Kündigung Zurückgenommen: Was kann ich tun?

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3 Antworten

Deine Klage war berechtigt - nur so konntest Du Deine Ansprüche sichern, eine Ruhe- oder Sperrzeit beim Arbeitslosengeld vermeiden (siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-arbeitslosengeld.html ). Dass Dein Arbeitgeber in jedem Fall verpflichtet gewesen wäre, Lohn bis zum Kündigungstermin und Überstunden zu bezahlen sowie den Urlaub zu gewähren, sagt sich leicht dahin. Wahrscheinlich hättest Du dem ewig nachlaufen und es letztlich auch wieder nur auf dem Klageweg durchsetzen können.

Nun hast Du erst einmal Dein Arbeitsverhältnis gesichert - must allerdings auch weiterarbeiten. Da eine Kündigung eine einseitige Willenserklärung ist, wird Deine Zustimmung nichts ändern. Wenn Du dort nicht mehr arbeiten willst, musst Du nun selbst kündigen oder warten, bis Du gekündigt wirst.

Ohne einen neuen Arbeitsvertrag mit einem anderen Unternehmen würdest Du bei einer Eigenkündigung jedoch eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld bekommen.

Also mal ganz langsam für mich: Du möchtest dort eh nicht mehr arbeiten. Ok. Der Arbeitgeber kündigt dich. Spielt dir ja in die Karten. Und dann gehst du vor Gericht und diese Kündigung zu widerlegen, obwohl du nicht dort arbeiten willst? Was hat das denn für einen Sinn?

Sie hatten dir gekündigt, somit bekommst du ja Geld vom Arbeitsamt und natürlich werden auch angefallen Ü-Stunden und Urlaubstage, sofern nicht noch konsumiert ausbezahlt. Also wie gesagt, ich verstehe gerade den Grund für den Gang zum Gericht nicht....

condygirl 27.07.2016, 15:46

Ich musste so oder so eine Klage erstatten sagte das Arbeitsgericht.

Hätten Sie mir die Überstunden und das Urlaubsgeld nicht ausgezahlt zusammen mit meinem Lohn am Ende des Monats hätte ich keinen Anspruch mehr gehabt weil die Frist von 3 Wochen verstrichen wäre um zu Klagen.

So wurde es mir jedenfalls erklärt

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MissNyen 27.07.2016, 15:48
@condygirl

hä.....haben sie dir gegenüber eine fristlose Kündigung ausgesprochen? Das wäre die einzige Variante, wo du kein Zahlungen bzgl. Ü-Stunden usw bekommst.

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condygirl 27.07.2016, 15:53
@MissNyen

Ich glaube nicht, stand drin "hiermit kündigen wir Ihr Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 31.07"

Also hätte ich mir die Klage sparen können?!

Naja .. ok.. aber was kann ich jetzt noch tun?

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MissNyen 27.07.2016, 15:57
@condygirl

ehm ja, hättest du dir. Da dein Vertrag ja ohnehin befristet ist, kannst du dich danach ganz normal beim Arbeitsamt melden. Wegen den Ü-Stunden und Urlaub: Das musst du dir mit deinem Arbeitgeber ausreden. Soweit ich weiß dürfen sie dich nicht zwingen, den Urlaub zu konsumieren dh. du kannst ihn dir aufsparen und auszahlen lassen. Dafür musst du aber noch 3 Monate ranglotzen. Wenn sie dich wirklich anfangen zu mobben (unzumutbare Arbeitswege usw) würde ich nochmal die rechtliche Seite einschalten.

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Du hast auf Wiedereinstellung geklagt und die Kü wurde zurück gezogen. Also geht der Vertrag weiter.

Dein eigentliches Anliegen ist doch damit nicht hinfällig. Überstunden sind zu bezahlen. Allerdings ist Urlaub nicht zum auszahlen gedacht sondern zur Erholung.

Ausgezahlt wird er nur, wenn er nicht genommen werden kann.

Sollte der Betrieb Dich jetzt ärgern wollen kannst Du ja auch mal ganz schlimme Bauchschmerzen bekommen. Ansonsten wirst Du den Rest des AV überstehen.

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