Kündigung von Sterbegeldversicherung

6 Antworten

Gibt es Möglichkeiten von den eingezahlten Beträgen noch was nachzufordern?

Nein. Allerdings ist das auch nicht überraschend, da eine Sterbegeldversicherung genau keine Versicherung ist, sondern eine KLV. Wer das heute noch abschließt, dem ist in Anbetracht der unzähligen Mahnverweise und Beiträge der Verbraucherschützer zu diesem Thema echt nicht zu helfen. Wer geld für seine Beerdigung zurücklegen will, sollte ungefähr jede andere Form der Geldanlage nutzen (z.B. ganz simpel als Sparbuch), bloß keine Sterbegeldvers.; die kennt nur einen Gewinner: Den Anbieter.

Das Sparbuch gehört allerdings nicht zum Schonvermögen und kann bei Bezug von Pflegeleistungen oder Grundsicherung ganz schnell unter die Räder kommen...

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@jona968

...aber nicht, wenn es auf die Erben lautet, und nur bis zum Tode im Besitz der Eltern ist.

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es stand doch sicher etwas im Vertrag, wie sich die Versicherung bei vorzeitiger Kündigung verhält. 40 bzw.45% erscheinen mir aber oberfaul.

Eine Sterbegeldversicherung wird ja erst nach einigen Jahren "scharf", so dass auch die volle Summe bei Todesfall ausgezahlt werden kann. (Vertragsbedingungen genau lesen!) Alle bis dahin gezahlten Beiträge sind eine Art "Risikobeitrag", der nicht zurückfließen kann. Wenn du etwa 5 Jahre eingezahlt hast, sind die ersten 2 Jahre vermutlich dieser "Abzugsbeitrag" gewesen. Die Versicherung muss so arbeiten, weil sonst ja "nur draufgezahlt" würde, wenn jemand "zu früh" verstirbt.

Einfache Berechnung: Bei monatlich ca. 20 Euro kommen pro Jahr 250 Euro zusammen. Nach 10 Jahren also erst ca. 2500 Euro. Da nach 5 Jahren zwar ca. 1250 Euro angespart sind, aber ca. zwei Jahresbeiträge (also ca. 500 Euro) als "Risiko" abgezogen werden, bleiben dir dann nur noch 750 Euro (= 60 % der eingezahlten Beiträge) als Erstattung wegen vorzeitiger Kündigung. Das ist ganz einfache Mathematik.

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