Kündigungsfrist Arbeitnehmerseitig......

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5 Antworten

Ich denke, du möchtest darauf hinaus, dass die vorherigen Beschäftigungen nun angerechnet werden oder nicht ... nein werden sie nicht!

Es gelten die normalen Kündigungsfristen aus dem Arbeitsvertrag - durch die Unterbrechungen wurden die Regelungen aus dem § 622 BGB immer wieder unterbrochen und können nicht auf eine evtl verlängerter Kündigungsfrist aufgerechnet werden. Wenn keine Probezeit vereinbart wurde (14 Tage zu beliebigen Ende) oder abgelaufen ist, dann gilt 4 Wochen zum 15. oder Ende des Monats - allerdings sollte man sich über die Konsequenzen beim Antrag auf ALG im klaren sein ...

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Du scheinst die Arbeitgeberin zu sein. Wieso fragst du dann aber nach einem Tarifvertrag? Wenn einer auf das Arbeitsverhaeltnis anwendbar ist, musst du den ja auch kennen. Entweder weil du tarifgebundenes Mitglied im Arbeitgeberverband bist und von dort sowieso einen bekommen hast oder weil du die Anwendung eines Tarifvertrages arbeitsvertraglich vereinbart hast oder es sich um einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag handelt. In den beiden letzten Faellen muss der ja sowieso am arbeitsplatz ausliegen und du brauchst da nur reinzuschauen.

In allen anderen Faellen braucht dich ein Tarifvertrag nicht zu interessieren, weil ein solche sowieso nicht anzuwenden ist.

Gilt kein Tarifvertrag und wurde arbeitsvertraglich auch nichts anderes vereinbart, kann Herr Mustermann mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten ordentlich kuendigen. Eine fristlose Kuendigung aus wichtigem Grund ist jederzeit moeglich (sofern wirklich ein wichtiger Grund vorliegt, was ziemlich selten der Fall ist).

Haelt er sich nicht an die Kuendigungsfrist und bleibt schon vorher weg, kannst du ihn fuer einen dir dadurch entstandenen und von dir nachgewiesenen Schaden ersatzpflichtig machen. Das ist aber meist auch ne ziemlich kniffelige Angelegenheit.

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Kommentar von Jule1011
14.07.2011, 16:29

Nein ich bin nicht die Arbeitgeberin. Wie die Zusammenhänge sind, spielt hier ja auch nicht wirklich eine Rolle. Wahrscheinlich hätte ich meine Frage noch ausführlicher schreiben sollen. Aber das ist ja nun zu spät. Aber nebenbei bemerkt....in einem Betrieb mit einem Angestellten, der auch noch seit 30 Jahren in diesem Unternehmen ist, hat man nicht unbedingt immer die Tarifverträge zwecks Kündigungsfrist zur Hand. Aber okay, danke trotzdem für die Antwort!

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Wenn der Mensch seit über 30 Jahren in dieser Firma ist, dann ist er mindestens so um die 50.

Dieser Mensch wird wohl nur von sich aus kündigen, wenn er einen neuen Job hat.

Also geht er in diesem Zweimannbetrieb zu seinem Chef und redet in aller Ruhe mit ihm darüber, wie es in dieser Minifirma weitergeht. Dann erklärt er ihm, daß sich in seinem hohen Alter noch eine unerwartete Chance aufgetan hat und verhandelt über einen Auflösungsvertrag.

Wenn er der einzige Mitarbeiter ist, wird es ja wohl nicht einfach nur ein Arbeitsverhältnis sondern auch ein Vertrauensverhältnis sein. Und da interessieren irgendwelche Paragraphen eigentlich gar nicht.

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Kommentar von Jule1011
14.07.2011, 11:39

Hallo anjanni,

ja der Mensch ist über 50 und hier ist der ArbeitGEBERschutz gefragt. Denn dieser Mensch hat von heute auf morgen seine Kündigung abgegeben. Nichts mit Reden oder in Ruhe oder was auch immer. Die Umstände sind ja eigentlich auch egal. Ich hatte nur die Hoffnung, dass sich jemand mit den Tarifverträgen auskennt. Wenn man verzweifelt ist, sucht man nach jedem Strohhalm!

Vielen Dank trotzdem für Deine Antwort

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Steht die Kündigungsfrist nicht explizit im Arbeitsvertrag?

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Arbeitnehmerseitig kannst du immer köndigen, auch kurzfristig.

Die Kündigungsschutzfristen stellen einen ArbeitNEHMERschutz dar.

Mach dir also keinen Kopf. Wenn du was besseres hast, kändige kurzfristig (1 oder 2 Wochen, max. 1 Monat) und gut ists.

Lediglich, wenn dein ArbG gerade einen Wahnsinnsauftrag hat, und er dich dringend braucht, - aber dann ist es eine Frage der Fairness, sich zu einigen.

Sollte es Streit geben, geh zum Arbeitsgericht und lass dich kostenlos, aber verbindlich, beraten.

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Kommentar von 397kg
14.07.2011, 07:39

Sorry, ich habe eine ausländische Tastatur und mit dem Umlauten stehe ich auf dem Kriegsfuss!

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Kommentar von stelari
14.07.2011, 07:44

Nicht ganz richtig... die Kündigungsfristen stellen keinen reinen Arbeitnehmerschutz dar - so wie du es darstellst - sie stellen einen generellen Schutz dar, denn auch der Arbeitgeber kann sich darauf berufen - es sind grundsätzlich die Kündigungsfristen von beiden Seiten einzuhalten! Grundsätzlich gilt das was im Arbeitsvertrag drinn steht - bezieht man sich auf einen Tarifvertrag, dann das was dort steht. Erst wenn nichts mehr anders vereinbart ist, dann die Regelung aus dem 622 BGB

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