Kündigung in probezeit bei Krankschreibung

...komplette Frage anzeigen

20 Antworten

Die Kündigung in der Probezeit kann ohne Angabe von Gründen ausgesprochen werden. Ist das Arbeitsverhältnis beendet, so enden auch alle Verpflichtungen des Arbeitgebers.

Hallo,also: in der Probezeit kann dich der Arbeitgeber immer kündigen. Deswegen ist das ja eine Probezeit.

Eine Kündigung ist eine sog. einseitige Willenserklärung das bedeutet, dass man nicht zustimmen muss, sondern dass derjenige der küngigt, kündigen kann, auch wenn der andere nicht gekündigt werden möchte. (Wenn das zustimmungspflichtig wäre, wo wäre dann der Sinn einer Kündigung, dann könnte man ja nur mittels Aufhebungvertrag einen Arbeitsvertrag auflösen.)

kündigung innerhalb der Probezeit = normalerweise 14 Tage -Frist, (wurde eingehalten),

vorsorglich zum nächst zulässigen (absicherung des Chefs, dass wirklich der Vertrag aufgehoben wird, manchmal gibt es Personen, die sich mit der 14Tage -Frist verrechnen, dann ist das die Klausel, die besagt, dass zum nächsten Termin gekündigt ist.)

Arbeitsleistung über diesen Zeitraum hinaus widersprechen = ab dem 15.6. darfst du dort nicht mehr arbeiten, das wäre Hausfriedensbruch... (da will sich der Arbeitgeber absichern, dass du nicht in der Firma versuchst "unbemerkt" zu arbeiten und das dann so hinzudrehen, dass durch sog. "schlüssiges Handeln" ein neuer Arbeitsvertrag zustande gekommen ist.

Schlüssiges Handeln:stell dir folgendes vor:ein Mensch der gerade nicht sprechen kann kommt in eine Bäckerei. Er deutet auf die Brezen und hebt 2 Finger. Die Verkäuferin gibt ihm 2 Brezen, nennt den Preis. Er bezahlt.

Das ist im rechtlichen Sinne schlüssiges Handeln. Er signalisiert dass er 2 Brezen möchte, die Verkäuferin übergibt die Ware, er zahlt. Verkauf abgeschlossen.

Fazit:du wurdest gekündigt, dein (Ex)Chef hat sich da auch sehr abgesichert, dass er dich wirklich los ist.

Ich glaube nicht, dass er im Krankheitsfalle weiter zahlen muss, schließlich ist das ja Probezeit. Er hat (soweit aus deinem Auszug ersichtlich) ja auch nicht aufgrund deiner Krankheit gekündigt. (In der Probezeit muss er auch keinen Grund angeben, was es für dich nicht leichter macht zu verstehen, warum er dir gekündigt hat.)

Melde dich rechtzeitig beim Arbeitsamt arbeitslos. Sofern du am 15.6. noch krank geschrieben sein solltest bitte jemand für dich beim Arbeitsamt vorbei zu gehen und die Meldung abzugeben, sonst hast du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt kennt sich ja auch aus und weiß evtl ob die Krankenkasse Krankengeld zahlen muss, was ich nicht annehme.

Viel Glück bei der Suche nach einem neuen Job! Und gute Besserung!

Nicht "rechtzeitig" zum Arbeitsamt, sondern sofort. Jedenfalls dann, wenn Ansprüche bestehen, die von einer Sperrzeit betroffen wären.

0

danke für die ausführliche Darstellung...

0

Natürlich kann dir der Arbeitgeber während der Probezeit ohne Angabe von Gründen fristgerecht kündigen - wie es hier auch geschehen ist.Das Zustelldatum der Kündigung wird durch das Einwurfeinschreiben dokumentiert.

Eine Entgeltfortzahlung findet nicht statt,da der Anspruch darauf erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses entsteht.

Es wird also nur ein Krankengeld durch die Krankenkasse gezahlt.

Hallo Biaangel, eine Kündigung in der Probezeit ist auch wegen und während einer Krankheit möglich. Insofern gilt bei der Kündigung in der Probezeit nichts anderes als bei einer anderen Kündigung auch. Allerdings sind die Anforderungen an eine Kündigung in den ersten 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses weniger streng als später. Das hat aber nichts mit der Kündigung in der Probezeit, sondern mit der 6-monatigen Wartefrist des KSchG zu tun. Aber in jedem Fall solltest du bei der Kündigung wegen Krankheit Folgendes beachten.

Infos unter: http://www.experto.de/b2b/personal/arbeitsrecht/kuendigung/kuendigung-in-der-probezeit-und-krankheit-worauf-sie-achten-sollten.html

LG elenore

Ich habe weiter unten gelesen, dass Du im sozialen Bereich arbeitest. Ich nehme an, Altenpflege oder Krankenpflege. Diese Vorgehensweise dieser Brüder ist mir bestens bekannt.... Ich arbeite (Gott sei Dank) in einer Zeitarbeitsfirma und bin unter anderem auch in der Altenpflege eingesetzt. Da hab ich im Dezember 2010 (Rekordwinter) in einem ambulanten Dienst anfangen müssen. Ich war sehr stark erkältet, was auch die PDL gesehen hat. Die Patienten haben schon (und das zu Recht) geschimpft, weil sie Angst vor Ansteckung hatten. Der PDL hat das nicht im Geringsten interessiert.... Die Infektion wurde abends so dermaßen schlimm, dass ich mich dazu entschlossen habe, zu Hause zu bleiben. Zum einen wegen mir, denn wenn ich bei dieser Kälte ständig von warm nach kalt gehe, hole ich mir den Tod und zum anderen wegen dieser alten Leute, die ohnehin ein schwaches Immunsystem haben. Der Arzt stellte eine schwere Bronchitis fest, die beinahe eine Lungenentzündung geworden wäre. Die PDL schickte mich WÜTEND zur Zeitarbeitsfirma zurück, und drohte diese, die Zeitarbeitsfirma zu verklagen, wenn durch mein Wegbleiben ein Patient zu Schaden gekommen wäre... Ha, ha, ha. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eher durch mein ERSCHEINEN ein Patient zu Schaden gekommen wäre... Dann hat die PDL von mir auch noch verlangt, 80 km bei schlechtesten Straßenbedingungen und einer Fast-Lungenentzündung zur Station zu kommen, um den Stationsschlüssel abzugeben. Andernfalls würde die PDL die Nacht in der Station verbringen, weil sie Angst hätte, ich würde die Station ausrauben.... LOL!! Mit einer Lungenentzündung bewaffnet mit einem Astmaspray!!!! Mein Tipp: Wenn Du weiterhin vorhast, bei diesen Halbverrückten zu arbeiten, die verlangen, mit ansteckenden Krankheiten alte und kranke Leute zu behandeln, lass dies in Zukunft über eine Zeitarbeitsfirma laufen, dann bist Du in so einem Fall nicht arbeitslos. Meine Zeitarbeitsfirma hat damals gemeint, diese PDL hätte ohnehin "einen an der Klatsche" und ich solle bloß zusehen, dass ich wieder gesund werde und ich solle erst wieder arbeiten, wenn ich wieder 100 %ig hergestellt bin.

Innerhalb der Probezeit kann beidseitig jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Du hast die Kündigung erhalten, das reicht vollkommen aus. Du mußt die Kündigung auch nicht annehmen, bzw. kannst sie nicht ablehnen! Mit dem Passus will der AG nur vorsorglich darauf hinweisen, dass er es nicht annehmen würde, wenn Du nach dem 15.06. plötzlich zur Arbeit erscheinen würdest. Ob Du krankgemeldet bist, interessiert auch nicht. Am 15.06. ist Schicht im Schacht!

Da die Kündigung innerhalb der Probezeit ausgesprochen wurde ist es zulässig und du wirst sie akzeptieren müßen. Innerhalb der Probezeit sind keine Gründe notwendig und ein Einwurfeinschreiben reicht völlig aus. Das bedeutet du bist deinen Job wieder los zum 15.6.Das bedeutet da du bis 10.6. krank geschrieben bist und zum 15.6. gekündigt hält er die Kündigungsfrist damit ein. Solltest du weiter krank geschrieben werden muss er nur bis 15.6. zahlen.

Kiarafindus hat eigentlich schon alles geschrieben was es zu dem Thema zu schreiben gibt. Ich möchte Dich nur noch einmal darauf hinweisen, dass es bei der "Arbeitslosenmeldung" vor einiger Zeit eine Änderung gegeben hat. Du musst Dich sofort beim Arbeitsamt melden wenn Du Kenntnis von Deiner Kündigung hast. Das wäre also heute gewesen. Wenn Du ansteckend krankgeschrieben bist, dann ruf am Freitag unbedingt auf dem Arbeitsamt an und schildere den Vorgang. Und wenn Du noch länger krank bist, dann brauchst Du eine Krankmeldung bis 15. Juni für den Arbeitgeber und ab 16. Juni für das Arbeitsamt. Die Krankenkasse interessiert das erst wenn 42 Tage (6 Wochen ) Krankheit vergangen sind.

in der probezeit darf er dir ohne grund kündigen. und solche anlässe wie kranksein nehmen leider viele ag als anlass zu sowas. ist mir auch schon passiert. was du machen kannst, ist im nachhinein einen anwalt einzuschalten und noch n bisschen geld rauszuschlagen.. bei mir hat das geklappt..

Mit welcher Begründung kann man nach 13 Tagen "Geld rausschlagen" ? Und wer hat den Anwalt bezahlt ? Ich kann mir kaum vorstellen, dass da eine Rechtsschutzversicherung die Deckungszusage gibt. Gab es einen Formfehler in der Kündigung und der Anwalt hat sich darauf berufen?

0

Das bedeutet, dass dir zum 15.06. gekündigt wurde und, falls du die Kündigung nicht akzeptierst und zum Arbeitsgericht gehst und die Kündigung widerrufen werden sollte, dann automatisch der nächstmögliche Kündigungstermin gilt.Du musst dich also sofort beim Arbeitsamt melden und auch dorthin die nächste Krankschreibung bringen.Wenn dir gekündigt wurde, muss der Arbeitgeber nichts weiter zahlen, nach dem 15.06..Dann solltest du Arbeitslosengeld erhalten (falls Anspruch besteht) und, wenn die Krankschreibung noch länger dauert, Krankengeld von deiner Krankenkasse.

In der Probezeit kann man ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Die Firma hat dies per Einwurfeinschreiben gemacht, somit hat sie einen Nachweis, dass Du die Kündigung erhalten hast.... Gemeint ist, dass Du zum 15.06. gekündigt bist und nach dem 15.06. auch nicht mehr in der Firma demzufolge zu erscheinen hast. Wenn Du weiterhin krank geschrieben wirst, bekommst Du auch kein Geld vom Arbeitsamt, weil Du dem Arbeitsamt nicht zur Verfügung stehst....Wieso bist Du den nicht in die Firma gegangen? Dann hätten die gesehen, dass Du wirklich krank bist und hätten Dich nach Hause geschickt. Dann wäre Dir nicht gekündigt worden. Mir ist es 2 X passiert, dass ich in der Probezeit krank wurde und zwar innerhalt der ersten Woche. Ich bin krank zur Arbeit, weil ich Angst hatte, gekündigt zu werden und wurde heim geschickt ohnedem, dass ich die Kündigung bekam, weil man gesehen hat, dass ich wirklich krank war.

Kurz gesagt, du bist gefeuert. Das hättest du dir aber auch selbst denken können. 3 Tage arbeiten und dann einen Schein bringen. Die Kündigung kam per Einwurfeinschreiben und ist damit zugestellt. Gelb vom Arbeitgeber gibts auch keins, sondern von der Krankenkasse.

Hab vom Arzt Arbeitsverbot bekommen, da konnte ich leider nichts machen...

0
@Biaangel

Was hast du dem armen Kerl den vorgemacht. Dein Hausarzt kann die gar kein Arbeitsverbot erteilen. Der Kerl muß das glauben, was du ihm erzählst.

0
@amigo06

im sozialen Beriech zu arbeiten mit einer ansteckenden Krankheit, was bei Untersuchungen nachgewiesen wurde, da muss ich nix vormachen, daher die sofortige Krankschreibung, da konnte und kann ich nichts machen

0

Ist für Dich natürlich Schei... aber da kannst du gar nichts tun, ausser zum arbeitsamt zu gehen, nach der abgelaufenen zeit, dem 15.6.2011, ab dann bist du ja Arbeitslos. der Arbeitgeber muss nur bis dann bezahlen! Das tut mir sehr leid für Dich, ging mir auch mal so. G.Elizza

alles hat seinen Sinn, sollte da vielleicht auch einfach nicht sein ;) danke

0
@Biaangel

Das muss es wohl sein! Nichts geschiet ohne Grund! Sagte meine Mutter schon immer! L.G.Elizza

0

Die Kündigung ist rechtens.In der Probezeit kann jederzeit eine Kündigung möglich.Sie muß nicht begründet werden. Mit einwurfeinschreiben ist auch rechtens.Da können sie nichts machen.

Das heisst auf gut deutsch "bleib daheim, du brauchst auch nicht mehr zu kommen".

Das Arbeitsverhältnis ist am 15.6. definitiv zu Ende. Wenn du länger krankgeschrieben bist, ist das deine Sache. Geld bekommst du keines.

Du musst dich übrigens damit umgehend beim Arbeitsamt arbeitssuchend und am 15.6. arbeitslos melden.

Hallo,

so ist es mir vor 2 Jahren auch ergangen, nachdem ich einen Bandscheibenvorfall hatte. Rein theoretisch könntest Du die Kündigung anfechten, weil eine Kündigung während einer Krankheit auszusprechen ist rechtswidrig. Ich hab´s damals dabei belassen, weil ich wusste, dass ich längere Zeit ausfallen würde und es mir auch in der Firma überhaupt net gefallen hat. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zahlt die Krankenkasse weiter. Ich habe damals volle 6 Monate Krankengeld bekommen.

das heißt also, wenn ich weiter krank geschrieben bin, muss ich ne aufs AAmt sondern zur Krankenkasse?Oder beides?Was zahlt denn dann die Kasse?

0
@Biaangel

Du musst dich beim Arbeitsamt melden!!!!!Die sagen dir schon, ob die Kasse zahlen muss (das gilt erst ab 6 Wochen AU wegen der gleichen Krankheit), solange zahlt das Arbeitsamt!

0

Genau zu solchen Zwecken gibt es die Probezeit. Wenn man es sich nicht verkneifen kann, ein paar Tage länger zu arbeiten und dann erst den Schein zu bringen, dem ist nicht zu helfen.

0
@amigo06

krank is nun mal krank und ich kann leider ne mit was ansteckendem arbeiten gehen

0
@amigo06

Blödsinn, wenn ich ausgerechnet zu Beginn der Probezeit einen Bandscheibenvorfall erleide, dann kann ich daran auch nichts machen. Ich hab mich 6 Wochen jeden Tag in die Arbeit gequält (und das ist noch eine glatte Untertreibung!) und irgendwann ging es nicht mehr! Kurz darauf wurde ich auch schon operiert!!!

Beim Arbeitsamt musst Du Dich am ersten Tag der Gesundmeldung melden. Bis dahin zahlt die Krankenkasse.

0

Nein, du wurdest offiziell und völlig legitim entlassen. Die Kündigung musst du akzeptieren. Es besteht kein Recht auf Lohntfortzahlungen o.ä.

danke

0
@Kuschelruschel

gibt schlimmeres, ich kann ja nun mal nix dafür, das ich krank geworden bin und zum Glück hab ich schon Vorstellungsgespräche, da ich mich sofort weiter beworben habe ;)

0

Die Kündigung ist leider gerechtfertigt... sehr schwachsinnig, aber so ist leider die Rechtslage, in der Probezeit darf wegen den unnötigsten Gründen gekündigt werden.

Bis zum 15.6.2011 muss er zahlen, danach leider nimmer..

hab mal gelesen, das er dafür sorgen muss, das ich die Kündigung bekomme, da es ja nur ein Einwurfeinschreiben war, kann ich mich ja doof stellen und sagen da war n leeres Blatt Papier drin oder ?;)

0

Während der Probezeit kann von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

0

Hallo TomRichter,vielen Dank für deine Korrektur. Klar "sofort" ist richtig. Rechtzeitig war von mir blöd formuliert. (ich meinte, vor dem 15.6. - aber du hast recht, das Arbeitsamt muss sofort informiert werden!) Danke für die Richtigstellung!Gruß kiara.findus

Was möchtest Du wissen?