Kündigung in der Ausbildung, am Ende der Probezeit. Was jetzt?

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7 Antworten

Bloß weil ich beim Ausführen von Aufgaben Fehler gemacht habe, die meines Ansehen nach völlig Menschlich ist.

Och jeh, mir fällt hier folgendes auf.

Bloß.

So gern mir das leid tut, Fehler in der Arbeitsgüte sind nicht bloß, die haben möglichst nicht vorzukommen. Schon gar nicht bloß sondern die sind ausschlaggebend.

Das abzutun zeigt deutlich nach außen Deine mangelhafte Einstellung zur Arbeit, das betriebliche Selbstverständnis ist hierbei als weit unterdurchschnittlich anzusehen. Du hast Dich also nicht gut verkauft.

Wenn Du dort auch noch diesen Standpunkt vertreten hast, statt stete Zerknirschung zu zeigen, hat das für Deine Entlassung zudem Gewicht gehabt.

Zudem: "meines Ansehen nach völlig Menschlich ist.".

Du kannst Dir merken, Deine Ansicht ist leider erst einmal unerheblich. Die ist erst dann gefragt, wenn Du in der Position bist, dass man danach fragt, also z.B. die Leitung eines Unternehmens oder wenigstens einer Abteilung übernommen hast.

.....dass mir die notwendige Ernsthaftigkeit sowie Konzentration/Aufmerksamkeit gefehlt hätte

Das bloß oben sowie Deine Ansicht hierzu zeigen dies auch leider deutlich auf.

dass ich in den letzten 2 Wochen Fleiß gezeigt habe

2 Wochen Eifer zeigen, nachdem ansonsten keiner erkennbar war, reißt es dann sicherlich nicht mehr raus, genausowenig wie zwei Zweier zuvor.

Dein Betrieb hat am letzten Tag Deiner Probezeit noch die Reißleine gezogen, da man in Dich kein Vertrauen mehr hatte und nicht davon ausging, dass das noch was wird mit Dir.

Wenn ich mir z.B. einige Damen bei meinem bevorzugten Autohändler so anschaue, dann muß ich erkennen, die sind Dir weit überlegen. Erstklassiges Auftreten, erstklassige Einstellung, erstklassige Ausdrucksform und Servicebereitschaft.

Was Du tun kannst?

1.) Dich bewerben.

Überall, wo es auch immer in Frage kommen könnte.

Wo es Dir Spaß macht, wäre natürlich schön aber dort wollen auch andere hin, die nicht Deine Vorgeschichte haben, die Du jetzt hast, denn Deine Entlassung musst Du natürlich angeben - und auch warum. Zudem wirst Du damit zu kämpfen haben, dass die Firmen, bei denen Du Dich bewirbst, bei Deiner ehemaligen Firma direkt Nachfragen, was da war.

Komm ja nicht auf die Idee, das verschweigen zu wollen, das klappt nicht mehr seit man Telefone eingeführt hat.

2.) Dir ein par Gedanken machen, was Deine Einstellung zur Arbeit und der Arbeitsgüte angeht. So geht das nicht weiter.

3.) Bringe Dein Deutsch in Ordnung. Ich lese hier Sätze, die hätte meine weit jüngere Tochter besser ausdrücken können, fehlerfreier. Lies ein paar Bücher, versuche Dich einer Ausdrucksweise zu befleißigen, welche sich auch grammatikalisch im Einklag mit den Gepflogenheiten befinden.

Wer schludrig spricht, ist schludrig. Wer schludrig ist, den will man eher nicht einstellen.

4.) Du hast jetzt ein bischen frei, meinst Du vermutlich. Das heißt jedoch, Du hast die Chance, Dich weiter zu bilden, nicht vorhandenen Stoff aufzuholen und vergessene Inhalte aufzufrischen.

Und als Zeichen, dass dies wirklich ernst ist:

...... aber die anderen Auszubildenden waren nicht mal in der höheren Handelsschule .....

..... dennoch sind sie noch dort, aber Du nicht mehr.

Das zeigt doch deutlich auf, dass Ernsthaftigkeit, Arbeitsgüte und die Einstellung zur Arbeit so wichtig sind, dass man hierbei auch mangelnde Vorbildung in Kauf nimmt, denn wer ernsthaft bei der Sache ist, dem bringt man das auch noch bei.

Das ist demnach genau der Punkt, bei welchem Du noch Nachholbedarf hast, für die nächste Stelle.

Viel Glück.


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Kommentar von Tanzistleben
30.11.2016, 09:21

Kompliment für diese wunderbare, völlig richtige Antwort!

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Natürlich wäre es am besten, direkt einen neuen Ausbildungsplatz zu finden. Ob du das Zeug zur Automobilkauffrau hast, kann von hier aus keiner beurteilen. Und auch nicht, was sonst für dich geeignet wäre (oder wofür DU geeignet bist).

Falls du in dem Beruf bleiben willst, sag deinen Mitschülern, was passiert ist und bitte sie, in ihren Betrieben nachzufragen, ob dort noch ein Platz frei ist. Theoretisch wäre es ja möglich, dass ein anderes Unternehmen dich direkt übernimmt...

Du musst aber trotzdem sofort zum Arbeitsamt und melden, was Sache ist - je nach Alter bist du vielleicht noch schulpflichtig und wirst direkt irgendwo "untergebracht".

Mach beim Arbeitsamt zusätzlich einen Beratungstermin, und bereite eine Liste mit all deinen Fragen, Wünschen, Ideen vor. Mach auch gleich einen Termin im nächsten BIZ (Berufsinformationszentrum, in jeder größeren Stadt im Arbeitsamt) und lass dich dort ausführlich beraten.

Die eine abgebrochene Ausbildung sollte auch die letzte bleiben - also nimm nicht gleich das erstbeste Angebot an, wenn du nicht glaubst, dass es "passt"!

Erkundige dich mal, ob auch ein FSJ oder ein Langzeitpraktikum möglich wäre. Dann hättest du mehr Zeit, dich auszuprobieren und über einen "neuen" Beruf nachzudenken.

Du kannst aber auch direkt nach "Nachrückplätzen" suchen - manche Stellen wurden nie besetzt, und auch andere Azubis wurden gekündigt oder haben ihre Ausbildung abgebrochen! Freie Plätze findest du z.B. hier:

http://www.ihk-lehrstellenboerse.de/

Denk auch mal darüber nach, ob du bereit wärst, für eine Ausbildung umzuziehen. Dir steht dann BAB und ein Zimmer/ eine kleine Wohnung zu, und in "weniger attraktiven" Gegenden kümmern sich die Betriebe i.d.R. mehr um ihre Azubis und helfen ihnen, statt sie vor die Tür zu setzen...

Was dir da passiert ist, ist sicher nicht schön. Aber es ist auch nicht das Ende der Welt. Also Kopf hoch und weitermachen! Alles Gute!

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Macht macht ja eine Ausbildung um etwas zu lernen. Wenn Du schon alles kannst bräuchtest Du ja keine Ausbildung. Aber wenn Du in der Probezeit gekündigt wirst hast Du nur die Möglichkeit so schnell wie möglich eine neue Ausbildung zu finden. Egal ob Du was hast oder nichht, die Schulpflicht bleibt. Ess gibt noch die Möglichkeit von Berufsaufbauschulen. Wäre eine Überlegung wert besser als nichts zu tun

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Wie es aussieht bist du nicht kritikfähig....du hast ja für alles eine Ausrede.

Kritik musst du in jedem Beruf einstecken können, also arbeite am besten erstmal daran...sonst fliegst du bei jeder anderen Ausbildung auch wieder raus.

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Lass den Kopf nicht hängen, nun weisst Du, was Du von dem Betrieb zu halten hast....  Dass ein Azubi auch Fehler macht - gerade am Anfang - ist völlig normal. Und wie heutzutage in der hektischen Zeit manchmal Dunge erklärt werden - auch das tut sein übriges dabei.
Also - weiter geht´s !!

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Mache doch ein freiwilliges soziales Jahr. Welche Interessen und Hobbies hast Du? Vlt. kannst Du diese dann mit einem freiwilligen sozialen Jahr verbinden. Wenn es Dir dort gefällt, kannst Du dann dort vlt. eine Ausbildung machen. Ich wünsche Dir viel Glück dabei.

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es ist nicht gut wenn man sich nur kurz vor einem abschluss den a.sch aufreißt

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