Kündigung wirksam? Was jetzt tun?

16 Antworten

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Die Kündigung ist dann wirksam, wenn sie schriftlich nachweislich zugestellt ist.

Die mündliche Information über eine Kündigung begründet nicht die Wirksamkeit der Kündigung.

Wenn der AG Deinen Freund mit der Frist von 14 Tagen zum 9. Oktober kündigen möchte, muss Dein Freund die schriftliche Kündigung spätestens heute erhalten. Die Frist von 14 Tagen fängt dann morgen an zu laufen und der 9. Oktober ist der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses.

Gibt es Zeugen für die Freistellung? Wurde diese widerruflich oder unwiderruflich ausgesprochen?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine wirksame Kündigung sondern nur eine mündliche Information, dass gekündigt werden soll.

Bekommt Dein Freund morgen evtl. die schriftliche Kündigung mit dem "Beendigungsdatum" 9. Oktober, ist die Kündigung nur wirksam, wenn innerhalb von drei Wochen keine Klage gegen die Kündigung erhoben wird.

Man kann während der ersten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses zwar nur in wenigen Ausnahmen Kündigungsschutzklage erheben, gegen ein falsches Datum kann allerdings geklagt werden.

Danke fürs Sternchen

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Ist die Kündigung nun wirksam?

Ja - davon ist auszugehen!

Auch eine solche Übergabe im Büro ist für eine Kündigung wirksam, selbst wenn der Gekündigte die Annahme des Schreibens verweigert!

Dass Dein Freund den Arbeitsplatz verlassen hat, ohne die "Zettel" - bei denen es sich ja wohl offensichtlich um die Kündigungsschreiben gehandelt hat - entgegenzunehmen, könnte auch als "böswillige" Zustellungsvereitelung gewertet werden, was aber nichts an einer wirksam erfolgten Zustellung ändert!

Selbst wenn der Arbeitgeber für diese Szene in seinem Büro (also seinen Versuch, Deinem Freund die Kündigung auszuhändigen) und dafür, dass es sich bei diesen "Zetteln" tatsächlich um das Kündigungsschreiben gehandelt hat, keinen Zeugen geben sollte, so spricht doch der ganz offensichtliche Anscheinsbeweis dafür, dass es sich hier um den Versuch gehandelt hat, Deinem Freund die schriftliche Kündigung auszuhändigen.

Dass Dein Freund durch das Verlassen seines Arbeitsplatzes diesen Zustellungsversuch vereitelt hat, ändert nichts an der Wirksamkeit der Kündigung.

Klar, warum sollte sie nicht? Nur weil dein Freund sich geweigert hat, die schriftliche Fassung der Kündigung an sich zu nehmen, bevor er gegangen ist (denke ich mir mal, dass es so war), ist die Kündigung deswegen nicht unwirksam.

Aber muss es nicht der schriftlichen Form erfolgen? Diese hat er ja nicht erhalten. Er hat ja nur zwei weiße Zettel gesehen, nicht was drauf steht.

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@carolinheintze

Dann hätte er nicht wegrennen sollen. Möglicherweise hätte er dann erfahren, was auf den Zetteln steht.

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@putzfee1

die Übergabe der Kündigung hat nicht stattgefunden. Bevor das geschehen konnte, hat dein Freund die Flucht ergriffen.

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@peterobm
Bevor das geschehen konnte, hat dein Freund die Flucht ergriffen.

Das kann auch als böswillige Zustellungsvereitelung gewertet werden - was aber nichts an einer wirksam erfolgten Zustellung ändert!

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