Kündigung,Krankgeschrieben Chef zahlt nicht

3 Antworten

Such dir Hilfe bei der Gewerkschaft zB Arbeiterkammer (falls sowas in die Richtung bei dir vorhanden ist). Die Firma geht absolut falsch und schlecht vor, wenn es da zu gröberen Reiberein kommt,sitzt du am längeren Hebel.

  1. Frage: Hast du ALLES schriftlich gemacht? Also die 1 bis 2 Wochen Verlängerung und dann die erneute unbefristete Einstellung? Sowas ist nämlich arbeitsrechtlich überhaupt nicht möglich. Du musst sofort nach Erhalt der Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Dafür hast du ab Zugang der Kündigung aber nur max. 3 Wochen Zeit! Außerdem kannst du Abfindung einfordern! Bei 5 Jahren sind das locker 5000,- Euro. Immerhin hattest du einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das geht aber nur, wenn du nicht aus disziplinarischen Gründen gekündigt wurdest!

Also entweder wendest du dich schleunigst an die Gewerkschaft und lässt dich beraten (Rechtschutz im Sinne eines Anwaltes bekommst du dort aber nicht mehr, da du zu Beginn der Ereignisse (also Ende März) noch keine Mitglied warst) oder du gehst direkt zu einem Anwalt für Arbeitsrecht und lässt dich beraten. Es gibt auch sicher noch Vereine die dich beraten können, aber eben auch nur beraten. Den Anwalt musst dir dir dann trotzdem selbst nehmen oder allein klagen (ohne rechtlichen Beistand).

Falls ihr einen Betriebrat habt, dann natürlich sofort an diesen wenden.

PS. In jeder Lüge steckt ein Funken Wahrheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dich die Firma grundlos gekündigt hat. Wozu dieses Katz-und-Maus-Spiel hinterher allerdings dienen soll, verstehe ich überhaupt nicht. Hast du uns wirklich alles erzählt? Oftmals verheimlichen die Fragesteller hier die Hälfte, weil sie sich schämen oder genau wissen, dass sie Mist gebaut haben.

Hallo, die Antwort von dir ist sehr hilfreich.

Ja habe alles Schriftlich. Also Arbeitsvertrag-Kündigung-veränderte Kündigung-Arbeitsvertrag-Kündigung.

Nein einen Betriebsrat haben wir leider nicht, es ist eine kleine Firma mit 8 Mitarbeitern.

PS. In jeder Lüge steckt ein Funken Wahrheit.: Zu dem Kündigungs Grund, da ich ja angeblich nicht mehr die Leistung wie "damals" bringe, seh ich ähnlich..da es einige Dinge gab die mich ziehmlich aufgeregt haben (Alle Mitarbeiter bekommen Urlaubsgeld(nicht vertraglich geregelt, sondern so auf die Hand), ausser ich. Wir arbeiten mit Privatem Werkzeug, es geht kaputt und wird nicht ersetzt. Ausschließlich fahrten mit Privatem PKW, natürlich ohne einen Cent zu bekommen, arbeiten bei ihm Privat (Rasenmähen Unkraut zupfen usw) Da man den Chef kennt und einige andere Mittarbeiter gekündigt wurden, ohne für mich ersichtbaren Grund, hat man natrülich Angst um seinen Arbeitsplatz und macht sowas mit.

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@Puffel332

Für die Privatarbeiten beim Chef dürften sich Zoll (Abt. Schwarzarbeit) und Finanzamt sehr interessieren. Klingt trotzdem alles irgendwie total unglaubwürdig und chaotisch.

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@ GoetheDresden:

Außerdem kannst du Abfindung einfordern!

Und auf welcher gesetzlichen Grundlage - bitteschön! - soll man denn wohl eine Abfindung "einfordern" können?!? Das ist nämlich Unsinn!!

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@Familiengerd

Wenn du meinen Satz aus dem Zusammenhang reißt, dann ist das dein Problem! Abfindung ist nur möglich, wenn die Kündigung betriebsbedingt und nicht aus disziplinarischen Gründen erfolgte. Also erst mal etwas zu Ende lesen, bevor du es als Unsinn abtust - und vielleicht ein wenig weiterbilden.

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@GoetheDresden

Ob mit oder ohne "Zusammenhang": Deine Aussage ist falsch!

Ein Anspruch auf eine Abfindung besteht nur dann, wenn in Zusammenhang mit einer als betriebsbedingt erklärten Kündigung der Arbeitgeber nach dem Kündigungsschutzgesetz KSchG § 1a die Zahlung einer Abfindung zusagt, sofern der Arbeitnehmer seinen Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage erklärt.

Außerdem erhält er nach § 9 durch das Gericht eine Abfindung auf Antrag zugesprochen, wenn das Gericht zwar einer Kündigungsschutzklage stattgibt, der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis aber trotzdem nicht fortsetzten will, weil eine Fortsetzung ihm nicht zuzumuten ist.

Wenn Du mir also empfiehlst:

Also erst mal etwas zu Ende lesen, bevor du es als Unsinn abtust - und vielleicht ein wenig weiterbilden.

dann rate ich Dir, Dich erst einmal mit einschlägigen Gesetzen vertraut zu machen - Dich selbst als "ein wenig weiter zu bilden" -, bevor Du behauptest, ein Arbeitnehmer könne eine Abfindung "einfordern"!!

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@Familiengerd

Ich bleibe dabei. Er kann eine Abfindung einfordern. Und wer schlau ist, der erhebt auf jeden Fall Kündigungsschutzklage, da ansonsten Leistungskürzungen und Sperren durch die Arbeitsagentur möglich sind.

Und in deinem Absatz mit dem Gericht bestätigst du nur das, was ich schon sagte. Nur dass ich den Teil weggelassen habe, dass der AG einer Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zustimmt.

Ich habe selbst praktische Erfahrungen mit diesem leidigen Thema - als Arbeitnehmer, als Mitglied des Betriebsrates und auch als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht.

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Die Firma per Einwurfeinschreiben unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern und nach Ablauf der Frist zur Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts marschieren und den Lohn gerichtlich einfordern.

Servus,

mal völlig quer von mir:

  • Als "angemessene Frist" kann man in solchen Fällen auch 2 Wochen ansetzen?

  • Zur Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichtes mit oder locker auch ohne Anwalt?

Danke im Voraus und lg! Dom

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@Panzerhobbit

Das geht auch ohne Anwalt. Die Rechtsantragsstelle darf dir aber keine Rechtsberatung geben. Sie hilft dir nur beim aufsetzen der Klageschrift! Mehr nicht! Vorher musst du aber erst mal selbst deine Firma schriftlich aufgefordert haben (Einwurf-Einschreiben mit Fristsetzung).

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@GoetheDresden
Vorher musst du aber erst mal selbst deine Firma schriftlich aufgefordert haben 

Ein MUSS ist das nicht. Der ArbG ist bereits aufgrund vertraglicher Vereinbarung in Verzug. Aber ich würde es trotzdem raten. Frist: zwei Wochen. Anwalt muss nicht sein.

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