Kündigungsfrist bei Sterbefall?

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9 Antworten

Drei Monate sind die gesetzliche Kündigungsfrist, aber ich glaube nicht, dass es auch nur einen Vermieter gibt, der sich strikt daran halten wird.

Zügig die Wohnung ausräumen und ggf. renovieren oder besenrein machen, je nach Vertrag. Dann die Wohnung übergeben und der Vermieter hat freie Hand, neue Mieter zu finden.

Findet er sofort welche, die auch gleich einziehen, ist man auch nicht verpflichtet, drei Monate lang noch die Miete zu zahlen, sondern nur so lange, bis ein neues Mietverhältnis begonnen hat.

Mehr kann man nicht tun und hoffen, dass das dann auch funktioniert.

Einfach deswegen das Erbe ausschlagen und die Wohnung, wie sie ist, dem Vermieter überlassen, ist meistens auch keine gute Lösung, denn es geht nicht, dass man als Angehöriger erst alles Wertvolle aus der Wohnung entwendet und dann das Erbe ausschlägt. Verzichtet man aufs Erbe, verzichtet man auch auf den kompletten Inhalt der Wohnung und wer weiß, was da alles zum Vorschein kommen könnte.

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Für den Fall das ein Mieter verstirbt gibt es ein Sonderkündigungsrecht mit gesetzlicher Frist.

Und die gesetzliche Frist, wenn vertraglich nicht kürzer vereinbart (darum mal im Vertrag nachsehen), sind 3 Monate.

Die Verwaltung sagt 3 Monate Kündigungsfrist  

Was "sagt" der Mietvertrag?

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Kommentar von itouch79
03.11.2016, 16:14

3 Monate

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Siehe § 580 BGB Außerordentliche Kündigung bei Tod des Mieters

Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter
berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom
Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der
gesetzlichen Frist zu kündigen.

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Das ist ein derbes Thema....schau mal in den Link, ich denke, das beantwortet dir alle Fragen.....aber um das vorweg zu nehmen....leider wird es bei den drei Monaten bleiben, es sei denn, und das ist eigentlich oft die Regel, der Vermieter ist an einem neuen Mietverhältnis interessiert und gibt den Vertrag kulant früher frei....er hat unter Umständen (Mieterhöhung für den Nachmieter etc) auch Vorteile, die man ihm vielleicht schmackhaft machen kann....... ;-) 

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/101396-tod-der-mieter---muessen-erben-drei-monate-die-miete-weiter-zahlen

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Die Kündigungsfrist ist einzuhalten und auch die Miete zu zahlen. Ich hatte das Problem als meine Mutter starb.

Ich konnte mich aber mit dem Vermieter einigen das ich die Wohnung innerhalb von 2 Wochen komplett räume und gereinigt übergeben kann.

Die Miete für den Monat war schon bezahlt und da es eine Wohnungsgesellschaft war und die Wohnung saniert werden sollte, bin ich dann früher aus dem Mietvertrag raus gekommen.

Ist aber reine Kulanzsache des Vermieters

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Nein. Nach §§ 563 (4), 580  BGB besteht zwar ein außerordentliches (im Übrigen beiderseitiges) Kündigungsrecht, aber eben nur mit gesetzlicher Frist.

G imager761


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Nein, ein Todesfall berechtigt nicht, den Vertrag vorfristig zu kündigen.

Es ist nun natürlich entscheident, was in dem "alten" Vertrag drin steht.

Mehr als 3 Monate sind übrigens nicht gestattet.

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Ist leider korrekt auch im Sterbefall gilt diese Frist :/

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Kommentar von qugart
03.11.2016, 15:34

"Leider" aber nur aus Sicht der Erben. Der Vermieter hat ja auch ein Problem, da ihm Einnahmen wegfallen.

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Kommentar von Homesweethome92
03.11.2016, 17:16

Ja aber die müssen eben die Erben zahlen. der Vermieter darf die Wohnung nicht vorzeitig betreten bzw. weiter vermieten. dies ist auch dafür da das sich die Erben um die Dinge in der Wohnung kümmern können. sicherlich gibt es auch Vermieter die sagen sie kürzen die Kündigungsfrist. Aber sie sind dazu nicht verpflichtet.

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Wenn der Mieter alleine gewohnt hat, geht das Mietverhältnis bei seinem Tod auf seine/n Erben über. Somit ist die dreimonatige Kündigungsfrist absolut korrekt.

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