Kuendigung nach probezeit befristetten vertrag 1 jahr

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4 Antworten

Zu welchem Termin hat Dein AG Dir denn gekündigt? Was steht denn zur Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag?

Zu 1.: Einen befristeten Arbeitsvertrag kann der AG nur kündigen, wenn eine Kündigungsfrist vertraglich vereinbart wurde oder ein entsprechender Tarifvertrag Anwendung findet, ansonsten kann man befristete Arbeitsverträge vor Ablauf nicht kündigen.

Zu 2.: Wenn der AG kündigen kann und Dich bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht mehr arbeiten lassen möchte, muss er Dich bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses bezahlen.

Zu 3.: Du wirst, falls die Kündigung rechtens ist, bestimmt nicht bis zum 31. März 2015 bezahlt werden sondern nur bis zum Ende der Kündigungsfrist und ja, Du kannst einen Minijob annehmen.

Einen Grund zur Kündigung braucht der AG nicht, da Du noch keine 6 Monate dort arbeitest greift das Kündigungsschutzgesetz nicht.

Einen Grund zur Kündigung braucht der AG nicht, da Du noch keine 6 Monate dort arbeitest greift das Kündigungsschutzgesetz nicht.

Wie der OP schrieb, sind nur drei Monate Probezeit vereinbart.

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@Ifm001
Wie der OP schrieb, sind nur drei Monate Probezeit vereinbar

Falsch. Deshalb habe ich nach den Vertragsbedingungen gefragt und auch Antwort bekommen. Es ist die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB vereinbart worden.

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Danke fuer ihren antwort.

Unter Vertragsdauer und Kuendigungsveraussetzungen steht das volgende:

(1) Die ersten drei monate des Arbeitsverhaeltnis gelten als Probezeit. Waehren dieser Zeit ist beiderseits die schriftliche Kuendigung des Arbeitsverhaeltnisses unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen moeglich.

(2) Wird das Arbeitsverhaeltnis ueber die Probezeit hinaus fortgesetzt, kann das Arbeitsverhaeltnis waehrend der Dauer der Befristung von beiden Parteien gekuendigt werden. Es gelten die gesetzlichen Kuendigungsfristen.

(3) Die Kuendigung des Antellungsverhaeltnisses vor Vertragsbeginn ist ausgeschlossen.

(4) Das recht zur fristlosen Kuendigung aus wichtigem Grund bleibt unberuehrt.

(5) Der Arbeitgebver kann im Fall einer Kuendigung den Arbeitnehmer im Rahmen von noch bestehenden Urlaubsanspruechen oder sonstigen Freizeitausgleichsanspruechen und in konkreter Anrechnung von solchen freistellen. Darueber hinaus kann der Arbeitgeber im Falle einer Kuendigung des Arbeitnehmer unter Fortzahlung der Verguetung ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen, soweit sein interesse an der Freistellung das Interesse des Arbeitnehmers an der Beschhaeftigug ueberwiegt. Die Freistellung nach Abschluss des Urlaubs ist wiederruflich.

(6) Soweit der Arbeitnehmer ausserhalb des Urlaubszeitraumes waehrend einer Freistellung anderweitigen Verdienst erzielt, ist dieser aus das Arbeitsentgelt anzurechnen.


Also, Est ist mich noch nicht voellig klar. Hat der AG mich rechtlich gekuendigt oder nicht?

Zu 3.: Darf ich auch einen andere (vollzeit) job annehmen?

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@ddavidd99021
Hat der AG mich rechtlich gekuendigt oder nicht?

Ja, hat er. Gründe brauchen in einer Kündigung nicht genannt zu werden und bei Dir greift das Kündigungsschutzgesetz noch nicht, da Du noch keine 6 Monate dort gearbeitet hast.

Ich vermute mal, Du hast die Kündigung zum 30. September bekommen. Bis dahin bist Du noch AN des Betriebs ob mit oder ohne Freistellung. Wenn Du vorher einen Job findest, geh zum AG und schließe mit ihm einen Aufhebungsvertrag. Das geht zu jedem beliebigen Datum und Du kannst dann anschließend sofort bei einem neuen AG einen Vollzeitjob annehmen.

In Deinem Vertrag steht ja am Ende von 5): "Die Freistellung nach Abschluss des Urlaubs ist wiederruflich". Der AG könnte Dich sonst während der Freistellung in der er Dich bezahlen muss, zurück zur Arbeit rufen. Daher ist ein Aufhebungsvertrag sinnvoll. Du bist dann sofort weg und der AG spart die Kosten bis zum Ende der Kündigungsfrist.

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Ein befristetes Arbeitsverhältnis kann grundsätzlich nicht gekündigt werden und läuft mit seinem definierten Ende ab, es sei denn es ist eine Kündigungsmöglichkeit arbeitsvertraglich vereinbart worden.

Nach Deinen Angaben steht im Arbeitsvertrag:

"(2) Wird das Arbeitsverhaeltnis ueber die Probezeit hinaus fortgesetzt, kann das Arbeitsverhaeltnis waehrend der Dauer der Befristung von beiden Parteien gekuendigt werden. Es gelten die gesetzlichen Kuendigungsfristen."

Damit ist das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zum 15. oder Monatsende (§ 622 (2) Nr.1 BGB) möglich.

Da Du noch keine 6 Monate im Betrieb beschäftigt bist, greift das Kündigungsschutzgesetz nicht.

Wenn er Dich bis zum Ende der Kündigungsfrist von der Arbeit freistellt, dann muß er das Gehalt auch weiterzahlen; Du kannst auch einen Nebenjob annehmen.

Du bist verpflichtet Dich unverzüglich (innerhalb von 3 Tagen nach Kenntnis der Kündigung) arbeitssuchend zu melden.

Siehe TzBfG §15 Abs.3:

  1. Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.

Nun kommt es darauf an ob in Deinem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine ordentliche Kündigung vereinbart wurde, wenn ja kann der AG dir ordentlich kündigen, wenn nicht dann ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich,.

Bitte schaue nochmal Deinen Arbeitsvertrag an und überprüfe das. Kündigen kann ein Arbeitgeber jederzeit, auch bei befristeten Verträgen. Kündigung in der Probezeit ist meist kürzer als danach. Aber auch vor Ablauf des ersten Jahres kann er den Vertrag normalerweise kündigen.

Kündigen kann ein Arbeitgeber jederzeit, auch bei befristeten Verträgen. Kündi

Dann lies doch mal § 15 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz:

"Ein befristeter Arbeitsvertrag unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist"

Ohne Vereinbarung ist keine ordentliche Kündigung möglich.

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