Kündigung zum 15. August: Wie viele Urlaubstage stehen mir zu wenn ich in der ersten Hälfte schon 21,5 Tage genommen habe?

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8 Antworten

Da Dein Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat und in der 2. Jahreshälfte endet, hast Du Anspruch auf den gesamten Urlaub!

Der Anspruch erstreckt sich auf den gesamten vertraglich vereinbarten Urlaub, wenn es keine Regelung zu einer anteiligen Urlaubsberechnung (Zwölftelung) gibt oder in der Formulierung zur Urlaubsvereinbarung nicht zwischen gesetzlichem und zusätzlichem Urlaub unterschieden wurde.

Gibt es eine Vereinbarung zu einer anteiligen Berechnung, dann besteht mindestens Anspruch auf den gesamten gesetzlichen Mindesturlaub.

Dieser Anspruch ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit § 5 "Teilurlaub" Abs. 1 (Ausschluss). Das ist allgemein unbestrittene Rechtsauffassung und durchgängig einheitliche Rechtsprechung!

Urlaub, der ganz oder teilweise wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, muss ausgezahlt werden (§ 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 4).

Wenn Du diesen Anspruch wahrnimmst, hast Du in diesem Kalenderjahr allerdings keinen Urlaubsanspruch mehr gegen einen neuen Arbeitgeber - es sei denn, der Urlaubsanspruch bei ihm wäre höher als jetzt.

Minusstunden dürfen nur mit Deinem Einverständnis auf Deinen Urlaubsanspruch angerechnet werden - ansonsten müssen sie nachgearbeitet oder mit Deinen Entgeltansprüchen verrechnet werden.

Ob die Anrechnung von Minusstunden überhaupt erlaubt ist, hängt auch davon ab, wer für diese Minusstunden verantwortlich ist und ob es ein vertraglich vereinbartes Arbeitszeitkonto gibt, das auch den Umgang mit Minusstunden regelt.

Minusstunden in der Verantwortung des Arbeitgebers (z.B. zu wenig Arbeit) dürfen nicht dem Arbeitnehmer angelastet werden; gibt es kein Arbeitszeitkonto, entfällt die Anrechnung von Minusstunden generell!

Bliebe es unter den genannten Bedingungen bei Deinem Beispiel, hättest Du tatsächlich einen Anspruch von 4 Tagen (3,57 Tage müssen auf 4 Tage aufgerundet werden, wenn ein Urlaubsbruchteil mindestens 1/2 Urlaubstag ist:  § 5 "Teilurlaub" Abs.2).

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Wenn es keine andere tarif- oder arbeitsvertragliche Regelung gibt, hast Du einen Uralubsanspruch nur für volle Monate, in Deinem Fall sind es 7.

https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__5.html

Damit hast Du 17,5 Tage Urlaub die mit 21,5 bereitsgenommenen Uralubstagen verrechnet werden. Man wird Dir also bei Deiner letzten Lohn-/Gehaltsabrechnung 8,93 Tage abziehen.

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Kommentar von skychecker
18.07.2016, 12:33

Der Satz fing gut an, wurde dann aber schlagartig falsch... Der Mitarbeiter hat bei einem Austritt nach dem 30.06.2016 den vollen Urlaubsanspruch, sofern es keine tarif- oder arbeitsvertraglichen Regelungen für den Teil gibt, der über dem gesetzlichen Anspruch liegt.

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Für den Anteil stehen dir 19 Tage Urlaub zu, minus 21,5 die du bereits genommen hast, minus 5 aus Minusstunden macht 7,5 Tage die du vom letzten Gehalt noch abgezogen bekommst. 

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Kommentar von Jaklaah
18.07.2016, 12:19

Laut §4 BUrlG: 

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Theoretisch stehen mir doch die 30 Tage zu? Wenn ich nach über ein halbes Jahr schon gearbeitet habe????

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die stehen normalerweiße 2 Tage urlaub pro Monat zu
also dürfest du bis August nur 16 Tage bekommen, Plus 1 Tag weil es bis zum 15, noch geht,
aber da du 2,5 tage pro monat hast, wärst du bei 20 tagen bis august,und dir steht kein urlaub mehr zu

da hast du viel zu viel urlaub genommen bis jetzt, und es kann passieren das du es nacharbeiten musst,


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Kommentar von Jaklaah
18.07.2016, 12:16

Laut §4 BUrlG: 

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Theoretisch stehen mir doch die 30 Tage zu? Wenn ich nach über ein halbes Jahr schon gearbeitet habe????

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Nein, gar keinen mehr.

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Kommentar von Jaklaah
18.07.2016, 12:17

Laut §4 BUrlG: 

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Theoretisch stehen mir doch die 30 Tage zu? Wenn ich nach über ein halbes Jahr schon gearbeitet habe????

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Kommentar von Familiengerd
18.07.2016, 14:25

Das ist falsch, wenn es keine Vereinbarung zu einer anteiligen Berechnung gibt: dann besteht Anspruch auf den gesamten vereinbarten Urlaub - ansonsten mindestens auf den gesamten gesetzlichen Urlaub!

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Dir steht Dein Resturlaub zu.

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Du hast keinen Urlaubsanspruch mehr.
Die 30 Tage Urlaub sind aufs ganze Jahr gerechnet.

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Kommentar von Jaklaah
18.07.2016, 12:16

Laut §4 BUrlG: 

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Theoretisch stehen mir doch die 30 Tage zu? Wenn ich nach über ein halbes Jahr schon gearbeitet habe????

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Kommentar von Doktorfruehling
18.07.2016, 12:18

aber nicht fuer ein halbes Jahr. Bei Weihnachtsgeld sieht die Sache anders aus

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Kommentar von Familiengerd
18.07.2016, 14:23

jule2204:

Deine Antwort ist falsch!

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30: 12 x 7,5 und aufrunden. Dann hast du noch immer zuviel genommen. Wirst du nacharbeiten muessen

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Kommentar von Jaklaah
18.07.2016, 12:16

Laut §4 BUrlG: 

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Theoretisch stehen mir doch die 30 Tage zu? Wenn ich nach über ein halbes Jahr schon gearbeitet habe????

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