Kündigungsfrist bei befristetem Mietvertrag?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Befristete Mietverträge können gar nicht gekündigt werden. Jedenfalls nicht fristgerecht.

Sie enden, wie es in deinem Vertrag steht, automatisch mit Ende der Befristung.

Muss ich noch bis Mitte April in der Wohnung bleiben oder kann ich schon vorher kündigen?

Angenommen die Befristung wäre unwirksam, dann könntest Du jetzt ohnehin frühestens zum 30. April 2017 kündigen.

Denn die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt 3 Monate.

Gekündigt werden kann bis zum 3. Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats.

Der 3. Werktag im Januar ist lange vorbei, also würde die Kündigungsfrist jetzt mit dem 1. Februar beginnen und am 30. April enden.

ich habe als Mieterin einen befristeten Mietvertrag für ein halbes Jahr abgeschlossen. In meinem Mietvertrag steht nichts drin zur Kündigungsfrist. Es steht bloß drin, dass der Mietvertrag nach dem halben Jahr automatisch endet.

Ein befristeter Mietvertrag hat keine ordentliche Kündigungsfrist sondern er endet mit den im Vertrag angegebenen Datum.

Nur eine außerordentliche Kündigung wäre möglich , wenn es einen entsprechenden Grund gibt.

Da der Vertrag im April endet, ist es auch nicht relevant ob die Befristung wirksam ist.

Da  der Befristungsgrund fehlt, hast du einen unbefristeten Mietvertrag. Du dürftest also jetzt zum 30.4 kündigen. Deine vom Vermieter gesetzte KF endet ebenso am 30.4.. Es ginge also aus wie das Hornberger Schießen. Ich rate dringend zur schriftlichen Kündigung zum 30. April, da die Befristung unwirksam ist und der V. dann am 30.4. sonst sagen könnte, ätsch, du hast nicht gekündigt, nun läuft der MV noch weitere 3 Monate.

Nein, vorher kannst Du den befristeten Mietvertrag nur in Sonderfällen kündigen (z.B. wenn die Wohnung durch ein nicht von Dir zu verantwortendes Ereignis unbewohnbar ist)

 

Im Grundsatz können Sie bei einer fest vereinbarten Laufzeit den Mietvertrag nicht einseitig kündigen. Nur bei Vorliegen eines Härtegrundes (z.B. beruflich bedingter Umzug, größere Wohnung wegen Familienzuwachs, Umzug in Altenheim oder altersgerechte Wohnung) machen viele Gerichte eine Ausnahme und geben Ihnen eine Kündigungsmöglichkeit, wenn Sie einen geeigneten Nachmieter stellen.

Wenn es sich tatsächlich um einen rechtswirksam befristeten Mietvertrag handelt, kann dieser nicht gekündigt werden. Weder vom Mieter noch vom Vermieter. Er läuft mit Ablauf des Befristungsdatum aus.

Was genau steht als Befristungsgrund in deinem Mietvertrag? Und warum genau willst du wieder ausziehen?

Selbstverständlich kannst du jederzeit ausziehen, schuldest aber bis Ende April unverändert Miete und Betriebskosten für diese Wohnung :-O.

Denn entweder endet der Mietvertrag nur mit Ablauf, ohne dass es einer Kündigung bedarf oder er wäre mangels qualifiziertem Befristungsgrund ordentlich kündbar, meint unter Einhaltung einer Kündigungsfrist i. S.d. § 573c I BGB.

In beiden Fällen wäre das aber immer der 30.04.2017 :-O

G imager761

Also erst einmal müsste nach §575 BGB geprüft werden, ob der Mietvertrag überhaupt zu Recht befristet wurde, ansonsten gilt er nämlich als unbefristeter Mietvertrag mit üblicher Kündigungsfrist (drei Monate).

Wenn der Vertrag nach §575 BGB ein befristeter Vertrag ist, so kannst du bis zu vier Monate vor Beendigung der Befristung nachfragen, ob das befristete Kündigungsziel überhaupt noch erreichbar ist (sprich, ob der Vermieter von der Befristung noch Gebrauch machen will), ansonsten wird der Vertrag in einen unbefristeten mit dreimonatiger Kündigungsfrist umgewandelt.

Letztlich bleibt in jedem Fall die ausserordentliche (fristlose) Kündigung, wenn der Vermieter den Vertrag verletzt hat.

ansonsten gilt er nämlich als unbefristeter Mietvertrag mit üblicher Kündigungsfrist 

Dann kann Fragesteller aktuell frühestens zum 30. April 2017 kündigen.

Was hat sie/er dann gewonnen? Nichts!

Im Gegenteil.

1

Was möchtest Du wissen?