Kündigungsfrist in der freien Marktwirtschaft

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6 Antworten

Wer kündigt? Wenn der Arbeitnehmer kündigt: Gesetzliche Kündigungsfrist ist vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Das kann im Vertrag aber auch anders geregelt werden, z.B. angepasst an die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitgeber, Die ist in der Tat bei 10 Jahre Betriebszugehörigkeit 4 Monate, nach dieser Tabelle aus dem BGB:

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

1.  zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,

2.  fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,

3.  acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,

4.  zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,

5.  zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,

6.  15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,

7.  20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Aber das muss dann im Arbeitsvertrag oder im anwendbaren Tarifvertrag drin stehen. Und achtung: natürlich gilt bei der Kündigung durch den Arbeitgeber neben den Kündigungsfristen meist auch noch das Kündigungsschutzgesetz, d. h. er muss auch bestimmte Gründe zur Kündigung haben!

Das ist tarifvertraglich geregelt und kann in jeder Branche anders sein. Der gesetzliche Anspruch beläuft sich auf 4 Wochen zum Monatsende.

Je nach tariflicher Zugehörigkeit kann es sein das die "Verlängerung" der Kündigungsfristen für den Arbeitgeber erst ab dem 25.ten Lebensjahr zu laufen beginnen.

Es kann aber auch sein das längere Fristen vereinbart wurden. Schau mal in deinen Vertrag.

Die Fristen für Kündigungen durch den Arbeitnehmder ändern sich nicht! durch die Betriebszugehörigkeit

MfG Ursusmaritimus

Verlängerte Kündigungsfristen gelten unter bestimmten Voraussetzungen nur bei Kündigung durch den Arbeitgeber. DAbei werden dann Alter des Arbeitnehmers und Dauer der Betriebszugehörigkeit berücksichtigt.

Der Arbeitnehmer hat gewöhnlich immer eine Frist von 4 Wochen, wenn es im Vertrag nicht anders geregelt ist.

Bei arbeitnehmerseitiger Kündigung ändern sich die Fristen nicht nach Betriebszugehörigkeit! Wenn nicht anders im Vertrag vereinbart gelten die normalen Fristen nach BGB (4 Wochen zum Monatsende/zum 15.)

Quelle: § 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Siehe:

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