Kündigung zurückziehen,unwohl?

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6 Antworten

Eine Kündigung kann man nicht zurücknehmen bzw. nur dann, wenn der AG "mitspielt".

Einen ausreichenden Grund für eine fristlose Kündigung sehe ich hier leider nicht. Rede mit deinem AG über das Problem, ggf. lässt er sich unter den Umständen auf einen Aufhebungsvertrag ein.

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Du musst die Sache gaaanz anders angehen. Du denkst viel zu "juristisch". Der Umgang miteinander spielt sich aber auf der Gefühlsebene ab. Das lässt sich mit Gesetzen und Anordnungen nicht ändern. 

Du hast es da mit einer Gruppe Menschen zu tun, der du angehörst. Sie hatten dich mehr oder weniger vorbehaltlos in ihre Runde aufgenommen, dir  geholfen "dich zurecht zu finden" etc. Sie haben also ein gewisses Engagement an den Tag gelegt. Und nun haben sie erfahren, dass du sie nach so kurzer Zeit schon wieder verlassen willst, und behandeln dich "merkwürdig". 

Da spukt in ihren Köpfen nun etwa so etwas herum: Sie hatten dir Vertrauen entgegen gebracht, und nun "ist es dir bei Ihnen plötzlich nicht mehr gut genug". Sie fühlen sich von dir verraten. Du willst ja nicht weg, weil es dir nicht gefällt, oder wegen der Kollegen, oder um sie zu ärgern, sondern weil du dich verbessern willst. Aber so können das nicht sehen. Deshalb meinen sie nun, dich für deinen Verrat bestrafen zu müssen. 

Nun musst du ihnen das klar machen. Also sprichst du ab sofort jeden der dich merkwürdig behandelt darauf an. Du musst ihnen klar machen, dass deine Kündigung mit ihm/ihr gar nichts zu tun hat. Du hast eben jetzt einen Ausbildungsplatz gefunden, und deshalb hörst du jetzt schon auf - so what? 

Und nun überlege einmal logischer. 12 Stunden in der Woche sind nicht viel Arbeitszeit, in der man dir "an die Karre fahren" kann, und vier Wochen sind auch keine Ewigkeit. Es ist doch nur ein Minijob. 

Sei nicht so unreif mimosenhaft. Mach dich unbedingt frei von dem Gedanken, dass man mit jedem gut Freund sein muss. Und wie viel ist eine Freundschaft wert, wenn deine geplant Weiterentwicklung schon in schäbige Behandlung umschlägt? Oder mal ganz salopp gesagt: Was haben die denn schon zu melden? 

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Wenn du Angst hast zur Arbeit zu gehen ist das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.  Dein Arzt sollte sowas wissen. Und er sollte wissen wie man damit umgeht. Ich glaube auch dass er bescheinigen dass du nicht mehr fähig bist in dem Betrieb zu arbeiten und somit eine fristlose Kündigung möglich machen. Aber ich würde als Arzt da eher für die kurze Zeit einen gelben Schein ausstellen.  Wenn du deinen Arzt nicht um Rat fragst wirst du es nie erfahren.  Wenn dein Arzt nicht auf deine Probleme eingeht solltest du dir einen neuen suchen!

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Kommentar von grubenschmalz
24.12.2015, 06:58

Ich glaube auch dass er bescheinigen dass du nicht mehr fähig bist in dem Betrieb zu arbeiten und somit eine fristlose Kündigung möglich machen. 

Zuerst muss sie überhaupt ihren Arbeitgeber darauf hinweisen und er muss dieses Verhalten abstellen. Arbeitsrechtlich bringt dieser Wisch vom Arzt absolut nichts.

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Kommentar von Familiengerd
24.12.2015, 13:11

@ Peter242:

Ich glaube auch dass er bescheinigen dass du nicht mehr fähig bist in dem Betrieb zu arbeiten und somit eine fristlose Kündigung möglich machen.

Die Situation, wie sie die Fragestellerin schildert, bietet - so
unangenehm sie sein mag - keinen "wichtigen" Grund für eine fristlose Kündigung im Sinne des BGB § 626!

Allenfalls kann der Arzt - sofern ihm die Symptome gravierend genug erscheinen - eine Arbeitsunfähigkeit feststellen, aber wohl kaum bis zum 31.01.

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Wenn Du erst 4 Wochen dort arbeitest: Ist eine Probezeit mit kürzerer Kündigungsfrist vereinbart?

Du könntest eine weitere Kündigung nachschieben, zu einem früheren Zeitpunkt.

Oder in Absprache mit dem AG einen Aufhebungsvertrag machen.

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Nein, geht nicht. Du bist an die Fristen gebunden.

Es kommt auch drauf an, was genau vorfällt. Wie genau sind deine Kollegen "anders" zu dir?

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Kommentar von Rachenbluetler
24.12.2015, 06:39

Sie sind unfreundlich zu mir und sticheln jeden Tag. Vorher waren sie freundlich, haben mir geholfen. Ich kann einfach nicht mehr.

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Natürlich geht fristlos unter solche Umständen. Entweder mit Rücksprache der Agentur für Arbeit oder zusammen mit einem Anwalt.
Desweiteren wenn du die Umstände offen deinem Hausarzt erklärst das du dich stark gemobbt fühlst wirst du ohne Probleme krank geschrieben.

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Kommentar von Rachenbluetler
24.12.2015, 05:34

Bei meinem Hausarzt nicht. Der ist sehr streng und würde das niemals machen.

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Kommentar von Familiengerd
24.12.2015, 13:06

Natürlich geht fristlos unter solche Umständen.

Ganz sicher nicht!!

Die Situation, wie sie die Fragestellerin schildert, bietet - so unangenehm sie sein mag - keinen "wichtigen" Grund für eine fristlose Kündigung im Sinne des BGB § 626!

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Kommentar von Matzeee12345
24.12.2015, 15:16

Natürlich.

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