Kündigung vom Vermieter erhalten. Unwirksam?

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6 Antworten

... kündigt er hiermit das bestehende Mietverhältnis Form und Fristgerecht.

Ohne Begründung, die ein Vermieter immer angeben muß, unwirksam.

Das Blabla

... dass er an unserer Stelle in einem solchen Haus, in dem es unserer Familie so schlecht geht, unsere Tochter nachts oft Angst hat, und dass Benehmen der Mitbewohner die Entwicklung unseres Kindes stark gefährdet, er gar nicht wohnen würde. Und da ihm ja das Wohlbefinden unserer Familie so am Herzen liegt und er nicht verantwortlich sein möchte, dass unsere Tochter in einem schlechten Umfeld aufwächst, ...

... mag vielleicht ein unterschwelliger Hinweis sein doch bitte selbst zu kündigen, aber keine Begründung Euch zu kündigen.

Widersprechen mit dem Hinweis das keine ausreichende Begründung vorliegt.

Obwohl rein rechtlich gesehen diese Kündigung die irgendwo am Ende/innerhalb eines Schreibens in dem es eigentlich um etwas ganz anderes geht eh Pumpitz ist und im Grunde keines Widerspruchs bedarf.

Außerdem, in einem separaten Schreiben, nochmals die Mängel anzeigen und Behebung fordern.

melamarc 24.03.2012, 18:07

Würdest du mir zu nem Anwalt raten? Weißt du , ob das mit der Rechtschutzversicherung funktioniert, dass wenn ich nächste Woche eine abschliesse und die 3 Monate Wartezeit verstreichen lasse, ich den Rechtschutz in Anspruch nehmen kann?

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anitari 24.03.2012, 18:24
@melamarc

Weißt du , ob das mit der Rechtschutzversicherung funktioniert, dass wenn ich nächste Woche eine abschliesse und die 3 Monate Wartezeit verstreichen lasse, ich den Rechtschutz in Anspruch nehmen kann?

Schwierig zu sagen. Wie willst Du dann der Versicherung erklären das der Schriftverkehr/die Kündigung von vor 3 Monaten ist;-)

Versuchs mal mit dem Mieterbund. Da soll es, so ich weiß, möglich sein die Mitgliedschaft zurück zu datieren. Gegen entsprechende Zahlung natürlich;-)

Aber schreib doch den Vermieter erst mal selbst an und mach ihn klar des die Kündigung unwirksam ist.

Ratschläge dazu hast Du ja einige bekommen.

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melamarc 24.03.2012, 18:45
@anitari

ich danke dir für deinen Rat, will aber auch nichts falsch machen, bin in diesem Thema nicht so arg bewandert . Nicht dass ich riskiere, dass der Vermieter sich durch irgendein Schlupfloch doch zum Ziel bringt

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melamarc 24.03.2012, 18:53
@melamarc

(Schwierig zu sagen. Wie willst Du dann der Versicherung erklären das der Schriftverkehr/die Kündigung von vor 3 Monaten ist;-))

Ich dachte mir das so.: Da der Vermieter ja eigentlich nie gekündigt hat, da unwirksam, ohne Begründung und als kleiner Abschnitt eines von drei Schriftstücken, mit ganz anderem Thema, auch nicht eindeutig zu erkennen ist, verschiebt sich ja auch, bei wirksamer Kündigung die Frist immer weiter nach hinten, so dass man da bestimmt noch ein Monat Zeit rausholen kann, bevor man die Versicherung in Anspruch nimmt. Außerdem garantieren die ja nach 3 mon. Wartezeit ihre Dienstleistung

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DIe Kündigung des Vermieters ist unwirksam,denn er muss eine Kündigung begründen;den Kündigungsgrund angeben z.B. :

Kündigung wegen Unzumutbarkeit, § 543 BGB

Das ist hier aber wohl nicht der Fall,sondern er will einfach aufmuckende Mieter vertreiben!

Meine Fragen nun: - Was tun? - Wirksam, oder unwirksam?

Unwirksam.

Gehen Sie zum Mieterbund und lassen sich dort vertreten.

Weißt du , ob das mit der Rechtschutzversicherung funktioniert, dass wenn ich nächste Woche eine abschliesse und die 3 Monate Wartezeit verstreichen lasse, ich den Rechtschutz in Anspruch nehmen kann?

Nein,die Versicherung bekommt dann igendwie mit,dass der Fall schon vor Versicherungsantritt war und Ihr bekommt noch eine Klage wegen Versicherungsbetrug.

Der Mieterschutzbund ist eindeutig der bessere WEg!

melamarc 24.03.2012, 18:56

Nein,die Versicherung bekommt dann igendwie mit,dass der Fall schon vor Versicherungsantritt war und Ihr bekommt noch eine Klage wegen Versicherungsbetrug.

Aber wenn die Kündigung unwirksam ist, gibts ja gar keinen Fall

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Der Fallschilderung nach wäre diese Kündigung unwirksam, ihr zu widersprechen und auf Fortsetzung des Mietverhältnisses zu bestehen.

Es sein denn, die erhobenen und offenbar bewiesenen Vorwürfe ("Hund uriniert und kotet in das Treppenhaus", "schreien und bedrohen andere Mieter und den Hausmeister") wären abgemahnt worden und danach erneut aufgetreten und vielmehr eher eine fristlose Kündigung nach § 543 BGB ausgesprochen.

Bei einem beweisbaren Vorwurf der Bedrohung wäre ein Abmahnung sogar entbehrlich.

G imager761

melamarc 24.03.2012, 17:57

Also, nicht warten, sondern gleich zurückschreiben, Kündigung anfechten etc.?

Die Vorwürfe sind völlig haltlos, wir sind doch keine "Assi´s". Der Vorwurf der Bedrohung ist frei erfunden und mit nichts zu beweisen. Abmahnungen hat es nie gegeben. auch unser vorheriger Vermieter, der leider wegen einer Privatinsolvenz das Haus verlor , kann bezeugen, dass wir anständige Leute sind. Immerhin wohnen wir schon seit 7 Jahren hier, ohne Problem.

jedoch macht mir das Verhalten der Hausverwaltung etwas Angst, denn wer sich so dreist gibt, schreckt auch nicht davor zurück , mit Lügen, falschen Zeugen und und und ....... zu versuchen uns einen Strick zu drehen.

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Ich finde diese Verhalten unter aller Würde. Solche eine Arroganz und Ironie in Zeilen zu bringen, bei denen man über Kinder anderer Leute schreibt. Finde das sehr beleidigend, kann man dagegen was tun?

einen Anwalt werd ich mir besorgen , Rechtsschutz hab ich keinen. Da aber die Kü. sowieso unwirksam wäre und sich dieses Theater noch in die Länge zieht, könnt ich doch kurzfristig ne Rechtsschutzversicherung abschliessen. Die greift 3 monate nach abschluss. Würde das gehen?

Der Vermieter hat nicht alle Tassen im Schrank.

Schreibe ihm als Antwort, dass du wohnen bleibst und er die Mängel abstellen muss. Derweil solltest du dich an einen Mieterschutzverein wenden.

unwirksam // §545 BGB geißt das es sich automatisch verlängert..

melamarc 24.03.2012, 17:41

wenn sie unwirksam ist, muss ich doch auch keinen widerspruch einlegen, oder?

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anitari 24.03.2012, 17:46

unwirksam // §545 BGB geißt das es sich automatisch verlängert..

Dem widerspricht der Vermieter ja vorsorglich.

Einer Fortsetzung des Mietverhältnisses wird nach §545BGB ausdrücklich widersprochen.

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melamarc 24.03.2012, 17:59
@anitari

Aha, verstehe ich das richtig? Wenn die Kündigung unwirksam ist, der Vermieter aber schon im Voraus auf §545 verweist, muss ich auch eine unwirksame Kündigung anfechten, da sie sonst rechtens werden würde?

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anitari 24.03.2012, 18:14
@melamarc

Aha, verstehe ich das richtig? Wenn die Kündigung unwirksam ist, der Vermieter aber schon im Voraus auf §545 verweist, muss ich auch eine unwirksame Kündigung anfechten, da sie sonst rechtens werden würde?

Jein. Aber besser wäre es um dem Vermieter den Wind aus den segeln zu nehmen.

Ich würde auch nicht, obwohl ich das in meiner Antwort schrieb, nicht als Widerspruch formulieren sondern nur schreiben das die sog. Kündigung, mangels Begründung und formeller Fehler, als Gegenstandslos angesehen wird.

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