Kündigung nicht fristgerecht - angeblich.

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13 Antworten

Die Kündigung muss bis 3. Werktag zugegangen sein, um zum Ablauf des übernächsten Monats (hier 31.12.12) wirksam erfolgt zu sein. Das ist auf jeden Fall hier gegeben, da der 3. WT der 4. Oktober war. Da deine Mutter und die Freundin Zeugen sind, ist der Nachweis der fristgerechten Kündigung möglich.

Was kann der Zeuge denn bezeugen? Dass Du einen Umschlag beim Hausverwalter eingeworfen hast? Oder haben sie gesehen, wie Du die Kündigung in den Umschlag gesteckt, ihn zugeklebt und genau diesen Umschlag dann auch (ohne das Schreiben wieder rauszunehmen) beim Hausverwalter eingeworfen hast?

Ich persönlich glaube aber nicht, dass er es auf eine Klage ankommen lassen wird.

guterwolf 18.10.2012, 10:19

genau das haben die Zeugen gesehen.

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guterwolf 18.10.2012, 10:24
@guterwolf

und auf eine Klage wird er es sicher nicht ankommen lassen, denn dann müsste er sich die Frage gefallen lassen, warum er - insbesondere trotz des Hinweises durch die sms - seinen Briefkasten nicht täglich leert. Das glaubt kein Mensch...und Richter sind auch Menschen :-)

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Dashboard 18.10.2012, 10:35
@guterwolf

Die Zeugin hat den Brief gelesen, ausgedruckt. Wir haben nämlich keinen eigenen Drucker. Sie hat jede. schritt beobachten können

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Die Kündigungsfrist beginnt wenn der Verwalter die schriftliche Kündigung in die Hand bekommt. Ihr habt zu spät gekündigt. Am Wochenende/Feiertag muß ein Verwalter keine Kündigung annehmen bzw im Briefkasten nachschauen.

ErsterSchnee 18.10.2012, 10:35

Der 4. und 5. Oktober waren weder Feiertag noch Wochenende. Und die Kündigung muss spätestens am 3. Werktag vorliegen - und das war Donnerstag, der 4. Oktober.

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anitari 18.10.2012, 10:41

Am Wochenende/Feiertag muß ein Verwalter keine Kündigung annehmen bzw im Briefkasten nachschauen.

Er muß überhaupt nicht in den Briefkasten schauen. Entscheidend ist das die Kündigung fristgerecht im Briefkasten ist. Und das war sie mit Einwurf am 2.10. mit Sicherheit.

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guterwolf 18.10.2012, 11:18
@anitari

genau so, anitari. Er muss monatelang nicht seine Post öffnen ....

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albatros 19.10.2012, 10:43

Nanu, was ist denn das für ein Unsinn!

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Leider weist der Verwalter alle Versuche ab um einen persönlichen Termin zu finden. Er fordert nur noch den rechtlichen Nachweis ein - egal was man ihm schreibt. Später einziehen ist nicht möglich - die neue wohnung steht jetzt schon leer ohne Mieter. Die neue Vermieterin verzichtet jetzt schon bis januar auf miete, damit wir nicht doppelt zahlen müssen. Was hat er denn davon? Er bemüht sich auch nicht shnell einen neuen nachmieter zu organisieren. Das Imobilienbüro wurde heute erst benachrichtigt, das wir gekündigt haben. Also um einen Brief per Fax zu verschicken, brauche ich 2 Minuten und nicht 3 Wochen. Schnelle Nachmieter suche sieht anders aus

guterwolf 18.10.2012, 11:17

du musst keinen persönlichen Termin machen. Was will er denn für einen rechtlichen Nachweis???

Du hast fristgerecht gekündigt, 2 Zeugen, die das bestätigen und das war's für dich. Lass dich nicht ins Bockshorn jagen.

Teil ihm das schriftlich mit was ich oben in meiner Antwort geschrieben habe und damit Basta. Er wird sich hüten, dich zu verklagen, mach doch da nicht lang rum, du ziehst per 1.1. in deine neue Wohnung und gut isses.

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Das wird schwierig.

Die beiden Zeugen haben zwar gesehen, daß Sie einen Umschlag in den Briefkasten Ihres Vermieters eingesteckt haben. Aber was für einen Brief haben Sie denn da 'reingeworfen?

Auf einen Nachmieter, der vom bisherigen Mieter gestellt wird, kann sich ein Vermieter einlassen ... oder es eben auch seinlassen.

Im Endeffekt wird es wohl darauf hinauslaufen, daß Sie einen Monat lang Miete für zwei Wohnungen zu zahlen haben. Ärgerlich, aber bestimmt viel günstiger als ein Rechtsstreit mit ungewissen Ausgang.

Beim nächsten Mal lassen Sie wichtige Schreiben wie beispielsweise Kündigungen als "Einschreiben mit Rückschein" zustellen. Sie werden damit auf der sicheren Seite sein: Zum einen können Sie nach die Einlieferung beim Postamt nachweisen, zum anderen muß der Emfpänger den Empfang des Schreibens auf dem Rückschein (einer rosefarbenen Postkarte) bestätigen ... und diesen Rückenschein bekommen Sie als Absender nach ein paar Tagen zugestellt. Sollte der Empfänger das betreffende Schreiben erst nach ein paar Tagen entgegennehmen, obwohl die Post versucht hat, pünktlich zuzustellen, ist das dann ein Problem des Empfängers!

anitari 18.10.2012, 10:51

Beim nächsten Mal lassen Sie wichtige Schreiben wie beispielsweise Kündigungen als "Einschreiben mit Rückschein" zustellen.

Die schlimmste aller Versandarten. Besonders wenn um die Einhaltung von Fristen geht.

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Fotografin1958 18.10.2012, 11:36
@anitari

Der Rückschein hat gerade bei Einhaltung von Fristen einen besonders hohen Beweiswert, weil der Empfänger den Erhalt des Schreibens mit seiner Unterschrift bestätigt. Ein Einwurf-Einschreiben kann da leider nicht so ganz mithalten. Beispiel: Um den Jahreswechsel herum wird ganz gern Schabernack getrieben, u. a. werden ganz gern mal Böller in Briefkästen geschmissen und damit evtl. vorhandene Post zerstört; bei einem Rückschein kann einem so etwas nicht passieren, da der Zusteller das Schreiben übergeben muß, um die Unterschrift zu erhalten!

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Maximilian112 18.10.2012, 12:16
@Fotografin1958

Wenn der Empfänger nicht angetroffen wird dann landet eine Benachrichtigung im Briefkasten das auf der Post ein Einschreiben liegt. Der Empfänger hat dann einige Tage das Einschreiben abzuholen. Die Frist ist verstrichen.........

Zerstörte Post im Briefkasten ist schon zugegangen um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Die Benachrichtigung hingegen zählt noch nicht als zugegangen.

Einwurf ist besser!

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Fotografin1958 19.10.2012, 09:15
@Maximilian112

Sollte der Empfäner den Brief mit Rückschein innerhalb der angegebenen Frist nicht abholen, bekommt der Empfänger in erhebliche Nöte: Abwesenheit wegen Urlaub zählt nicht (er hätte eine Postvollmacht ausstellen können), Unlust zählt vor Gericht noch weniger. Der Absnder kann aber nachweisen, daß es versucht hat, das Schreiben pünktlich zustellen zu lassen; es liegt am Empfänger, wenn er dieses nicht wahrnimmt ... der Absender steht vor Gericht fein da und kann darauf bestehen, daß beispielweise die Kündigung als pünktlich zugestellt gilt.

Sollte der Briefkasten zerstört worden sein und der Empfänger kann dieses nachweisen (beispielweise mit einer Anzeige bei der Polizei), kann der Empfänger der Zustand vor der Kündigung wieder einsetzen lassen, denn er konnte ja schließlich nichts für die Zerstörung seines Briefkastens!

Beide Fälle habe ich durchmachen dürfen. Und dreimal dürfen Sie jetzt raten, warum ich immer und grundsätzlich wichtige Schreiben mit "Einschreiben und Rückschein" zustellen lasse. Mit einem Einwurfschreiben konnte sich nämlich der Empfänger immer fein 'rausreden: Briefkasten zerstört oder der Briefkasten wurde aufgebrochen und der Inhalt gestohlen ... Wenn ein Rückschein innerhalb einer bestimmten Frist nicht abgeholt wurde (beispielsweise wegen Urlaubszeit, es wurde keine Postvollmacht erteilt), war ich als Absender fein 'raus ... und die Kündigung beispielsweise galt als pünktlich zugestellt!

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TETTET 19.10.2012, 11:19
@Fotografin1958

Sollte der Empfäner den Brief mit Rückschein innerhalb der angegebenen Frist nicht abholen, bekommt der Empfänger in erhebliche Nöte:

Er kann sich aber 7 Tage Zeit lassen. Vielleicht ist dir Frist dann schon verstrichen.

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Fotografin1958 20.10.2012, 09:14
@TETTET

Ein Schreiben "mit Rückschein" gilt dann trotzdem als pünktlich zugestellt, vor allem dann, wenn es sich um "gewerbliche" Empfänger handelt ... dazu zählt auch ein Vermieter! Es gilt der Grundsatz, daß ein Vermieter an Werktagen (also Montags bis Samstags) zu den üblichen Zeiten erreichbar sein sollte: Schließlich könnten an seiner Immobilien auch Notfälle (Wasserrohrbruch, Heizungsaufall mitten im strengsten Frost) auftreten. Kann das ein (privater) Vermieter nicht gewährlisten, muß er für eine Vertretung (wie beispielsweise eine Immobilienverwaltung) sorgen.

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albatros 19.10.2012, 10:40

In der Rechtspraxis hat sich durchgesetzt, dass nicht ES mit Rückschein sondern Einwurfeinschreiben die bessere Wahl ist. Hier in diesem Fall hätte der Verm. auf Grund der Benachrichtigung nicht sofort oder auch garnicht das ES mit RS abholen müssen. Somit wäre die Kündigung verfristet. Bei EES gilt mit Einwurf in den BK das Schreiben/die Kündigung als zugestellt, und das nachweisbar, da die Zustellung von der Zustellerin protokolliert wird.

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Das Problem ist wann die Kündigung als zugestellt gilt, in der Regel ist das der nächste Werktag. Du kannst über eine Zeugen Nachweisen das am 02.10.2012 die Kündigung in den Briefkasten geworfen wurde die Kündigung gilt somit als am nächsten Werktag nach dem 02.10.2012 zugestellt. Bei einer Kündigung tut man gut daran nicht bis auf den letzten Drücker zu warten. Die Gerichte gehen davon aus das man mindestens jeden Werktag ein mal am Tag in den Briefkasten sieht.

wichtig ist das datum der kündigung. les mal unter mietrechte und kündigungen im internet. viel glück.

anitari 18.10.2012, 10:34

wichtig ist das datum der kündigung.

Nein. Wichtig ist wann der Vermieter Gelegenheit hat die Kündigung zu lesen.

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Du hast 2 Zeugen, die bestätigen, dass die Kündigung pünktlich vorlag und außerdem die Kündigung mitgeteilt und mit einer sms darauf hingwiesen, dass die Kündigung im Briefkasten liegt. Wenn ihr diese also am 2.10. eingeworfen habt und der Verwalter erst am 5.10. - trotz Ankündigung und Hinweis - seinen Briefkasten leert ist das seine Sache.

Wegen des Feiertags ist eine Zustellung bis 4.10. möglich und da dies ein Werktag ist, geht man eigentlich davon aus, dass auch die Post an diesem Tag entnommen wird.

Ich würde ihm dies entsprechend schriftlich mitteilen und darauf hinweisen, dass ihr fristgerecht per 31.12.12 gekündigt habt und zu diesem Zeitpunkt der MV beendet ist. Ansonsten möge er euch verklagen.

du hast alles getan um nicht doppelt bezahlen zu müssen kannst ja auch mal zum Mieterbund oder auch zur kostenlosen Rechtsauskunft gehen und dir Gewißheit verschaffen. Solltest du eine private Rechtsschutz besitzen kannst du auch diese einschalten.

Das ist eine schwierige Frage denn:

Damit das gesetzt euch recht gibt müsstet Ihr klagen. Ein Einschreiben wäre hier sehr nützlich gewesen, den gerade Mietrecht ist ein weites Feld.

Die nächsten Schritte hängen davon ab was die Miete in der Wohnung kostet. Ihr könntet einen Anwalt konsultieren, allerdings werden solche Maßnahmen schnell teuerer als eine Monatsmiete. Und die Miete einbehalten könnt Ihr auch nicht einfach so.

Vielleicht kannst Du einrichten das der neue Mietvertrag einen Monat später startet?

Ansonsten fallen mir nur gütliche Lösungen ein, die Ihr im Dialog mit der Vermieter finden müsst. Hier könnten Maßnahmen wie die halbe Miete bezahlen helfen das beide Parteien zufrieden sind.

guterwolf 18.10.2012, 10:21

Auch ein Einschreiben hätte erst am 5.10. zugestellt worden sein.

Es sind 2 Zeugen da, die den Einwurf der Kündigung bestätigen.

Der HVW sollte seinen Briefkasten eigentlich täglich leeren und wenn er dies nicht tut, ist das sein Bier.

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Mephiston1989 18.10.2012, 10:30
@guterwolf

Und jetzt? Miete einbehalten? Eine Klage riskieren für eine Monatsmiete? Das dürfte nicht allzu zielführend sein.

Solange keine Mietrechtschutz vorhanden ist, dürfte ein Prozess wohl nur die allerletze Lösung sein. Vor allem bei einem Streitwert von vielleicht 500 €.

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guterwolf 18.10.2012, 14:29
@Mephiston1989

das Risiko für den Kläger ist hier höher als des Beklagten und ein Hausverwalter wird wohl keine Klage anstreben, dazu braucht er Vollmacht vom Eigentümer. D.h. als Kläger muss er erst mal in Vorleistung gehen mit RA und Gerichtskosten und wenn er einen Vergleich erzielen würde, hat er mehr verloren als eine MM.

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Du kannst nur beweisen dass Du "einen" Brief eingeworfen hast. Beim Inhalt wird es schon schwieriger und wann der Verantwortliche tatsächlich den Brief empfangen und gelesen hat, das wirst Du eben nicht beweisen können. Und eben genau für derartige Fälle sind eben Produkte wie z.B. das Einschreiben, eine effektive und rechtlich beweisbare Grundlage.

Wann der Verwalter per eMail oder telefonisch reagiert ist auch völlig nebensächlich. Das liegt in seiner eigenen Entscheidungsfindung. Ich vermute Ihr werdet nun ungewollt Inhaber von zwei Mietwohnungen sein. Ich würde Euch raten einen persönlichen Termin mit dem Verwalter auf die Beine zu stellen um dann die Möglichkeit einer Nachmieter Option zu besprechen. Aber auch ein von Euch präsentierter Nachmieter muss vom jetzigen Vermieter nicht in die engere Wahl genommen werden. Auch hier liegt die Entscheidungsfindung ausschließlich in seiner Gedankenwelt.

ErsterSchnee 18.10.2012, 10:28

Der Verantwortlich hat den Brief empfangen, als er in den Briefkasten eingeworfen wurde. Wann er den Kasten leer und wann er seine Post liest, interessiert (rein rechtlich) niemanden.

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TETTET 19.10.2012, 11:17
@ErsterSchnee

Und die leerer Zettel im Briefumschlag glaubt inzwischen auch niemand mehr.

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Jarod5 20.10.2012, 23:38
@ErsterSchnee

Richtig. Es kommt nur darauf an, dass der Brief ankommt. Wann der Vermieter ihn liest, kann völlig egal sein. Selbst bei einem Einschreiben, dass nicht abgeholt wird, weil der Empfänger ahnt oder weiß, was drinsteht, ist der Zugang der Benachrichtigung der Tag des Empfangs.

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Hallo, zunächst mal haben e-Mails vor Gericht keinen Bestand.... - quittiert bekommen hast Du den Brief von ihm auch nicht(als Empfangsbestätigung) Ich würde einen RA einschalten und ihm dies auch mitteilen.... MfG

so wie ich das sehe müsst ihr bis 31.01. zahlen.Ihr hättet bis zum 30.09. kündigen müssen dann wärt ihr am 31.12. raus aus den Vertrag.

guterwolf 18.10.2012, 10:19

Quatsch. Kündigung immer bis zum 3. Werktag des Monats, hier also 4.10. möglich.

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