die Gehaltshöhe ist schon Bestandteil eines Arbeitsvertrages. Es sei denn, es steht drinnen, das nach Tarif bezahlt wird. Dann muss der Tarifvertrag (Art) und die Eingruppierung drinnen stehen.

Warum wollt ihr nicht unterschreiben? Hat Dein Mann denn vor zu kündigen?

Mal unabhängig ob es rechtens ist oder nicht. Eine Firma muß Dich einarbeiten, evtl schulen und traut vertraut Dir Betriebsgeheimnisse an.

Ich denke die wollen sich nur absichern das wenn sie jemanden einstellen, dass der denn auch länger bleiben will.

Außerdem steht dort ja drin, dass er die Strafe nur zahlen muss wenn er die Kündigungsfrist von 2 Wochen nicht einhält. Ich denke so eine Frist kann man durchaus einhalten.

Übrigends steht da nichts drin wenn man kündigt und dann sehr kurzfristig krank wird, dass man gehidert ist weiter zur Arbeit zu gehen.

Nein, er hat nicht vor zu kündigen. Der Vertrag soll seit 01.11. gültig sein. Mein Mann kommt direkt aus dem Erziehungsjahr mit unserem Sohn. Das mit dem Bruttogehalt kommt uns eben nur so spanisch vor. Das ist ja ne regelrechte Androhung. Und wieso steht das Gehalt nicht mit drin?? Wir wollen nur auf Nummer sicher gehen. Die erste Lüge war ja schon. Der Vertrag sollte unbefristet sein, ist aber nun plötzlich bis nächstes Jahr 31.10. befristet.

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@nitsrek

Ich würde noch bitten Tätigkeitsbeschreibung und Gehalt in den Vertrag aufzunehmen. Dies sollte schon enthalten sein. Ansonsten sehe ich kein Grund den Vertrag nicht zu unterschreiben.

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Wenn kein Bruttogehalt drin steht, kann sich auch eine Vertragsstrafe ziemlich schwer darauf beziehen.

Also, das kann er locker unterschreiben, da es ihm nicht schadet.

Ein ordentlicher Arbeitsvertrag sollte aber schon irgendwie die Gehaltshöhe benennen.

Was soll er sonst tun? (Rhetorische Frage. Weil mir dazu noch einiges einfallen könnte.)

Ich bin kein Rechtsanwalt und kann daher nicht bewerten, ob die Strafzahlung bzw. deren Höhe rechtens ist. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass der Arbeitgeber einen Anspruch gegen den Arbeitnehmer hat, wenn dieser sich nicht an den Vertrag hält. Wenn ein Arbeitnehmer von sich aus ohne ein Frist den Job abbricht, ist es naheliegend, das dem Arbeitgeber erhebliche wirtschaftliche Schäden entstehen können. Von einem Tag auf den anderen kann man kaum für jede Stelle Ersatz finden. Abgesehen davon kann der Arbeitgeber von seiner Seite auch nicht fristlos den Vertrag kündigen, wenn nicht ein "wichtiger Grund" vorliegt.

Da geb ich dir recht, aber wir reden hier von der Probezeit. Die Probezeit ist doch dafür da um zu sehen, ob die Chemie stimmt und alles klappt und wenn da schon solche Klauseln drin sind, sind wir eben etwas unsicher.

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@nitsrek

Das ändert nichts an meiner Aussage. Auch in der Probezeit ist ein Arbeitnehmer mehr oder weniger fest in das Firmengefüge eingebunden. Wenn er jederzeit überflüssig wäre, würde ihn die Firma kaum eingestellt haben. Sicherlich ist jeder Arbeitnehmer ersetzbar, aber selten in 24 Stunden. Übrigens arbeiten manche Menschen jahrelang in Firmen, wo die Chemie nicht stimmt, da werden 14 Tage eine zumutbare Belastung sein. Versetz Dich mal in die Lage des Arbeitgebers. Ein Ausfall einer Arbeitskraft an entscheidener Stelle kann pro Tag schnell tausende Euro kosten.

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@dock69

Ich habe bisher noch von keinem gehört, dass eben solche Mittel angesetzt werden und bin nach wie vor doch etwas schockiert über diese Klausel. Aber anscheinend ist sie normal, wenn ich das hier so lese. Eine Probezeit ist dafür da um sich einzuarbeiten und beiderseitig zu schaun, wird die Arbeit ordentlich gemacht usw. Ich empfinde es eben als eine Art "Druckmittel" so eine Klausel einzubauen und frage mich, warum so etwas nötig ist. Wer sagt denn, dass sich der Arbeitnehmer nicht an den Vertrag hält. Es ist für mich ne Art Unterstellung, dass der AN die Fristen nicht einhalten wird.

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@nitsrek

Nach Deiner Auslegung wäre jeder Vertrag eine Ansammlung von Unterstellungen. Ein Vertrag soll eine Sicherheit für beide Parteien darstellen. Die Frist gilt ja auch für beide Seiten - sonst wäre eine Vertragspartei im Vorteil. Warum so eine Klausel notwendig ist, habe ich oben erklärt. Wenn ihr euch so viele Sorgen um die Chemie macht, dann schlage doch eine einwöchige kostenlose Probearbeit vor oder ein unbezahltes Praktkum. In dieser Zeit kann Dein Mann prüfen, ob die Chemie stimmt und im Zweifel sofort gehen.
Wenn ich mit einem potentiellen Arbeitnehmer über diesen Passus diskutieren müsste, wäre er für mich schon aus diesem Grund nicht der Richtige. Ein Mindestmaß an Verbindlichkeit und Durchhaltewillen ist ja die Basis für jeden Arbeitsvertrag.

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@dock69

So gehen deine und meine Auffassungen eben auseinander. Ein Mindestmaß an Verbindlichkeit und Durchhaltewillen ist eine Voraussetzung, die gegeben sein muss. Ich bin froh, dass mein AG mir in dem Punkt das Vertrauen entgegengebracht hat und ich hatte auch nicht vor mich von dir beinah beschimpfen zu lassen, weil ich der Ansicht bin eine solche Klausel muss kein Vertragsbestandteil sein. Danke für deine Sicht der Dinge, die mich nicht interessiert hat. Ich wollte Auskünfte, ob diese Klausel hinzunehmen ist und habe diese Auskunft von anderen auch erhalten.

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@nitsrek

Wenn jemand eine Frage stellt, erlaube ich mir zu antworten. Mit dem Schicksal muss und kann ich leben, dass ich nicht jedem die Antwort geben kann, die er/sie hören will.

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@dock69

Schön. Aber bitte wie schon erwähnt das nächste Mal nicht deine persönliche Meinung, sondern eine ordentliche Antwort oder lieber gar keine Antwort. Dankeschön. Gilt natürlich für meine Fragen. Ich möchte darauf verzichten.

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@nitsrek

Warum stellts du hier Fragen wenn du die Antworten nicht hören willst?? Ist das nicht Zeitverschwendung.

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@nitsrek

Mir ist zu kompliziert, Listen zu führen, bei welchem User ich wie zu antworten habe. Du kannst meine Antworten ignorieren oder beanstanden, wenn sie nicht den Richtlinien entsprechen. Ich verlange von Dir auch nicht, Deine Fragen nach meinen Maßstäben von "ordentlich" zu stellen. Übrigens ist das hier keine Privatparty. Wenn ich eine Antwort gebe, kann das evtl. für andere Leser interessant oder lesenswert sein, auch wenn es Dich nicht interessiert.

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Ich finde an dem Vertrag nichts Sittenwidriges. Theoretisch braucht es überhaupt keinen schriftlichen Vertrag. Die Vertragsstrafe würde doch nur im Falle der Nichteinhaltung wirksam. Wo ist das Problem. Selbst unter schlechtesten Bedingungen kann man 14 Tage aushalten. Grundsätzlich ist Misstrauen keine gute Voraussetzungen um einen Arbeitsplatz zu erhalten.

Anhand der folgenden Übersicht können Sie prüfen, ob Ihr Arbeitsvertrag oder die Ihnen ausgehändigte Niederschrift den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie Ihren Arbeitgeber unter Hinweis auf das Nachweisgesetz um entsprechende Änderung bitten.

Mindestinhalt Arbeitsvertrag/Niederschrift:

Name und Anschrift des Arbeitgebers;

Name und Anschrift des Arbeitnehmers;

Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses;

bei einem befristeten Arbeitsverhältnis die vorhersehbare Dauer, also das Ende der Befristung;

Arbeitsort;

Bezeichnung oder allgemeine Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit;

Zusammensetzung und Höhe des Arbeitsentgelts, einschließlich der Zuschläge, Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Entgeltsbestandteile;

Fälligkeit des Arbeitsentgelts und seiner sonstigen Bestandteile;

vereinbarte Arbeitszeit;

Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs;

Kündigungsfrist;

Hinweis auf Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis Anwendung finden.

Ändern sich die Vertragsbedingungen, muss der Arbeitgeber dies spätestens einen Monat nach Eintritt der Änderungen schriftlich mitteilen. Diese Verpflichtung entfällt bei einer Änderung gesetzlicher Vorschriften, von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen.

(abc-recht.de)

Dankeschön

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