Kündigung oder Aufhebung?

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8 Antworten

Du hast einen unbefristeten Vertrag, mußt also erst einmal überhaupt keine Kündigung akzeptieren und schon gleich gar keinen Aufhebungsvertrag.

Befristeter Arbeitsvertrag: Beendigung / 6 Stillschweigende ... - Haufe

https://www.haufe.de/.../befristeter-arbeitsvertrag-beendigung-6-stillschweigende-forts...
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Muhtant 14.09.2016, 13:33

Seite nicht gefunden

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wilees 14.09.2016, 13:43
@Muhtant

Ziehe bitte den kompletten Text auf Google - hier ein Textauszug:

Ein Aspekt, den der Arbeitgeber bei Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses dringend im Blick behalten sollte, versteckt sich in § 15 Abs. 5 TzBfG. Nach dessen Inhalt gilt das zulässig befristete Arbeitsverhältnis als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn es über den vorgesehenen Beendigungstermin hinaus stillschweigend fortgesetzt wird und der Arbeitgeber dem nicht unverzüglich widerspricht!

Nun stellt sich mir die Frage - wie lange bist Du schon im Unternehmen beschäftigt? Kündigungsfrist? ( § 622 )

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DoreenUH 14.09.2016, 14:22
@wilees

01.03.2015, Kündigungsfrist laut befristeten Vertrag vier Wochen.

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wilees 14.09.2016, 14:26
@DoreenUH

Nur was soll hier der Grund für die Auflösung des Vertrages sein? Ist der angebotene Aufhebungsvertrag so formuliert, dass es anschließend nicht zu einer dreimonatigen Arbeitslosengeldsperre kommen kann?

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DoreenUH 14.09.2016, 14:28
@wilees

Es gab bisher keinen Aufhebungsvertrag, er wurde mir angeboten inkl. einem Bruttogehalt Abfindung.

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wilees 14.09.2016, 14:30
@DoreenUH

Aber bevor Du so etwas einfach unterschreibst, muß Dir die Möglichkeit gegeben werden, diesen inhaltlich zu prüfen.

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Du hast momentan keinen schriftlichen Vertrag, habe ich das richtig verstanden?

Da du weiter gearbeitet hast und Geld dafür bekommen hast, hast du nun einen unbefristeten Arbeitsvertrag, der mit der gesetzlichen Kündigungsfrist (außer es ist nachweislich etwas anderes vereinbart oder im Tarifvertrag gibt es abweichende Regelungen) von 4 Wochen zum 15. oder Monatsletzten gekündigt werden darf.

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Giustolisi 14.09.2016, 13:38

Der Vertrag darf nicht einfach so gekündigt werden. Der Arbeitgeber muss triftige Gründe angeben und diese auch nachweisen können.

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DarthMario72 14.09.2016, 14:31
@Giustolisi

Für eine fristlose Kündigung ja, aber davon ist hier ja gar nicht die Rede. Warum darf deiner Meinung durch den AG nach nicht ordentlich gekündigt werden?

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Ich denke, Deine Frage wurde bereits beantwortet. Wie schon viele geschrieben haben ist davon auszugehen, dass Du einen unbefristeten Arbeitsvertrag hast, da Du nach Ablauf Deiner ersten Befristung gearbeitet hast.

Wenn Du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst mit dem Hintergrund, dass Du eine Abfindung bekommst, hast Du an der Beendigung Deines Arbeitsverhältnisses mitgewirkt und kannst dafür eine Sperrzeit von der Bundesagentur für Arbeit erhalten bzw. kann Dir die Abfindung an Dein ALG 1 mit angerechnet werden. Daher hättest Du nicht viel davon, es sei denn Du hast einen neuen AG an der Hand.

Den Erhalt Deiner Kündigung musst Du nicht unterschreiben. Es spricht allerdings auch Nichts dagegen den Erhalt zu unterschreiben.

Wenn Dein Unternehmen mehr als 10 Mitarbetier hat (Vollzeit) besteht für Dich ersteinmal Kündigungsschutz und er muss Deine Kündigung begründen.

Aber unter uns: Wenn er Dich los werden will kann er das auch anders ;-) Allerdings musst Du Dir nicht alles gefallen lassen.

PS: Mich würde es sehr interssieren wie es bei Dir weitergeht...

Lg Egon und viel Glück

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DoreenUH 14.09.2016, 14:31

Wenn ich den Erhalt unterzeichnet hätte, dann hätte ich doch die Kündigung angenommen meiner Meinung nach. Genau das wollte ich ja nicht da ich mich doch von heut auf morgen nicht so abspeisen lasse. Hab schließlich ein Kind zu versorgen und find in vier Wochen sicher keinen neuen Job...ich hab top Noten, Abi und trotzdem NEUN Monate gebraucht eh ich was bekommen hab. Musste mir immer wieder anhören das ein kleines Kind oft Fehlzeiten mit sich bringt...ist bei mir nachweislich nicht der Fall, aber das interessiert ja selten...



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OlsenEgon74 15.09.2016, 10:02
@DoreenUH

:-D Nein, hättest Du nicht.

Stell Dir mal vor Du willst kündigen und Dein Chef sagt, "nein", dass unterschreibe ich nicht... Du musst für immer bei mir arbeiten... Oder Du sagst als Chef zu Deinen Angestellten "Nö, ich will nicht, dass Du mich kündigst, dann bin ich ja arbeitslos. Ich bleibe einfach hier und unterschreibe die Kündigung nicht". Ich habe gerade Kopfkino und stelle mir das sehr lustig vor ;-)

Spaß beiseite... Eine Kündigung ist eine einseitig Willenserklärung ein Arbeitsverhältnis zu beenden...  AN oder AG müssen im Zweifelsfall nur den rechtzeitigen Zugang nachweisen...Quasi Unterschrift, Zeuge oder Einschreiben...

Wenn Du ein Kind hast, muss Deine Kündigung "sozial gerechtfertigt" sein. Das heißt (vereinfacht), wenn ein Kollege kein Kind hat, muss eben der gehen... Ist vereinfacht ausgedrückt, aber sinngemäß korrekt... Würde die Sache aber jetzt etwas ausdehnen...

Abgeshen davon verstößt die Äußerung, dass Kinder Fehlzeiten mit sich bringen schon einmal gegen das Gesetzt... Aber egal... Ist wohl eine richtige "Koryphäe"... Hatte ich auch mal als chef... da muss man einfach von sowas...

Lg Egon

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Zustehen tut dir erstmal gar nichts. Das du nichts unterschrieben hast ist richtig. Mit welchen Grund wurde die gekündigt? Wenn du die Abfindung annimmst bekommst du eine Sperre ALG und die Abfindung wird angerechnet . Bei einer Kündigung kannst du auch eine Abfindung bekommen. Hängt davon ab was der Grund ist und wie entschlossen du bist dich zu wehren. Anwalt!

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Dein Vertrag gilt immer für ein Jahr?
Beachte, dass eine Befristung ohne Sachgrund maximal drei mal möglich ist. Lässt man dich danach weiter arbeiten, ist der Vertrag automatisch unbefristet.

Wird das Arbeitsverhältnis über den vorhergesehenen Beendigungstermin hinaus stillschweigend verlängert (was bei dir offensichtlich zwei Monate lang der Fall war), gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert (§ 15 Abs. 5 TzBfG).

 Du hast also einen unbefristeten Vertrag.

dass du nichts unterschrieben hast, ist gut, denn einfach so kann man dir nicht kündigen. Ohne oder mit der falschen Begründung ist die Kündigung unwirksam. Prüfe also die Kündigungsgründe und prüfe, was dir der Arbeitgeber nachweisen muss. Er kann zum beispiel nicht einfach behaupten, dass er nicht genug arbeit hat, das muss er schon irgendwie belegen können.

Mit diesem unbefristeten Vertrag in der Tasche wirst du zumindest die Abfindung nach oben treiben können, aber was du genau machen sollst, kann ich dir auch nicht sagen.

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur meine persönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.

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DarthMario72 14.09.2016, 14:35

Ohne oder mit der falschen Begründung ist die Kündigung unwirksam

Bitte entschuldige, aber das ist Blödsinn! Nirgends ist festgelegt, dass ein Kündigungsschreiben eine Begründung enthalten muss. Und selbst wenn eine Kündigung unwirksam wäre: klagt man nicht innerhalb von drei Wochen vor dem Arbeitsgericht dagegen, wird jede noch so falsche Kündigung wirksam! Und in Kleinbetrieben gilt das Kündigungsschutzgesetz ohnehin nicht.

Falls du anderer Meinung bist, bin ich auf deine Rechtsquellen gespannt.

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Giustolisi 14.09.2016, 15:09
@DarthMario72

Arbeiten mehr als 10 Vollzeitbeschäftigte in dem Betrieb und ist der Mitarbeiter schon länger als 6 Monate beschäftigt, braucht der Arbeitgeber einen triftigen Kündigungsgrund. 
Durch eine Klage alleine wird eine unwirksame Kündigung nicht wirksam.

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Um genug rauszuschlagen ist ein Aufhebungsvertrag die beste Wahl.
Hier kannst du am meisten aushandeln.

Bei mir war es zum Beispiel so (ausgehandelt mit einem Arbeitsrechtsanwalt, weil unbefristeter AV aufgelöst werden sollte; strukturelle Planungen):
- 10.000 € Abfindung
- 3 Monate bezahlte Freistellung (somit insgesamt 2 Jahre in der Firma gewesen)
- und noch mehr

Eine Kündigung ist zu 100% ein Schuldeingeständnis deiner Person.
Bei einem Aufhebungsvertrag könntest du dir noch ne tolle Geschichte einfallen lassen oder sagen, dass dein alter AG dich mit falschen Versprechungen gelockt hat und es darauf hin zu Unstimmigkeiten kam, aber du dir nichts vorwerfen lassen konntest und somit auf dem normalen Weg nicht kündbar warst...

Geh am besten zu einem Anwalt für Arbeitsrecht und lass' dich beraten.
Mit dem Angebot deiner Firma.
Nimm' zu dem Gespräch den Betriebsrat mit oder eine Person deines Vertrauens (Zeuge).
Fakt ist, du musst nichts unterschreiben und bittest um 1 Woche Bedenkzeit!

Einen Tag finde ich schon frech...
Ist denn was vorgefallen? Wenn ja, könnte er dich ja ordentlich kündigen...was wohl scheinbar nicht geht.

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DarthMario72 14.09.2016, 13:31

Eine Kündigung ist zu 100% ein Schuldeingeständnis deiner Person.

Unsinn.

oder sagen, dass dein alter AG dich mit falschen Versprechungen gelockt hat 

Nope. Niemals schlecht über ehemalige Arbeitgeber reden!

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OlsenEgon74 15.09.2016, 10:05

Wenn er an seiner Kündigung mit einem Aufhebungsvertrag mitwirkt und eine Abfindung erhält, wird ihm diese aufs ALG 1 angerechnet und er hat quasi nix davon. Es sei denn er findet gleich wieder eine Arbeitsstelle.

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Muhtant 15.09.2016, 10:18
@OlsenEgon74

Falsch! Selbst erlebt!
Solange die 3 Monate vorher melden eingehalten werden ist alles super. Dann wird nix angerechnet. Wenn natürlich das zum Monatsende passiert, sieht es womöglich schlecht aus. Aber selbst dann wird das Geld nicht angerechnet bei ALG1, sondern es gibt die gesetzliche Sperrfrist.

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versteh ich das richtig ??? man hat dir einen neuen vertrag angeboten aber du hast nicht unterschrieben... dann hat man die einen auhebungsvertrag angeboten mit abfindung , haste auch nicht unterschrieben ... und nun die kündigung ??

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DoreenUH 14.09.2016, 13:45

Ne, nach dem Gespräch kam nix zwecks neuen unterschreiben. Deshalb hab ich auch nicht nachgefragt weil ich eigentlich wusste das es dann unbefristet ist.

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Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, gehe zum Anwalt und frage dort.Ansonsten kannst du dich auch ans Arbeitsamt wenden.

Auf jeden Fall würde ich nicht hollahopp mich entscheiden.

Ist eine Frechheit von denen.


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OlsenEgon74 14.09.2016, 14:03

Was soll er auf dem Arbeitsamt? Die dürfen gar keine rechtliche Beratung durchführen.

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