Kündigung wegen Wasserschaden : was nun?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
ist die Kündigung rechtens ?

Nein.

Ich bin Hartz4 Empfänger, wie soll ich das bezahlen

Beratungs- und Prozesskostenhilfe. Die Beratungshilfe muss eigentlich BEVOR du einen Anwalt involvierst beantragt werden.

Soll sie prozessieren, so lange du es nicht zu einem Anerkenntnisurteil kommen lässt, bist du auf der sicheren Seite.

Ich habe Angst

Dann hör einfach auf Angst zu haben.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

ja, aber die Beratungshilfe hat doch einen großen Nachteil :

man kann nur 1 x das Beratungsgespräch eines Anwalts in Anspruch nehmen. was aber, wenn sie einen Prozess gegen mich führt ? dann muss ich doch von einem Anwalt an meiner Seiete haben, der vor gericht meine Interessen wahrnimmt.

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@Torrnado

Das mit der Prozesskostenhilfe hattest du überlesen oder?

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@kevin1905

nochmal gefragt : wenn ich Prozesskostenhilfe bekommen sollte, darf ich dann einen Anwalt freier Wahl nehmen, der während des Prozesses meine Interessen wahrnimmt bzw. mich vertritt ? ich muss das wissen !

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@Torrnado

Die PKH übernimmt alle notwendigen Kosten im Zusammenhang mit dem Prozess. Nur musst du die nächsten 4 Jahre damit rechnen, dass dein Einkommen geprüft wird.

Steigt es um mehr als 100,- € Netto im Monat, so wird die PKH rückwirkend aufgehoben.

Bei einem Sieg vor Gericht werden der Gegenseite die Kosten auferlegt.

Da deine Kündigung haltlos ist, wirst du gewinnen, es sei denn du lässt es zu einem Anerkenntnisurteil kommen.

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Das ist niemals ein Kündigungsgrund, es sei denn, Du hättest die Wasserleitung absichtlich zerstört, was wohl nicht der Fall ist.

Wenn ein Schaden schlimmere Auswirkungen hat, weil man die Vermieterin nicht rechtzeitig darüber informiert hat, hat das allenfalls Auswirkung auf den Schadensersatz. Allenfalls kann wegen sowas noch eine Abmahnung erteilt werden. Eine fristlose Kündigung nur, wenn es schon Abmahnungen deswegen gab, schon mehrere Schäden von Dir verursacht wurden und das einfach kein Ende nimmt.

Andererseits: Wenn Du einen Räumungsprozess verlieren solltest und aus der Wohnung ausziehen musst, wäre das doch auch mal der Cut, auf den Du schon so lange hoffst. Endlich raus aus dieser verlärmten Wohnung und für Dich die Chance, was neues zu bekommen. Kein Amt und keine Hilfsorganisation hätte bis jetzt Anlass gehabt, Dir eine neue Wohnung zu besorgen. Mit der fristlosen Kündigung in der Hand sieht das alles ganz anders aus.

Vorschlag: Geh zum Jobcenter, geht zum Wohnungsamt, zur Caritas, Diakonie etc. und frag nach Hilfe. Mit etwas Geduld wirst Du es erwarten können, dass man Dich woanders unterbringt.

Und noch was: Such Dir endlich arbeit. Du bist nicht arbeitsunfähig und es warten tausende Jobs auf Dich. Auch solche, bei denen Du Dich nicht viel bewegen musst. Aber arbeiten musst Du natürlich überall.

Hallo ! Danke erstmal für Deine aufschlussreiche und hilfreiche Antwort ! FAKT ist : ich habe den Wasserschaden nicht verursacht. das Siphon unter der Badewanne ist defekt. dadurch hat sich Schimmel gebildet und es tropfte dadurch Wasser von der Kellerwand ( ich wohne im EG ).. aber als ich mich gduscht habe, wusste ich ja nicht, daß das Siphon defekt ist. insofern also - wie bereits erwähnt - nicht mein Verschulden. Abmahnungen gab es bisher - soviel ich weiss - keine. glaube ich zumindest. jedenfalls keine in schriftlicher Form ! und ja, klar will ich hier raus, aber derzeit muss und will ich unbedingt noch in der Bude bleiben, damit ich weiterhin nach Wohnungen suchen kann. die kann mich doch nicht einfach so auf die Strasse setzen ! darüberhinaus habe ich fast NULL Chance auf ne neue Bude. ich bewerbe mich fast jeden Tag, aber kein Vermieter meldet sich, da Hartz4. erschwerend kommt hinzu, daß meine Schufa schlecht ist. ich werde mich auch um einen Job bemühen, aber dann will ich wenigstens die Gewissheit bzw. Garantie, daß ich - noch - in der Wohnung bleiben kann ! ich hoffe ja nur, daß mein Anwalt die Kündigung irgendwie abwenden kann - z.B. aussergerichtlicher Vergleich oder was auch immer.

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@Torrnado

Keine Sorge, die Kündigung ist nicht das Papier wert, auf der sie steht. Oder hast Du mit einem Pömpel den Siphon zerstört?

damit ich weiterhin nach Wohnungen suchen kann

Das tust Du doch schon seit Jahren erfolglos. Mit einer Kündigung in der Tasche hast Du aber eine bessere Chance, dass Du Hilfe bekommst von den Ämtern und Organisationen, die ich Dir genannt habe.

Soweit ich weiß, wohnst Du in einer Region, in der es weit mehr Jobs als Arbeitslose gibt. Nimm Deine Chancen endlich wahr!

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@Torrnado

Warst Du schon bei einem Schuldnerberater? Ich verstehe nicht, warum Du erst eine Arbeit suchen willst, wenn Du in dieser Welt Wohnung bleiben darfst? Du wohnst doch schon so lange in dieser Wohnung...

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Wie viele Informationen wurden uns hier wohl vorenthalten?

Gab es schon vorher Abmahnungen? Die müssen keinesfalls schriftlich erfolgt sein, das gilt nur für die Kündigung.

Wie kam es so dem undichten Abfluß in der Dusche? Du hast natürlich nie versucht den abzuschrauben weil er schlecht ablief, mit dem Schraubenzieher darin rumgestochert oder regelmäßig Rohrreiniger hineingeschüttet, der durch thermische Energie die Verschraubung sprengte oder Dichtungen zerfraß? Das lässt sich in Nachhinein andernfalls eindeutig feststellen.

So kann man es auf Räumungsklage ankommen lassen und einige Wochen, gar Monate Mietzeit rausschölagen. Nur düfte die die Aussicht auf eine neue Wohnung als Hartzer mit schlechter Schufa gegen Null bringen.

Kündigung bei Zahlungsverzug?

Hallo,

hab da nochmal ne Frage. Ich hab diese schon beantwortet und hätte gerne zum Vergleich andere Antworten, oder hoffentlich die gleichen... Bei Frage 3 bin ich mir am unsichersten... Dankee

V und M haben einen Mietvertrag über eine von M gemietete 3-Zimmer-Wohnung geschlossen. Die monatliche Miete beträgt 500,00 € zzgl. Nebenkosten. Das Mietverhältnis war von Beginn an durch Meinungsverschiedenheiten zwischen V und M geprägt. M hat oft unpünktlich seine Miete gezahlt. Gegen jede Betriebskostenabrechnung hat er Einspruch eingelegt. Des Weiteren hat er in der Vergangenheit wegen Bauarbeiten am Nachbargrundstück die Miete einmal gemindert. Während jedoch in der letzten Zeit die Mietzahlungen seitens des M pünktlich waren, hat er – ohne Grund – die Monatsmieten für die Monate Mai und Juni 2008 nicht beglichen. V erklärt daraufhin am 10.06.2008 gegenüber M schriftlich die fristlose Kündigung des Mietvertrages und begründet dies mit dem jetzt eingetretenen Zahlungsverzug. M reagiert auf die Kündigung nicht, sodass V einen Anwalt mit einer Räumungsklage beauftragt. Die Räumungsklage wird dem M. am 03.07.2008 zugestellt. Am 06.07.2008 erkennt V auf seinem Kontoauszug, dass M 2000,00 € bezahlt hat mit dem Vermerk „Miete für Mai bis August 2008“. V fragt seinen Anwalt, ob die Kündigungsklage von Erfolg gekrönt sein wird. Anwalt R verneint dies. 1) Erläutern Sie, warum Anwalt R den V eine solche Auskunft gibt. 2) Was hätte V tun müssen, damit er seinen Räumungsanspruch tatsächlich durchsetzen kann? 3) Wie wäre es, wenn M vom V Büroräume zum Betrieb seiner Werbeagentur angemietet hätte?

Bitte um schnellstmögliche Antwort :)

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