Kündigung neuer Job?

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6 Antworten

Fristlos kündigen geht zwar nicht, sie kann aber einfach so nicht mehr hingehen.

Mehr als den letzten Monatslohn nicht bekommen oder eventuell eine Strafzahlung (im Arbeitsvertrag nachsehen!) kann nicht passieren.

Wenn sie also mindesten einen Monatslohn auf der hohen Kante hat: Viel Spaß am neuen Arbeitsplatz!

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"Aber sorry, das kann doch nicht meine Bekannte ausbaden und dafür gerade stehen."

sie hat sich an ihre Kündigungsfrist zu halten. Du sagst die Kündigung hat sie ordnungsgemäß abgegeben - hat sie sich auch an die Kündigungsfrist ordnungsgemäß gehalten?

(übrigens war ich der Ansicht dass sich die Kündigungsfristen bei längerer Zugehörigkeit nur für den Arbeitgeber verlängern, nie für den Arbeitnehmer. Aber dazu wissen vielleicht andere mehr)

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Kommentar von wolkenfrei2015
24.02.2017, 19:14

eigentlich schon, aber sie kennt sich  halt in den Sachen nicht so gut aus wie ich. Darum fragt mich schon um Rat, weil ich da mich etwas besser drin auskenne. Eigentlich sollte ein Aufhebungsvertrag gemacht werden, aber der Betriebsrat ist leider dagegen, nun will sie per Anwalt das durch setzen, das sie gehen  kann. Man kann doch die Leute nicht zwingen, solange in dem Betrieb zu  halten, wenn sie was besseres gefunden haben. Laut BGB müsste sie 6 Monate noch weiter beschäftigt werden. Gibt es da keine andere Lösung für?

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Kommentar von Feuerhexe2015
24.02.2017, 19:15

kommt darauf an, ist vertraglich vereinbart das die verlängerten Kündigungsfristen auch für den AN gelten sind diese rechtlich ok. Der AN darf nur nicht schlechter gestellt werden.

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Sie wird den Vertrag bis Ende der Laufzeit erfüllen müssen.

Somit sollte sie mit dem neuen Arbeitgeber klären ob sie später anfangen kann.

Allerdings hat der alte Arbeitgeber unter umständen auch verloren wenn sie wegen dem ganzen Streß krank wird.

Was Urlaub und Überstunden angeht, wenn Personalmangel besteht kann der alte Arbeitgeber ihr verwehren diesen zu nehmen. Der würde dann ausgezahlt werden.

Wahrscheinlich wird nur ein Anwalt helfen können.

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einen aufhebungsvertrag einklagen geht nicht. sowas muss im beidseitigen einverständnis passieren, und wenn einer nicht mitspielt (AG) dann geht das halt nicht. ansonsten gelten die laut §622bgb angegebenen kündigungsfristen

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Generell sind die Kündigungsfristen, wenn dies entsprechend arbeitsvertraglich vereinbart worden ist, von beiden Seiten einzuhalten. Die Grundkonstellation nach der gesetzlichen Regelung ist es, dass für den Arbeitnehmer immer die Grundkündigungsfrist gilt und für den Arbeitgeber die verlängerte. Oft wird allerdings vereinbart, dass eine Verlängerung der Kündigungsfrist für beide Seiten Geltung haben sollte. Ob ihr eine wirksame Vereinbarung vorliegt wäre also als aller erstes zu prüfen.

Ist wirksam eine bestimmte Kündigungsfrist vereinbart muss diese grundsätzlich eingehalten werden. Da hilft im Zweifelsfall auch ein Fachanwalt für Arbeitsrecht nichts. Wenn der Arbeitgeber keinen Aufhebungsvertrag schließen will, hätte auch ein Kollege keine Möglichkeit den Arbeitgeber zu zwingen. Ein Aufhebungsvertrag ist ein Vertrag der freiwillig abgeschlossen wird und von zwei Seiten zu unterzeichnen ist.

Eine ganz andere Frage ist, mal ganz abstrakten Raum gedacht, was für ein Risiko besteht, wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird. Theoretisch könnte der Arbeitgeber einen Schaden geltend machen. Dabei muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass der Arbeitgeber einen bestimmten Personalstand vorhalten muss. Es kann immer passieren, dass Mitarbeiter krank werden und muss eben auch dann Ersatz kurzfristig vorgehalten oder beschafft werden. Entsprechende Schadensersatzprozesse verlaufen aus verschiedensten Gründen regelmäßig im Sande. Nur um dies klarzustellen: Verträge sind zu halten und eine Abkürzung der Kündigungsfrist kann nur eine Notlösung sein. Die Voraussetzungen zum Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung dürften auch nicht vorliegen. Jedenfalls habe ich eine irgendwie geartete Drucksituation den Ausführungen nicht entnehmen können. Sollte ein wichtiger Grund darstellbar sein, wäre dies natürlich auch möglich.

Bitte immer bedenken, dass es auch bei dem neuen Arbeitgeber eine Probezeit gibt bzw. eine sogenannte Wartezeit in der noch kein Kündigungsschutz besteht. Bei einer Trennung im Streit dürfte es auch relativ schwer werden ein gutes Zeugnis zu bekommen, auch dieses für den Lebenslauf wichtig.

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Kommentar von wolkenfrei2015
24.02.2017, 19:37

das ist ja ganz schön kompliziert, ich habe ihr das jetzt auch noch mal per Whats App so mitgeteilt. Da wird sie wohl tatsächlich in den sauren Apfel beißen müssen, einen Anwalt einzuschalten. Ihr gefällt es da auch nicht mehr, ja und an die Probezeit in der neuen Firma muss sie auch denken, da hab ich schon etwas Bedenken ob das klappt. Ist zwar fast die gleiche Berufsbranche, aber trotzdem etwas anders. 

Jetzt hoffe ich für sie jedenfalls, das sie da ohne große Probleme raus  kommt. Sie hat auch Kinder die sie zuhause versorgen muss und das scheucht viele Arbeitgeber natürlich welche einzustellen, wobei man eigentlich eher meint, das es mal mit der Einstellung Mütter und Job besser werden soll, da kann sie ja nicht den ganzen Tag arbeiten, wenn sie leider keinen aus der Familie hat zum Aufpassen. Wäre natürlich in der Probezeit sicher auch nicht gut, wenn Kind krank ist. Der Mann ist auch voll berufstätig mit ebenfalls neuen  Job (bei ihm war das anders, weil die Firma Insolvenz ging) da mussten alle gehen. Ich hoffe das sie da jetzt aus der Zwickmühle irgendwie raus kommt. 

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ohne eine Übereinkunft geht das Trennen nicht ......von beiden Seiten....das ist meine Meinung

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