Kündigung in Probezeit durch Arbeitgeber - Sperre vom Arbeitsamt?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

den neuen Arbeitsvertrag samt einer wirksamen Kündigung

Dass diese Kündigung wirksam ist, wage ich zu bezweifeln.

Du arbeitest zwar in einem Kleinbetrieb bei dem i.d.R. das Kündigungsschutzgesetz nicht greift, in Deinem Fall glaube ich aber nicht, dass Du hier schutzlos bist.

Du sollst ja nicht wegen betrieblicher Gründe (z.B. Arbeitsmangel, Personalabbau), verhaltensbedingt oder personenbedingt gekündigt werden sondern schlicht und einfach nur um Dir einen neuen Arbeitsvertrag mit (wahrscheinlich) schlechteren Konditionen unterschieben zu können.

Die Befristung sehe ich als unrechtmäßig da Du im Betrieb ja schon unbefristet arbeitest. Das wäre das kleinere Problem, hier könnte der Arbeitsvertrag nach Ablauf, solltest Du nicht weiter beschäftigt werden, durch das Arbeitsgericht entfristet werden.

Ich würde mich an Deiner Stelle nicht auf den neuen Vertrag einlassen, mit diesem und der Kündigung aber (solltest Du eine Rechtsschutzversicherung haben) sofort zu einem Anwalt oder zur Gewerkschaft (falls Mitglied) gehen und Kündigungsschutzklage einreichen.

Du kannst die Klage auch selbst beim Arbeitsgericht einreichen. Die Frist beträgt drei Wochen nach Erhalt der Kündigung. Bist Du zu spät, gilt die Kündigung auch wenn sie nicht rechtens wäre. Bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts hilft man Dir auch bei der Klageformulierung und das ist kostenlos.

Danke für die umfassende Antwort. Aufgrund dieser habe ich bereits bei einem Anwalt angefragt. Leider kann ich nichts dagegen machen, eben weil der Betrieb weniger als 10 Mitarbeiter hat und weil ich in der Probezeit bin. Wenn mein Arbeitgeber mich nicht wegen dem nicht unterschriebenen neuen Vertrag kündigen kann, kann er mich in der Probezeit so oder so kündigen.

Ich habe dem Vertrag nicht zugestimmt und die Kündigung ist nun wirksam. Ich bin gespannt was das Arbeitamt sagen wird. Laut RA bekomme ich keine Sperre.

Tja so habe ich nun erstmals richtig Pech gehabt. Aber ich sehe  in die Zukunft , werde mich neu bewerben - fertig.

Das Unternehmen - sorry für die Ausdrucksweise - kann mir nun gestohlen bleiben. Sollen die ihr Ding durchziehen. Mit mir noch ein Mitarbeiter weniger......Klar ist jeder ersetzbar, aber laut einer Kollegin die dort seit 5 Jahren arbeitet sind in dieser Zeit an die 30 Mitarbeiter gekommen ud gegangen - meistens durch Kündigung. Ich weiß gar nicht, wie so ein kleiner Betrieb bei dieser Fluktuation überhaupt noch bestehen kann.

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@Mina1978

Wieso Probezeit? Eine Probezeit kann max. 6 Monate betragen in der man ohne Probleme mit der verkürzten Kündigungsfrist gekündigt werden kann.

Du hast doch schon über ein Jahr in der Firma gearbeitet. Hat der AG Dir beim neuen Vertrag wieder eine Probezeit "reingedrückt"? Dann finde ich das etwas seltsam, dass der RA meint, da könne man nichts machen.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle alles Gute für die Zukunft

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@Mina1978

Dass Das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar ist, weil der Betrieb zu klein ist, bedeutet nicht, dass Du in bestimmten Fällen nicht doch gegen eine Kündigung klagen kannst (auch wenn der Anwalt etwas Anderes sagt).

Eine solche Klage wäre durchaus möglich, wenn die Kündigung erkennbar nur deshalb erfolgt ist, weil Du keiner Vertragsänderung zugestimmt hast, die außerdem auch noch in ihrer Folge rechtswidrig wäre (Umwandlung eines unbefristeten in ein kalendermäßig befristetes Arbeitsverhältnis).

Außer dem hat Hexle2 mit ihrer kritischen Anmerkung zur der verlangen Probezeit Recht!

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Wenn Du dich im Grunde gut mit Deinem Arbeitgeber verstehst, kannst Du ihn ja darauf hinweisen, dass nach § 14 TzBfG eine Befristung nicht zulässig ist, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Insofern kann er nicht einseitig diese Änderungskündigung durchsetzen. Du könntest dagegen klagen.

Es ist auch fraglich, ob er unter den genannten Bedingungen eine ordentliche Kündigung wirksam wäre, weil sich Dein Arbeitgeber offensichtlich in arbeitsrechtlichen Fragen nicht sicher ist und deshalb leicht einen Fehler bei der Kündigung begehen könnte. Sprich einfach mit ihm und versuch eine beiderseits akzeptable Lösung zu finden. 

Wenn der Arbeitgeber kündigt ist die Regel das das Arbeitsamt keine Sperre keine Sperre erhebt..Aber ich denke Mal unter diesen Umständen hast du sehr gute Karten.Wenns hart auf hart geht wäre es von Vorteil einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu nehmen-das lohnt sich immer.

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