Kündigung oder Aufhebungsvertrag was ist in meiner Situation besser?

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6 Antworten

Wenn die Firma auf die Kündigungsfrist von 7 Monaten besteht, ist das ihr gutes Recht. Der Zusatz im Arbeitsvertrag, dass sich die Kündigungsfrist des AN der des AG angleicht ist rechtens. Die Kündigungsfrist eines AN darf lt. § 622 BGB nur nicht höher als die des AG sein.

Wenn Du einen neuen Job hast, ist ein Aufhebungsvertrag kein Nachteil sondern die einzige Chance, früher aus dem Arbeitsvertrag rauszukommen. Du hast Glück, wenn der AG sich darauf einlässt. Er könnte Dich z.B. auch bis zum Ende der regulären Kündigungsfrist freistellen. Das würde zwar bedeuten, daß er Dich bis dort zu bezahlen hat, obwohl Du nicht mehr arbeitest, Du dürftest dann aber auch die neue Stelle zum 1. Juli nicht antreten, da Du dann noch offiziell MA der alten Firma wärst.

Maximilian112 02.06.2013, 11:49

warum sollte er in der Freistellung kein 2. Arbeitsverhältnis eingehen können?

Steuerklasse 6, Info an AG, wenn es kein Konkurrenzbetrieb ist wird das gehen?!

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Hexle2 02.06.2013, 14:01
@Maximilian112

Viele AG machen Freistellungen ohne Festlegung der Unwiderruflichkeit. Sollte sich der AG das mit der Freistellung anders überlegen, kann er den AN in der Freistellung wieder zurück an den Arbeitsplatz holen.

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Normalerweise wird kein Betrieb auf die Einhaltung einer verlängerten Kündigungsfrist bestehen.

Wer hätte etwas davon, wenn ein "unwilliger" Arbeitnehmer zur Anwesenheit gezwungen wird?

Wenn du bereits einen Anschlussvertrag hast, kann dir ja kein Nachteil durch den Aufhebungsvertrag entstehen. Selbst beim Scheitern des neuen Arbeitsverhältnis kann die Arbeitsagentur dich nicht sperren, weil du deine Arbeit ja nicht fahrlässig verlassen hast.

Du kannst kurzfristig nur mithilfe eines Aufhebungsvertrages aus dem Arbeitsvertrag heraus.Das geht aber nur,wenn der Arbeitgeber dem zustimmt.

Sieh aber zu,dass du vor Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages alle dir zustehende Leistungen bekommst,bzw. die noch ausstehenden Leistungen dir schriftlich zugesichert werden.Denn in diesen Verträgen wird gerne geschrieben,dass mit Unterzeichnung des Vertrages keine Forderungen gegenüber dem Arbeitgeber mehr bestehen.

In diesem Falle wäre der Aufhebungsvertrag die beste Alternative - für beide Seiten. Nachteile entstehen Dir keine - dennoch natürlich den Aufhebungsvertrag genau lesen.

Die Verlängerung der Kündigungsfrist für Dich ist rechtens. Sie wird im Arbeitsrecht sogar als Vorteil für Dich gewertet, auch wenn Du das im Moment gar nicht so siehst.

Sollte Dein AG eine unwiderrufliche Freistellung erteilen dann kannst Du mE auch im neuen Betrieb schon anfangen. Eine Zustimmung muß der alte AG nicht geben. Er kann sich allerdings dagegen verwehren wenn es ein Konkurrenzbetrieb ist.

UweFresenborg 02.06.2013, 12:30

Bedeutet mE mit Einschränkung oder mit Erlaubnis ? Du sagst eine Zustimmung muss der alte AG nicht geben. Wie soll ich das verstehen worauf bezieht sich mE?

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Wenn Du schon etwas Neues hast und einfach nur weg willst, dann macht einen Aufhebungsvertrag. Bei einer Kündigung hast Du eine Frist von 4 Wochen.

UweFresenborg 02.06.2013, 11:29

Was ist mit der Verlängerung der Kündigungsfrist für beide Parteien?

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lenzing42 02.06.2013, 11:32
@UweFresenborg

Die Verlängerung der Kündigungsfrist,wie im Arbeitsvertrag aufgeführt,ist zulässig.

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