Kündigung vom Arbeitgeber komplett falsch. Kommt er "durch", wegen meines Versäumnisses (Klagefrist "versäumt")?

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1 Antwort

Bei Versäumnis ist das wirklich nichts mehr rauszuholen, das ist leider so.

Aber das mit den Fehlern ist ja der hammer, geh doch mal zu einem Anwalt und frage, ob man da nicht noch was machen kann bezüglich Inhaltsirrtum oder Irrtum allgemein, ansonsten stehen deine Chancen tatsächlich eher schlecht

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Kommentar von doki1
24.05.2016, 08:39

Ich war beim Anwalt. Allerdings sind hier auch viele Anwälte unerfahren was das betrifft.

Die können dir sehr gut helfen wenn du deine Kündigung fristgerecht beim Arbeitsgericht klagst, dann geben die richtig gas und holen was raus für dich. Bei sowas lesen die einfach nur das was im Gesetzestext steht und sagen das die Chancen eher schlecht stehen, sagen aber nicht konkret schwarz oder weiß sondern sagen das es im Ermessen des Richters ist.

Das kann man auch im Internet lesen, da braucht man wirklich keinen Anwalt.


Der § 5 KSchG soll in den seltensten Ausnahmefällen genehmigt werden. Alles im Ermessen des Richters. Der Rechtspfleger, der die Klage aufgenommen hatte, hatte noch gesagt dass mein Chef beim Arbeitsgericht kein ungeschriebenes Blatt sei und bis jetzt alle Prozesse verloren hatte gegen seine Mitarbeiter. Erst vor 2 Monaten hatte er einen Kollegen von mir gekündigt und vor Gericht verloren in der ersten Instanz schon. Abgesehen davon verliert er auch jeden Prozess gegen seine Kunden..., das hat aber leider nichts mit meinem Fall zu tun aber der Richter kennt ihn und weiß das er ein krummer Vogel ist.


Ich finde es trotzdem sehr deprimierend dass solche krassen Fehler jemanden die Existenz nehmen und der Verursacher ganz locker davonkommt.

Ich bin mir sicher dass wenn ich als Angestellter so meinen Arbeitsvertrag gekündigt hätte und anstatt Müller GmbH Bäcker GmbH geschrieben hätte und ohne Firmenanschrift und dann noch hingewiesen hätte dass es fristgerecht sei und trotzdem alle Fristen falsch aufgeschrieben hätte, dann würde der Arbeitgeber mich auslachen und die Kündigung ignorieren ohne selbst irgendwie tätig zu werden wie ich jetzt mit Arbeitsgericht.

Der absolute Hammer ist, das die Richter wirklich nicht den illegalen/nicht zulässigen/sozial ungerechten Fall sehen sondern den Grund erst mal beurteilen warum man das Versäumnis wieder rückgängig machen sollte.

Kleine Anmerkung hier ist, dass ich eine leichte Depression als Krankheitsgrund habe und das es der Arbeitgeber verursacht hat mit Mobbing ect. pp.

Stell dir einfach vor dein Arbeitgeber legt dir ein Stück Papier auf den Schreibtisch mit der Anrede Stefan Schmidt, obwohl du aber Simone Schmidt heißt (weiblein wurde hier männlein, nicht zu vergleichen mit Christian und Christiane) ohne Anschrift und die Kündigungsfrist wurde nicht eingehalten obwohl sogar im Text steht das es "laut Arbeitsvertrag fristgerecht zum" sei.

So was kann man doch nicht ernst nehmen! Bekommt aber einen riesen Problem im Nachhinein...

Das bedeutet auf gut Deutsch das der Arbeitgeber quasi das jede Woche so machen kann und du immer wieder beim Arbeitsgericht Klagen musst...


In meinen Augen ist die Kündigung einfach nur falsch und deshalb nichtig, da braucht man keinen Anwalt oder Gericht, in meinen Augen ist es einfach nur ein Stück Papier das nicht mich betrifft und sowieso inhaltlich falsch ist und gegen Gesetz verstößt.

Da wird man ja wahnsinnig, was sich daraus alles so entwickelt und aufbläht obwohl du zu 100% im Recht bist und immer noch kontinuierlich krank geschrieben bist...

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