Kündigung in Probezeit wirsam?

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7 Antworten

Grundsätzlich ist eine Kündigung nur rechtswirksam,wenn sie schriftlich erfolgt,das gilt natürlich auch während der Probezeit.Die elektronische Form sowie eine mündliche Kündigung sind ausgeschlossen.Siehe hierzu § 623 BGB.

Da du die Freistellung sowie die Kündigung nicht schriftlich bekommen hast ,besteht dein Arbeitsvertrag nach wie vor.Du solltest ab Montag,20.06., die Arbeit wieder aufnehmen bzw. deineArbeitskraft zur Verfügung stellen.Damit vermeidest du,dass man dir Arbeitsverweigerung oder unentschuldigtes Fernbleiben von der Arbeit unterstellen kann.

Trotzdem ist eine Beratung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht unumgänglich,da du evtl.auch Anspruch auf Schadenersatz hast.

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Kommentar von Lauserine
15.06.2011, 11:18

Hallo und danke für deine Antwort

Kann man während einer Freistellung denn darauf bestehen die Arbeit wieder aufzunehmen?Und warum erst ab 20.06?

LG:)

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Kommentar von DerCAM
15.06.2011, 16:14

Eigentlich schade, dass wirklich kompetente Antworten oft von der Community nicht entsprechend mit DH gewuerdigt werden und irgendwelche Dummschwaetzer statt dessen gross abkassieren. Erst schreibt er was von "Kuendigung SOLL aus Fairnessgruenden schriftlich BESTAETIGT (!!!) werden und jetzt stimmt er dir bezueglich einer Aussage zu, die korrekterweise etwas ganz anderes sagt. Ich glaube aber, dass er das selbst gar nicht nachvollziehen kann und wahrscheinlich sogar denkt, erhaette das Gleiche gesagt wie du.

Schlimm schlimm, diese Moechtegerns!

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Das hört sich alles ziemlich merkwürdig an als ob dein Arbeitgeber ne billige Aushilfegesucht hätte die er dann nach ablauf der 3 monate probezeit rauswirft.

Ich rate dir dringenst zum Anwalt zu gehen.

Und suche dir im Internet im Vorraus schon mal Infos zum Thema Arbeitsrecht ect.z.B: http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/hauptseite.htm

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Da es hier um Deine Existenz geht, solltest Du Dich anwaltlich beraten lassen.

Aber viel wird nicht zu holen sein. Dein Urlaubsanspruch wird mit der Zeit der Freistellung verrechnet.

Du warst hoffentlich schon beim Arbeitsamt!!

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Kommentar von Lauserine
15.06.2011, 09:55

Na klar :) Doch diese sagten mir eben, dass ja noch nichts schriftliches vorliegt!

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Hallo.

Eine solche Kündigung ist nicht rechtens. Diese muss schriftlich erfolgen.

Wenn du mit der Tätigkeit zufrieden warst und dein entsprechend, würde

ich mir einen Anwalt nehmen für Arbeitsrecht.

Achtung: Bei Arbeitsgerichtsprozessen zahlt  jeder seine Kosten.

Da wäre eine Arbeitsrechtschutzversicherung schon vom Vorteil.

Viel Glück

Mit freundlichem Gruß aus  dem Oldenburger Münsterland

Bley1914(Bernd)

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Bekanntlich kann während der Probezeit von beiden Seiten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - fristlos ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.

Allerdings sollte aus Fairnessgründen bzw. rechtlichen Gründen diese mündlich ausgesprochene Kündigung zum 30.06.2011 schriftlich bestätigt werden, damit Du für Deine Unterlagen, was Deinen lückenlosen beruflichen Werdegang bzw. Lebenslauf anbetrifft, diesen Nachweis zur Verfügung hast. Auch eine gesonderte Bescheinigung über die Freistellung ab 01.06.2011 würde ich mir vom Arbeitgeber aushändigen lassen bzw. darauf bestehen, dieses Schriftstück zu Deiner Absicherung als Beleg zu erhalten.

Schließlich besitzt Du ja auch - so meine ich - einen Arbeitsvertrag mit Probezeit, der seine Fortsetzung oder auch Abschluss schriftlich erforderlich macht.

Ich - was meine Person anbetrifft - würde solch eine brisante Angelegenheit immer freundlich bewältigen wollen (nicht vorwurfsvoll, wütend oder mit Rechtsanwalt drohend!), sondern beharrlich, sicher und bestimmend. Ich würde dies auf alle Fälle gütlich bzw. einvernehmlich versuchen, bevor Du juristischen Beistand in Anspruch nehmen würdest bzw. müsstest.

Nachdem Du ab 01.06.2011 freigestellt bist, würde ich an Deiner Stelle sofort zum Arbeitsamt gehen und mich dort entsprechend erkundigen.

Ich übermittle Dir gute Wünsche, die Angelegenheit bestmöglich bereinigen zu können, und verbinde damit für die Zukunft beruflichen Erfolg.

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Kommentar von Reservist
15.06.2011, 10:24

Kündigungen müssen IMMER schriftlich erfolgen, sonst sind sie unwirksam.

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Kommentar von Lauserine
15.06.2011, 11:13

Vielen Dank für die Antwort,

ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt auch ungern mit dem Anwalt drohen. Beim AA war ich sofort am 01.06 und dort wurde mir gesagt, dass ich auf die schriftliche Kündigung warten müsse??? Naja, auch wenn ich die Hoffnung habe schnell einen neuen Job zu finden, läuft mir ein wenig die Zeit weg. Auf die eventuell vergessene schriftliche Kündigung zu spekulieren bereitet mir ein wenig Bauchweh, insofern das AA diese ja braucht um meinem Antrag zu bearbeiten. Anderer seits läuft morgen die 2 Wochen-Kündigungsfrist ab. Doch was dann???

Auf Weiterbeschäftigung klagen??? Das ist ja für beide Seiten nicht angenehm!

LG

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Kommentar von DerCAM
15.06.2011, 15:59

Oh Mann, das ist jetzt wirklich ein Haertefall! Na gut, fangen wir mal an:

  1. Bekanntlich sind auch waehrend einer vereinbarten Probezeit Kuendigungsfristen einzuhalten. Diese sind normalerweise kuerzer als nach Beendigung der Probezeit, einzuhalten sind sie aber trotzdem. Die gesetzliche Mindestkuendigungsfrist betraegt waehrend einer vereinbarten Probezeit von max. 6 Monaten 14 Tage. Tarifvertraglich koennen sowohl kuerzere wie auch laengere Fristen wirksam vereinbart werden, einzelvertraglich hingegen nur laengere.

  2. Nicht ganz so bekannt ist, dass eine vereinbarte Probezeit ueberhaupt keinen Einfluss darauf hat, ob ohne Angabe von Gruenden gekuendigt werden kann oder nicht. Voellig unabhaengig von einer eventuellen Probezeit besteht naemlich waehrend der ersten 6 Monate eines Beschaeftigungsverhaeltnis grundsaetzlich kein Kuendigungsschutz. Es kann innerhalb dieser 6 Monate also immer auch vom Arbeitgeber gekuendigt werden, ohne dass dieser seine Gruende irgendwo nennen muesste. Ob Probezeit oder nicht, schnurzpiepe!

  3. Die Kuendigung soll nicht aus Fairnessgruenden schriftlich erfolgen, sie muss es, um ueberhaupt wirksam werden zu koennen. Im Moment ist sie es jedenfalls nicht, weil eben nicht schriftlich erfolgt.

  4. Etwas anderes wuerde hier nur gelten, wenn es sich nicht um einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit vorgeschalteter Probezeit handeln wuerde sondern um einen auf 6 Monate befristeten. Davon schreibt der Fragesteller aber nichts.

  5. Wenn man so ueberhaupt keine Ahnung von der Materie hat, ist es oft besser, sich nur mit Fragen zu Wort zu melden, keineswegs aber mit Antworten oder gar Ratschlaegen. Irgendwelchen selbstgebrauten Dummfug so zu formulieren, dass es moeglichst schlau klingt, ist hingegen allerunterste Schublade!

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wenn die probezeit ein befristetes arbeitsverhältnis darstellt für 6 monate reicht eine mündliche kuendigung, die eigentlich dann nur eine verständigung ist dass deine probezeit nicht in ein unbefristetes arbeitsverhältnis übergehen wird

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Nein. Bis zur schriftlichen Kündigung bist du noch Angestellt.

--> Anwalt.

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