Kündigung Minijob, Frist?

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3 Antworten

Nachtrag:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit kündige ich zum xx.xx.xxxx mein Arbeitsverhältnis mit Ihnen. Den noch offenen Urlaubsanspruch bitte ich in Geld abzugelten.
Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

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Kommentar von Viviie160796
19.05.2016, 23:24

wäre das dann jetzt der 30.6.2016? 

Bin gerade leicht verwirrt :D

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Kommentar von maetsch
20.05.2016, 12:03

Stimmt, wenn noch ausreichend Zeit bis zum Kündigungstermin ist Wenn ja, wird der Arbeitgeber in der Kündigungsfrist Urlaub anweisen. Wenn ihm lieber ist, dass der MA weiter arbeitet, wird er das Angebot annehmen. Reagiert der AG gar nicht, sollte man dann einfach pro forma einen Urlaubsantrag stellen. Dann ist der AG gezwungen zu reagieren.

Fakt ist aber, dass eine nicht fristgemäße Kündigung die Nutzung der Resturlaubstage ausschließt. Der AG kann also nur die Kündigung zurückweisen oder akzeptieren. Akzeptiert er sie, muss er den Urlaub abgelten. Akzeptiert er sie nicht, stellt man einen Urlaubsantrag und erscheint nach dem Urlaub einfach nicht mehr.

Praktisch ist es völlig egal, ob der AG den bezahlten Urlaub gewährt oder abgelten wird. In beiden Fällen erhält der AN den gleichen Betrag.

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Kommentar von maetsch
21.05.2016, 00:22

Jeder hat Urlaubsanspruch. Der darf nicht verwehrt werden. Die mindestens 20 Tage (bei 5-Tagewoche) bezahlten Urlaub pro Jahr hat jeder, das ist gesetzlich verpflichtend. Egal ob Minijober, studentische Aushilfe oder sonstwer.

Wer als Arbeitgeber diesen Urlaub verweigert, macht sich strafbar. Da es bezahlter Urlaub ist, für den Sozialabgaben fällig werden, ist das Verweigern Sozialbetrug und damit sogar ein Offizialdelikt (der Staatsanwalt muss selbst tätig werden, auch ohne klagende Person).

Fordere Deinen Urlaub und drohe ggf. mit Anzeige. Lasse dich nicht abwimmeln!

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Wenn Du keinen schriftlichen Arbeitsvertrag hast, gelten i.d.R. die gesetzlichen Vorgaben.

Deine Kündigungsfrist beträgt nach § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats.

Du kannst jetzt zum 30. Juni kündigen. Wenn Du früher aufhören willst und gesagt wurde, dass das jederzeit möglich ist, bitte um einen Aufhebungsvertrag. Der kann zu jedem beliebigen Datum geschlossen werden und Du kannst, sollte der AG einverstanden sein, schon früher aufhören.

In die Kündigung (wenn es keinen Aufhebungsvertrag gibt), schreibst Du z.B.:

"Sehr geehrte(r)........hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis fristgemäß zum 30.06.2016. MfG..."

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Du hast einen Arbeitsvertrag durch konkludentes Handeln auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen, insbesondere des BGB. Der Arbeitgeber hat Dir Lohn überwiesen und Du hast gearbeitet. Es ist damit ein Vertragsverhältnis entstanden. Da nichts anderes in einem schriftlichen Arbeitsvertrag festgelegt wurde, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Und die lautet 4 Wochen zum Monatsende.

Jedoch gibt es für den Arbeitgeber keine Möglichkeit, Dich zur Arbeit zu zwingen. Du kannst auch kurzfristiger kündigen. Die abgeleisteten Stunden muss er Dir in jedem Fall bezahlen. Es ist eher eine Frage von Stil, den anderen nicht von heute auf morgen vor vollendete Tatsachen zu stellen. 

Gib ihm einfach schnellstmöglich Bescheid, egal wie lange Du noch dort arbeiten willst.

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Kommentar von Hexle2
20.05.2016, 05:32

 gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Und die lautet 4 Wochen zum Monatsende.

Wenn Du schon auf die gesetzliche Kündigungsfrist verweist, mach das bitte korrekt:

§ 622 Abs. 1 BGB: "Das Arbeitsverhältnis eines AN kann mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder Ende eines Kalendermonats gekündigt werden."

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Kommentar von maetsch
20.05.2016, 12:33

Wenn du andere verbesserst, dann bitte auch korrekt!

1. in der Probezeit kann i.d.R. mit 14-tägiger Frist gekündigt werden

2. bei Vertragsverhältnissen nach der Probezeit und kürzer als zwei Jahre kann mit Frist von 4 Wochen zum 15. oder Monatsende gekündigt werden

3. bei Vertragsverhältnissen ab zwei Jahren Dauer kann nur noch zum Monatsende gekündigt werden (die Frist steigt aber in Stufen zwischen einem Monat und sieben Monaten, je nach Dauer des Beschäftigungsverhältnises)

4. Arbeitsverträge und Tarifverträge können all das abweichend regeln, jedoch darf dem AN keine längere Kündigungsfrist auferlegt werden, als dem AG.

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