Kündigung nach Verlängerung des Arbeitsvertrages aufgrund von Krankheit möglich?

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7 Antworten

Wie Du schon lesen konntest, ohne Kündigungsvereinbarung (vertraglich oder durch anwendbaren Tarifvertrag) ist ein befristeter Arbeitsvertrag nicht kündbar und mit einer Kündigungsvereinbarung sind das keine Kündigungsgründe.

Wenn Dein Chef "angefressen" ist, dass Du nicht persönlich mit ihm gesprochen und Dich abgemeldet hast, dann soll er das sein. Du hast nichts falsch gemacht wenn Du Deinen Vorgesetzten in der Abteilung und auch das Personalbüro informiert hast.

Sollte der AG deswegen immer noch sauer sein frag ihn, wie Du es hättest besser machen sollen und ob er mit einer Mail zufrieden gewesen wäre.

Sofern für das befristete Arbeitsverhältnis keine Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung ausdrücklich vereinbart wurde, ist eine solche Kündigung - gleich aus welchem Grunde - ausgeschlossen (Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 15 "Ende des befristeten Arbeitsvertrages" Abs. 3)!

Die Möglichkeit zur außerordentlichen/fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund besteht immer; aber ein solch wichtiger Grund, der die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, liegt hier absolut nicht vor.

Für den Sterbefall hattest Du Anspruch auf Freistellung (bezahlten Befreiung von der Arbeitspflicht) nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § "616 Vorübergehende Verhinderung" - sofern seine Anwendung nicht (leider erlaubterweise) vertraglich ausgeschlossen wurde und sofern es nicht ohnehin eine vertragliche Regelung zum Anspruch auf Sonderurlaub gibt.

Ein Sterbefall in der Familie ist ein außergewöhnliches Ereignis, das du ja nicht beeinflussen konntest.

Wenn dein befristeter Vertrag bereits verlängert wurde, muss der Arbeitgeber auch eine AU durch einen Unfall eben hinnehmen. Diese berechtigt ihn natürlich NICHT zur Kündigung.

Andererseits kann niemand den Arbeitgeber zwingen, den Vertrag dann in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umzuwandeln.

Ja, Kündigung ist innerhalb der gesetzlichen bzw. vertraglichen Fristen möglich.

Aber nur - da es sich offensichtlich um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt -, wenn eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit ausdrücklich vereinbart ist; die Möglichkeit zur außerordentlichen/fristlosen Kündigung bleibt davon unberührt, aber ein entsprechend wichtiger Grund liegt hier nicht vor!

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@ErsterSchnee

Wenn es jetzt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis wäre, dann wäre es keine "Verlängerung" gewesen, von der in der Frage aber die Rede ist!

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@Familiengerd

Klar, da ja auch jeder Arbeitnehmer die entsprechenden Fachbegriffe kennt und exakt formuliert... Wie weltfremd bist du eigentlich, dass du alles wortwörtlich für bare Münze nimmst? (Entschuldige, das ist eine Redensart. Ich habe dir jetzt keine Geldgier oder ähnliches unterstellt!)

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@ErsterSchnee
Wie weltfremd bist du eigentlich

Dein Einwand ist jetzt aber - sorry! - ziemlicher Unsinn!

Ich kann hier schließlich nur davon ausgehen, was hier steht, und nicht davon, was eventuell gemeint sein könnte!

Und weltfremd ist es schon alleine deshalb nicht, weil z.B. jeder Fußballanhänger - ob gebildet oder dumm - weiß, dass die "Verlängerung" eines Spielervertrags nur eine bestimmte weitere Frist bedeutet und nicht, dass der Spieler bis zum Ende seiner Karriere bei einem bestimmten Verein bleibt - - fällt mir nur gerade zu Deinem Vorwurf ein! :-)

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Danke für die vielen und schnellen antworten an alle.

Mein Arbeitgeber wünscht zwar nächste Woche ein Gespräch, aber hierbei geht es darum das Ich im Personalbüro als auch in meiner Abteilung bescheid gab das Ich aufgrund des Unfalls weiter fehle.

Da Ich aber dem Chef selbst nicht Informiert habe sondern das Personalbüro und die Abteilung Kritisiert dieser dieser dies aufs schärfste. Ich selber sehe dies nicht unbedingt als Fehler an da er beide male nicht zu erreichen war und Ich der festen Überzeugung war das diese Information weitergegeben wird.

Du hat einen festen Arbeitsvertrag, da kann man dir nicht wegen Krankheit und Todesfall kündigen.

Du hat einen festen Arbeitsvertrag

Was soll denn ein "fester" Arbeitsvertrag sein??

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Eine Kündigung ist vermutlich nicht im Rahmen ordentlicher Fristen möglich, da es sich scheinbar um einen befristeten AV handelt. Im Sterbefall eines Familienangehörigen steht einem Freistellung von der Arbeit zu. Und wenn du einen Unfall hattest und 2 Wochen krank geschrieben wurdest, dann ist das halt so. Das kann vorkommen.

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