Kündigungsfrist nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit?

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7 Antworten

Hallo, nun, mein derzeitiger Arbeitgeber ist mir nicht wohl gesonnen und entlässt mich garantiert nicht eher aus dem Arbeitsvertrag mit einem Auflösungsvertrag. Allerdings hilft mir, glaube ich, http://www.bafoeg-aktuell.de/recht/kuendigung/kuendigungsfristen.html weiter. Da steht: Je nach Dauer des Beschäftigungsverhältnisses kann sich die Grundkündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 2 BGB verlängern. Gelten im Einzelfall die verlängerten Kündigungsfristen nach dieser Bestimmung, ist eine Kündigung nur zum Ende des Monats zulässig. Zu beachten ist, dass die verlängerten Kündigungsfristen grundsätzlich nur für den Arbeitgeber einzuhalten sind. Der Arbeitnehmer kann folglich auch bei längerer Betriebszugehörigkeit mit der in § 622 Abs. 1 BGB geregelten Grundkündigungsfrist kündigen. Abweichendes gilt nur dann, wenn dies einzel- oder tarifvertraglich bestimmt wird (dazu nachfolgend Näheres).

Also gilt die verlängerte Frist auch für mich als Arbeitnehmer, allerdings hier mit der Regelung, "daß eine Kündigung nur zum Ende des Monats zulässig ist". Danach werde ich noch zum Ende März kündigen, damit ich dann auf jeden Fall zum 01.08.2012 frei bin.

Danke trotzdem schon mal für Eure tollen und schnellen Antworten! :-)

Jede Verlängerung von gesetzlichen Kündigungsfristen gilt sowohl für die Gesellschaft als auch für Herrn XYZ als vereinbart."<

Es wurde in deinem Arbeitsvertrag vereinbart,dass du die gleichen Kündigungsfristen wie der Arbeitgeber hast.Demnach gilt für dich also nach § 622 Abs.:2 Satz1/4 eine Kündigungsfrist von vier Monaten zum Ende eines Kalendermonats.Das heißt,dass du bis zum Ende des Monats März zum 31.Juli kündigen kannst.

Regelungen zu Ungunsten eines Angestellten (verkürzte Kündigungsfrist) sind stets unwirksam. Eine Verlängerung, wie oben im Auszug benannt, ist dagegen zulässig.

Die Klausel aus dem Arbeitsvertrag müsste gelten, also sechs Wochen bis zum Ende des Quartals. Man kann sich aber oft auch auf einen Auflösungsvertrag einigen, wenn Sie z.B. eine neue Stelle haben, die Sie sehr bald antreten wollen.

Eigentlich gilt die gesetzliche Regelung, dass die Kündigungsfrist sich nach Dauer des Arbeitsverhältnisses verlängert, nur für den Arbeitgeber.

Es kann aber vereinbart werden, dass für den Arbeitnehmer gleich lange (aber niemals längere) Kündigungsfristen gelten.

Wenn dein Arbeitsvertrag also besagt, dass für dich die gleichen Verlängerungen gelten, dann ist die Frist tatsächlich 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats.

D.h. du könntest frühestens zum 31.7. kündigen.

Schreibt man nicht in die Kündigung rein .. Ich kündige zum....

So wie ich das verstehe setzt die gesetzliche Kündigungsfrist, die Verträgliche außer kraft.. da ja in deinem Vertrag sogar steht:

gesetzlichen Kündigungsfristen gilt sowohl für die Gesellschaft als auch für Herrn XYZ als vereinbart.

Heutzutage beträgt die Kündigungszeit 4Wochen!!!!

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