Kündigung trotz Schwangerschaft?

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7 Antworten

Ich kann zwar den AG verstehen, wenn er sich ziemlich hinters Licht geführt vorkommt und ziemlich angepieselt ist.

Allerdings: Mit welcher Begründung soll denn seiner Ansicht nach der Vertrag nicht zustande gekommen sein? Wenn er das mit arglistiger Täuschung begründen will, hat er schlechte Karten. Denn auch wenn dir deine Schwangerschaft bekannt ist, bist du i. d. R. nicht verpflichtet, den AG umgehend zu informieren.

Das Arbeitsverhältnis ist regulär zustande gekommen. Bestenfalls kann der AG eine weitere Untersuchung verlangen, falls er das Beschäftigungsverbot anzweifelt. - soviel zu Frage 1.

Frage 2: Ich sehe da keine strafbare Handlung. Das ist ein zivilrechtliches Problem.

Frage 3: Ganz klar, ab zum Anwalt.

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Während der Probezeit hast du auch als Schwangere einen besonderen Kündigungsschutz, der AG kann dir nicht kündigen. Am besten lässt du dich bei einem Anwalt beraten, dadurch, dass noch keine Anmeldung vorlag, ist das sicherlich ein Sonderfall. Du hast aber einen Arbeitsvertrag, das ist gut.

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Natürlich ist der Vertrag zu stande gekommen. Du hast den Job angetreten. Der AG ist verpflichtet, Dich auch anzumelden.Kündigungsschutz besteht für Dich auch in der Probezeit.

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Also!
Ich bin schwanger in der 14. Woche.
Habe 1.10 meine Ausbildung dieses Jahres begonnen.
Der Vertrag war schon länger unterschrieben und ich wusste vor Antritt der Ausbildung von meiner Schwangerschaft. Bin dann 20 Tage zur Schule gegangen und dann habe ich meinem Arbeitgeber gebeichtet das ich schwanger bin!
Mein Arbeitsvertrag bleibt bestehen!
Ich bin nun im Beschäftigungsverbot und bekomme sogar mein Gehalt bis 8 Wochen vor der Geburt weiter!
Ich denke einfach, dass dein Arbeitgeber versucht Dich loszuwerden, aber das darf er nicht!
Du hast in der Schwangerschaft einen Kündigungsschutz!
Dein Arbeitgeber kann Dich auch während der Probezeit nicht aufgrund der Schwangerschaft kündigen!
Der Vertrag ist zustande gekommen und gilt somit auch!
Eine Frau darf sogar ihre Schwangerschaft während sie einen Arbeitsvertrag unterschreibt verheimlichen, dies ist so, weil Frauen nicht benachteiligt werden dürfen.
Also würde ich zum Anwalt gehen, wenn er der Meinung ist dich zu kündigen!

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Ein Anfechtungsgrund dürfte nicht gegeben sein. Ausnahmen sind in engen Grenzen denkbar, etwa wenn es um einen Arbeitsplatz mit hoher körperlicher Belastung oder etwa um eine Anstellung für einen Arbeitsplatz geht in dem mit gefährlichen Stoffen (Chemie, Bakterien) umgegangen wird. Auch da würden mir allerdings gute Argumente einfallen, warum letztendlich eine Anfechtung nicht greift. Die Hürden für den Anfechtenden sind sehr hoch. Dies sehe ich bei Dir ersteinmal nicht.

Strafbar? Eher nicht. Sicher läßt sich da eine Konstruktion finden, aber ich denke keine praxisrelevante. Sie StA wird deswegen kein Ermittlungsverfahren einleiten.

Alleine wegen der sozialversicherungsrechtlichen Aspekte bleibt wohl nur den Anspruch durchzusetzen. Der Arbeitgeber muss Dich anmelden und auch die Vergütung zahlen. Natürlich kann dies für den Arbeitgeber ärgerlich bis finanziell sehr belastend sein. Aber letztendlioch hat sich unsere Gesellschaft dafür entschieden die Schwangerschaft unter besoindere Fürsorge zu stellen, was in der Konsequenz richtig ist.

Anschreiben, Frist setzen und dann zum Anwalt....

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Ich stehe auf der Seite des Arbeitgebers. Was erwartest Du denn jetzt? Du kannst nicht arbeiten und erwartest, dass der neue Arbeitgeber zahlt. So geht das aber nicht.

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Kommentar von CharaKardia
02.11.2016, 22:10

Muss er aber, da man Schwangeren NIE kündigen darf. Die einzige Ausnahme ist ein auslaufender Zeitvertrag. Der AG zahlt ja auch keine 11 Monate durchweg das Gehalt, da sind andere Kassen in der Pflicht.

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Kommentar von DarthMario72
02.11.2016, 22:30

Ich verstehe den AG voll und ganz. Aber selbst wenn die Schwangerschaft schon beim Vorstellungsgespräch bekannt gewesen wäre, wäre eine entsprechende Frage des AG unzulässig und dürfte sogar ohne rechtliche Folgen falsch beantwortet werden.

Der Vertrag ist unterschrieben und ist wirksam zustande gekommen. Insofern hast du zwar mit dem "so geht das aber nicht" zwar Recht, allerdings sprichst du den falschen Adressaten damit an.

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Kommentar von tanteemmi
02.11.2016, 22:35

Auch , wenn ich die Rechtslage akzeptiere, finde ich das Verhalten nicht akzeptabel. 

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Kommentar von Roblea1202
02.11.2016, 23:02

Doch das geht!
Habe genau die gleiche Situation und mein Arbeitgeber bezahlt ohne zu diskutieren, weil er es muss!

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